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Radio Hamburg

Schwimmen und plantschen

Tipps für sicheres Baden

Hamburg, 11.07.2014
Schwimmbad, Freibad, Sommer, Baden, Planschen, Schwimmen

Baden macht Spaß, kann allerdings auch sehr gefährlich.

Während der Sommermonate locken Seen, Flüsse, Schwimmbäder und die Küsten viele Menschen nach draußen. Damit das kühle Nass nicht zur Gefahr wird, haben wir 13 Tipps für sicheres Baden.

Es mag zwar für viele während des Sommers nichts Schöneres geben, als sich im Wasser zu erfrischen, allerdings birgt das kühle Nass viele Gefahren. Aus diesem Grund rät die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) allen Wasserratten und Wassersportlern zur Vorsicht im und am Wasser.

Mehrere Tote an der Ostsee

Wie gefährlich die deutschen Gewässer tatsächlich sind, wurde auch am Donnerstag (10.07) auf tragische Weise deutlich. Nachdem am Mittwoch (09.07) zwei Männer in der Ostsee bei Blekendorf ertrunken sind, starb am Donnerstag (10.07) eine 58-jährige Frau in den Fluten der Ostsee. Die Frau aus Dahme (Schleswig-Holstein) war mit ihrem Mann im Wasser, als sie aus noch ungeklärter Ursache kollabierte, so ein Polizeisprecher. Die Wiederbelebungsversuche am Strand waren erfolglos. Erst einen Tag zuvor waren in der Ostsee bei Blekendorf im Kreis Plön zwei Männer tödlich verunglückt. Ein 49 Jahre alter Polizeibeamter aus Dannau hatte bei Wind und hohem Wellengang versucht, einen 60-jährigen Lütjenburger aus dem Wasser zu retten. Beide Männer ertranken.

Sicherheitsmaßnahmen verstärkt

Als Konsequenz hat die DLRG die Sicherheitsmaßnahmen an den bisher unbewachten Badestränden verstärkt. Allein am Mittwoch habe die DLRG in Kellinghusen und in Kühlungsborn sieben Menschen gerettet, so ein Sprecher der Rettungsorganisation. Nach Angaben des Landesgeschäftsführers der DLRG, Thies Wolfhagen, betreut die DLRG in Schleswig-Holstein 50 Strände an Nord- und Ostsee im Auftrag der jeweiligen Gemeinden.

365 Tote im letzten Jahr

Die meisten tödlichen Unfälle ereignen sich jedoch an unbewachten Seen und Flüssen. "Allein im vergangenen Jahr sind in Binnengewässern 365 Menschen ums Lebens gekommen. Das Risiko, dort zu ertrinken ist um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen oder in Schwimmbädern", warnt DLRG-Präsidiumsmitglied Helmut Stöhr.

80 Prozent aller Badeunfälle vermeidbar

Nach Angaben der Lebensretter sind allerdings 80 Prozent aller tödlichen Badeunfälle vermeidbar. Leichtsinn, Übermut, schlechte Schwimmfähigkeit, Selbstüberschätzung und Unkenntnis über mögliche Gefahren sowie Alkohol sind die häufigsten Ursachen. Damit der Badeausflug kein böses Ende nimmt, hat die DLRG 13 Tipps für sicheres Baden zusammengestellt.

Tipps für sicheres Baden

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise beachten.

  • Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und immer in Griffweite bleiben.

  • Nie alleine oder unbeaufsichtigt schwimmen.

  • Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen und nicht übermütig werden.

  • Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Vor dem Bad sollte man sich bei einheimischen Fachleuten über besondere Gefahren und die örtlichen Notrufmöglichkeiten erkundigen.

  • Im Frühsommer sind die Gewässer in der Regel noch kalt. Dies gilt insbesondere für tiefe Gewässer wie Baggerseen. Das Bad kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.

  • Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden nach sich ziehen.

  • Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden.

  • Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen. Es besteht Lebensgefahr.

  • Besondere Vorsicht ist in offenen Gewässern, im Meer und Flüssen geboten.

  • Das Bad in Flüssen ist besonders gefährlich. Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse, und Fahrrinnen mit Freizeit- und Berufsschifffahrt bilden unkalkulierbare Risiken.

  • Achtung beim Badeurlaub an europäischen Meeren: Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen.

  • Vor dem Baden keinen Alkohol trinken und ein Bad unmittelbar nach dem Essen vermeiden.

(DLRG/dpa/san)

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