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Radio Hamburg

Gesunde Alternative zum Rauchen?

Die Elektro-Zigarette

Rauchen mit Akku. Totzdem ist nicht klar, was sich in den neuen Paffern befindet.

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, aber bei den meisten sind die guten Vorsätze auch schon wieder dahin oder besser gesagt verraucht, denn der häufigste Vorsatz war auch dieses Jahr, das rauchen endlich sein zu lassen. Und schon beim ersten Anzeichen von Stress, einem netten Wein-Abend oder einfach aus Gewohnheit greift man wieder zum Glimmstängel. Jetzt soll es angeblich die "gesunde Alternative" zum Rauchen geben - die elektronische Zigarette. Bei dieser Neuheit wird kein Tabak verbrannt, sondern flüssiges Nikotinkonzentrat verdampft. Kritiker warnen indes davor, die Auswirkungen des E-Glimmstängels zu unterschätzen.

Stars rauchen E-Zigarette

Mit der elektronischen Zigarette kann offenbar überall gepafft werden. Der störende Rauch im Restaurant, Kneipe oder im heimischen Wohnzimmer soll dann der Vergangenheit angehören. Im kürzlich angelaufenen Film "The Tourist" zieht Schauspieler Johnny Depp im Bahnabteil genüsslich am Elektrostängel. Auch Paris Hilton wurde schon damit gesehen.

Akkubetriebenes Rauchen

Der Hamburger E-Zigaretten-Großhändler Werner Wolff schwört auf die täuschend echt aussehende Plastikzigarette. "Seit ich die Dinger benutze, rauche ich keinen Tabak mehr", sagt er. "Das ist nicht nur gesünder, sondern auch für meine Mitmenschen verträglicher." Seit rund drei Jahren vertreibt er die aus China importierten Produkte übers Internet. Von der Pfeife bis zum schwarzen High-Tech-Dampfer ist bei ihm alles zu haben. Das Prinzip dahinter ist einfach: Bei jedem Zug verdampft ein akkubetriebenes Brennelement flüssiges Nikotinkonzentrat. Um die Illusion perfekt wirken zu lassen, leuchtet eine Leuchtdiode an der Spitze auf. Bis zu 300 Züge bietet eine Kapsel, was 25 echten Kippen entsprechen soll. Der Raucher inhaliert Nikotindampf. Da kein Tabak verbrennt, sollen Anbietern zufolge keine Schadstoffe entstehen.

Einige Händler bewerben die E-Zigarette im Internet gar als gesunde Alternative zum Rauchen", die den "Ausweg aus der Nikotinsucht" erleichtert. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür
nicht. Sicher ist aber, dass auch Nikotin schnell süchtig macht - und damit auch das in den Kartuschen. "E-Dampfer" berichten im Internet von Schwindelgefühlen und Übelkeit.
Die Elektro-Kippen sind zu wenig erforscht, sagen Kritiker. Sie bemängeln die unbekannten Auswirkungen von möglichen Schadstoffen. Auch ist unklar, was dem Nikotinkonzentrat zusätzlich beigemischt ist. Einheitliche Regelungen fehlen bislang.

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) enthält der Rauch einer normalen Zigarette 4800 Schadstoffe - 90 davon hoch krebserregend. Auch wenn E-Zigaretten tatsächlich weniger schädlich sein sollten, plädiert die DKFZ-Expertin Martina Pötschke-Langer für ein Verbot. Auf ein weiteres Suchtmittel könne man verzichten. Die Tabakbranche hält sich bislang zurück. "Das Thema spielt derzeit keine Rolle", sagt Peter Königsfeld vom Deutschen Zigarettenverband. Es fehlten gesetzliche Vorgaben und einheitliche Standards.