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Radio Hamburg

Verknappung, BOTs oder Ticket-Tricks?

Was ist dran an der Ticket-Abzocke

Hamburg, 28.03.2017
Konzert, Tickets

Konzerte in Hamburg sind oft unfassbar schnell ausverkauft. Die Tickets landen aber leider fast genauso schnell bei eBay. Wie geht das?

Das Konzert von Ed Sheeran oder Sting hier in Hamburg sind die besten Beispiele. Gerade erst bei Eventim online gegangen, bekommt man innerhalb weniger Minuten keine Tickets mehr. Auf dem Ticketzweitmarkt allerdings gibt es kurze Zeit später Unmengen der gewünschten Tickets, allerdings zum doppelten oder dreifachen Preis.

Dr. Johannes Ulbricht vom Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft sieht die Veranstalter und Ticketanbieter in der Pflicht, da einen Riegel vor zu scheiben. Von Anbietern wie Eventim haben wir leider kein aktuelles Statement bekommen, uns wurde allerdings diese Presseerklärung geschickt:

„CTS EVENTIM empfiehlt den Fans grundsätzlich, Tickets nur bei autorisierten Vorverkaufsstellen zu erwerben. Soweit Veranstalter oder Künstler dies wünschen, bietet CTS EVENTIM auch personalisierte Tickets an und begrenzt die Zahl der pro Person und Veranstaltung käuflichen Eintrittskarten. CTS EVENTIM setzt aktiv diverse Maßnahmen zur Abwehr von BOTs ein. Es sind sowohl auf Netzwerkebene als auch auf Applikationsebene Mechanismen implementiert, die BOT-Zugriffe bestmöglich verhindern. Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, dass wir aus Sicherheitsgründen die Abwehrmaßnahmen hier nicht im Einzelnen erläutern können."

Was sind BOTs

Um den Zweitticketmarkt einzudämmen empfiehlt Ulbricht, dort nichts mehr zu kaufen. Das gräbt den Geldmachen das Wasser ab. Unter anderem sollen BOTs dazu beitragen, dass Tickets in großem Umfang unglaublich schnell abgekauft werden. BOTs beschreiben eine Software, die selbständig, unter Vorgabe gewisser Parameter, Geschäfte tätigt – wie eben auch das massenhafte Kaufen von Tickets.

Ulbricht sieht das Grundproblem der Ticket-Abzocke allerdings nicht in den BOTs. Der Ticketzweitmarkt hat so eine hohe Gewinn-Marge, da lohnt es sich auch echte Menschen vor den Computer zu setzen, die die Tickets dann in großen Mengen bestellen.

Personalisierte Tickets

Eine Möglichkeit, die es bereits gibt, sind personalisierte Tickets. Im Bundesliga-Fußball oder bei Festivals sind sie schon flächendeckend zu haben. Bei Konzerten beispielsweise sind sie noch rar gesät. Das liegt einerseits daran, so Ulbricht, dass die Veranstalter dauerhaft Ihr ganzes System strukturell verändern müssten und das braucht Zeit. Andererseits ist der Käufer immer noch verunsichert, was er mit personalisierten Tickets machen soll, wenn er sie verschenken möchte, wegen Krankheit zurückgeben oder weitergeben möchte.

Was habt Ihr für Erfahrungen beim Ticketkauf gemacht? Postet es gern unter die Kommentare oder diskutiert bei Facebook.

(aba)

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