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Aktienstrategien

So lernt Ihr von den Profis

Hamburg , 04.09.2017
Facebook geht an die Börse

Auch wenn die Welt der Aktien anfangs etwas undurchsichtig scheint, kann ein näheres Befassen mit dem Thema durchaus profitabel sein.

Besonders die aktuelle Zeit der niedrigen Zinsen macht die Investition in Aktien für Privatanleger attraktiv. Bis heute herrscht in Deutschland allerdings ein zögerlicher Umgang vor, welcher nicht selten die Chance zu attraktiven Renditen versperrt. Aktienstrategien sind dabei der beste Weg, um sich vom reinen Glückskauf zu lösen und die Investitionen genau zu überprüfen. Doch welche Methoden setzen die Profis ein und worauf ist dabei zu achten?

Finanzieller Erfolg durch Dividenden

Viele Anleger schätzen vor allem die regelmäßigen Ausschüttungen einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Die Rendite der einzelnen Unternehmen ist allerdings klaren Schwankungen unterworfen. Während die Beträge im jährlichen Zyklus deutlich schwanken können, klaffen auch große Lücken zwischen den angebotenen Renditen einzelner Unternehmen. Die sogenannte Dividendenstrategie baut darauf, besonders attraktive Renditen ausfindig zu machen und in die dahinter stehenden Werte zu investieren. Sie zeichnen sich auf der einen Seite durch einen hohen Dividendenanteil aus, der über der Marke von fünf Prozent liegen kann. Weiterhin sollte eine gute Wertstabilität vorhanden sein. Ein gestandenes Unternehmen, welches schon seit Jahren oder Jahrzehnten zu den führenden Kräften seiner Branche zählt, eignet sich deswegen besonders gut.

Wie sich die Renditen der Dividendenstrategie am besten nutzen lassen, wird unter binoro.de beschrieben. Auf der einen Seite ist es möglich, sich auf diesem Wege ein ansprechendes passives Einkommen aufzubauen, das in regelmäßigen Abständen zusätzlich zum eigenen Gehalt auf dem Konto landet. Eine Investition von 10.000 Euro reicht bei einer intelligenten Anlage beispielsweise aus, um ein jährliches passives Einkommen von 500 Euro zu erwirtschaften. Zusätzlich zu diesen feststehenden Auszahlungen der Dividende ist es natürlich möglich, dass der Wert der Aktie in diesem Zeitraum noch weiter steigt. Schnell entwickelt sich aus dieser Kombination ein positiver Kreislauf, der sich selbst im Laufe der Zeit verstärkt. Andererseits wäre es möglich, die Erträge der Dividenden neu zu investieren, um dadurch vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Wachstum gezielt erkennen

Wer sich jedoch auf Aktien mit hohen Dividenden konzentriert, erhält dabei nicht in jedem Fall ein rapides Wachstum des Werts. Manche Profis setzen gezielt auf die Auswahl der sogenannten Wachstumsaktien, was nicht mit Spekulation gleichzusetzen ist. Wozu diese führen kann, zeigte wiederum der Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus. Wachstumsaktien sind dafür bekannt, innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne von wenigen Monaten oder Jahren einen starken Wertzuwachs zu zeigen. Nicht selten liegt dieser in einem Bereich einer Verdopplung oder Vervierfachung, wobei die Dividenden auf der Strecke bleiben können. Besonders junge Unternehmen wie Netflix setzen auf diese Chance und versorgen sich auf diese Art mit günstigem Kapital. Ein echter Profi im Umgang mit Aktien setzt nun auf verschiedene Kennzahlen, die dazu herangezogen werden können, um das Potenzial eines Unternehmens genauer zu bestimmen. Häufig führt also nichts am Wälzen eines langen Unternehmensberichts vorbei, um die passende Einschätzung eines Werts zu erreichen.

Das richtige Timing

Besonders bei den Wachstumsaktien ist das Timing entscheidend, mit dem Kauf und Verkauf durchgeführt werden. Zwar entscheiden beim Investieren im Unterschied zum Trading nicht Minuten, sondern Wochen und Monate, doch es ist nicht weniger wichtig, sich damit zu befassen. Bereits der Börsen-Guru André Kostolany betonte die vielen Fehler, die vor allem Privatanleger in diesen Tagen immer wieder begehen. So werden Aktien zu früh verkauft, wenn das Wachstum der Werte gehemmt zu sein scheint. Dabei verpassen die Anleger häufig eine weitere Phase des lukrativen Wachstums und sind auf der anderen Seite nicht dazu bereit, einen weiteren Kauf zu unternehmen. Etwas mehr Ruhe ist demnach häufig das richtige Mittel, um die eigenen Chancen zu mehren und eine Strategie erfolgreich in die Tat umzusetzen. Mit der Erfahrung in den eigenen Aktionen stellt sich im Anschluss schnell eine gewisse Ruhe ein, mit der diese auch in die Tat umgesetzt werden können.

Die andere Seite der Medaille

Dennoch sollte sich jeder Anleger darüber im Klaren sein, dass selbst die beste Strategie nicht ausreicht, um sich gegen jegliche Verluste zu versichern. Vor allem im Kontext des kurzen Zeithorizonts kann es immer wieder zu Schwankungen kommen, die zu großen Teilen durch die Psychologie der Börse getragen werden. Wer jedoch dazu bereit ist, die eigenen Anteile über einen längeren Zeitraum zu halten, der kann auch solche vermeintlich schwachen Phasen aussitzen und sich im Anschluss auf Besserung einstellen. Selbst falsche Entscheidungen bedeuten noch nicht das Ende aller Träume, mit Aktien Geld verdienen zu können. Schließlich reicht es unter dem Strich bereits aus, wenn nur 51 Prozent aller Entscheidungen richtig waren, um einen finanziellen Vorteil zu verbuchen. Die größere Bedeutung kommt der Analyse der eigenen Fehler zu, die sogleich entscheidend ist, um diese in Zukunft nicht noch einmal zu machen.

Nicht nur Glückssache

Obwohl nur zehn Prozent der Deutschen ihr Glück in Aktien suchen, lassen sich die vielfältigen Chancen dieser Anlageform nicht verschweigen. Wer sich dabei nicht nur auf das persönliche Glück verlässt, sondern seinen Vorteil zugleich im gezielten Umgang mit einzelnen Strategien sucht, kann auf unterschiedliche Arten Erfolge verbuchen. Es lohnt sich demnach, die Augen nicht vor diesen Möglichkeiten zu verschließen.