Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Kassensterben geht weiter

Patient: BKK für Heilberufe

Das Kassensterben geht weiter in Deutschland und die Versicherten sind vollkommen verunsichert.

Düsseldorf/Berlin - Nach der City BKK geht auch die BKK für Heilberufe einer Insolvenz entgegen. Geht eine Kasse pleite, müssen die Kunden müssen auf andere Kasse ausweichen. Viele Kassen kommen mit dem der Ansturm der City-BKK-Mitglieder auf die Filialen und Callcenter aber nicht zurecht. Sie wimmeln die unfreiwilligen Neukunden ab, schicken sie in abgelegene Filialen oder helfen gleich beim Ausfüllen eines Anmeldeformulars für eine andere Kasse. Die Barmer GEK hat ihre Kundencenter hier bei uns in Hamburg Freitag (13.05.2011) einfach dicht gemacht! Beim Bundesversicherungsamt gehen derweil immer mehr Beschwerden ein von Patienten, die nach der Pleite ihrer Krankenkasse vergeblich versucht haben, in eine andere zu wechseln. Ein Skandal sei das, sagt CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn und er droht damit, die Kassenchefs persönlich in Haftung zu nehmen - für jeden einzelnen Fall.

Was tun, wenn die Krankenkasse insolvent wird?

Einige Versicherte werden teilweise von anderen gesetzlichen Kassen offenbar abgewimmelt. Wir haben mit Dörte Elsz vom Verbraucherzentrale Bundesverband gesprochen und klären die wichtigsten Fragen ab.

Dürfen Krankenkassen Kunden, die wechseln müssen, weil die alte Krankenkasse insolvent gegangen ist, abweisen?

"Das geht natürlich überhaupt nicht. Das ist der Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Das unterscheidet sie von der privaten Krankenkasse. Alle Krankenversicherungen, die sich für alle Versicherte geöffnet haben, müssen diese auch aufnehmen. Egal wie alt man ist, egal wie krank man ist - die Krankenkassen sind verpflichtet, Mitglieder von Krankenkassen, die jetzt geschlossen werden, aufzunehmen."

In diesem Zusammenhang wird ja auch gerne getrickst und das Mitglied hinters Licht geführt, oder?

"Von solchen Tricks hört man wirklich. Das Geschäftsstellen benannte werden, die ganz abgelegen sind, die nur zwei Mal die Woche besetzt sind. Da wird gesagt, wir erheben sowieso einen Zusatzbeitrag im nächsten Jahr oder es ist auch gar nicht gesichert, dass wir alle Leistungen bei Ihnen übernehmen oder ähnliches mehr. Da wird teilweise schon Angst gemacht, das darf so nicht sein. Das Gute ist, die Leistungen werden weiter übernommen. Es kann im Rahmen der Zusatzleistungen zu unterschieden kommen, aber die wesentlichen Leistungen werden bis zur Schließung der Kasse übernommen von der alten Kasse und ab dem Tag der Schließung von der neuen Kasse. Da braucht sich niemand Sorgen zu machen."

Die Kasse geht pleite und man ist krank, muss zum Arzt. Kann der Arzt einen ablehnen?

"Nein, man muss sich keine Sorgen machen. Das ist immerhin das Gute bei einer Insolvenz. Es ist geregelt, dass eine Krankenkasse, deren Schließung angeordnet ist, so lange weiterbesteht bis alle Leistungserbringer ihr Geld bekommen haben. Ob's der Arzt ist, das Krankenhaus, die Apotheke, der Pflegedienst - egal. Erst wenn der letzte das Geld bekommen hat, wird die Krankenkasse geschlossen."