Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Erste Proben EHEC-frei

Sprossen: Verdacht bleibt

Gärtnerhof Bienenbüttel

Insgesamt 18 Sprossenmischungen vom inzwischen geschlossenen "Gärtnerhof Bienenbüttel“ im Kreis Uelzen stehen unter Verdacht.

 Auch die von einem Hamburger EHEC-Patienten bei den Behörden abgegebene Sprossen-Probe ist EHEC-frei.

Hannover - Die von einem Hamburger EHEC-Patienten bei den Behörden abgegebene Sprossen-Probe weist keine EHEC-Keime auf. Das sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag (07.06.2011). Der 42-jährige Hamburger hatte das Sprossengemüse des betroffenen gesperrten Hofs in Niedersachsen im Kühlschrank vergessen. Die mehrere Wochen alte Packung hätte den Behörden dabei helfen können, die Infektionsquelle zweifelsfrei nachzuweisen. Erste Laborproben von Sprossengemüse von dem betroffenen Hof in Bienenbüttel waren am Montag (06.06.2011) ebenfalls negativ ausgefallen.

Derzeit geht das Verbraucherministerium in Hannover zunächst weiterhin davon aus, dass die Sprossen aus Niedersachsen eine Ursache für den Ausbruch der schweren EHEC-Epidemie in Norddeutschland seien. "Wir halten an dem Verdacht fest", sagte ein Sprecher. Insgesamt 18 Sprossenmischungen vom inzwischen geschlossenen "Gärtnerhof Bienenbüttel“ im Kreis Uelzen stehen unter Verdacht. Darunter Bohnenkeimlinge, Brokkoli-, Erbsen-, Kichererbsen-, Knoblauch-, Zwiebel-, Radieschen- und Rettichsprossen.

Der Hof ist erstmal gesperrt worden, eine Sicherheitsfirma schirmt ihn zur Zeit ab.

Bundesweit sind über 1.500 EHEC-Fälle bekannt, bei 627 Patienten ist das gefährliche HUS diagnostiziert worden. Die Zahl der Toten ist derweil in Deutschland auf 22 gestiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) starben 15 Patienten infolge des hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS). Bei sieben weiteren verstorbenen EHEC-Infizierten wurde diese schwere Komplikation den Angaben nach nicht festgestellt. Die meisten Toten gibt es den RKI-Zahlen zufolge in Niedersachsen. Dort starben sechs Menschen. Fünf kamen in Schleswig-Holstein ums Leben, vier weitere in Nordrhein-Westfalen.

Fotos: Liegt hier die EHEC-Brutstätte?

 

Gefährliches Darmbakterium EHEC

Alles Wissenswerte rund um die Krankheit

  •  Wo kann ich mich anstecken?
    Die Erreger leben im Darm von Säugetieren, folglich werden sie über den Kot der Tiere übertragen. Rohe Fleischprodukte oder andere Lebensmittel, die mit dem Keim verunreinigt sind, können ein Ansteckungsherd sein.

  • Wie kann ich Gemüse, Fleisch und Rohmilchprodukte nun sorgenfrei genießen?
    Das A und O ist, dass Verbraucher auf die richtige Küchenhygiene achten: Es gilt, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen, Fleisch gut durchzugaren und Rohmilchprodukte vorerst zu meiden. Außerdem ist es ratsam, Küchengeräte, mit denen zum Beispiel Gemüse oder Fleisch zerkleinert wurde, sorgfältig zu reinigen – am besten in der Spülmaschine. Auch die Küchenarbeitsfläche sollte regelmäßig gesäubert werden. Denn Bakterien vermehren sich gerade bei Wärme sehr schnell.

  •  Wie kann ich mich im Alltag schützen?
    Da auch der Mensch die Bakterien überträgt, ist eine intensive Händehygiene unabdingbar: Waschen Sie sich regelmäßig ihre Hände, insbesondere nach der Toilettennutzung, am besten mindestens 30 Sekunden lang mit Seife und warmem Wasser – ein handelsübliches Händedesinfektionsmittel ist eine sehr gute Ergänzung. Achten Sie darauf, dass sich auch Ihre Kinder regelmäßig die Hände waschen und dass die Kleinen den Kontakt beispielsweise mit Streichelzoo-Tieren derzeit meiden.

  • Was tun, wenn ich jetzt plötzlich Bauchschmerzen und/oder Durchfall bekomme?
    Geraten Sie nicht in Panik, denn dies muss nicht zwangsläufig eine Infektion mit dem EHEC-Erreger sein. Suchen Sie jedoch unverzüglich einen Arzt auf oder fahren Sie in ein Krankenhaus. Eine Stuhlprobe gibt Klarheit über die Art der Erkrankung.

  • Welche Beschwerden sind kennzeichnend?
    Starke Bauchschmerzen einhergehend mit Übelkeit, fleischwasserfarbigem oder blutigem Durchfall sind die Symptome einer Ansteckung mit dem EHEC-Erreger.

  • Wie verläuft eine Therapie?
    Betroffene werden symptomatisch behandelt, zum Beispiel mit Infusionen, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Eine Therapie mit einem Antibiotikum könnte die Bakterienausscheidung verlängern und die Toxinbildung vermehren, deshalb wird auf ein Antibiotikum verzichtet. Besonders gefährdet, das HUS zu erleiden, sind vor allem Kleinkinder und ältere Personen, deren Immunsystem schwach ist. Sie erhalten eine besondere Beobachtung während der Erkrankung. Im schlimmsten Fall muss ein HUS mit Blutwäsche und Bluttransfusionen behandelt werden. (Quelle: Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg)