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Radio Hamburg

"Krokodil" lässt Haut faulen

Neue lebensgefährliche Droge

Krokodil Droge

Wenn sich Abhängige die Krokodil-Droge spritzen, verfault das Gewebe um den Einstich und häufig ist Amputation die Folge.

Armut lässt Junkies in Russland zur billigen Todesdroge Krokodil greifen und jetzt schwappt der Handel mit der Killersubstanz nach Deutschland über.

Bochum - Der Handel mit der lebensgefährlichen Heroin-Ersatzdroge Krokodil schwappt nach Deutschland über. Die künstlich hergestellte Droge aus Russland - auch «Krok» genannt – sei nun im Ruhrgebiet aufgetaucht. Vier Nutzer eines Bochumer Drogencafés hätten die typischen Symptome gezeigt, bestätigte der leitende Arzt der Krisenhilfe Bochum, Heinrich Elsner, am Dienstag (11.10.2011). Der giftige Stoff lässt zum Beispiel die Haut faulen.

Kontakt mit Droge häufig tödlich

Bisher war die Droge nach Polizei-Informationen bereits in Frankfurt/Main angeboten worden, hatte dort aber kein Aufsehen erregt. In Russland wird sie seit längerer Zeit gedealt und soll dort bereits Hunderte von Abhängigen getötet haben.
Nach russischen Medienberichten haben "Krok"-Abhängige in der Regel eine nur noch kurze Lebenserwartung. In manchen Fällen endet bereits der erste Kontakt mit der Droge tödlich.

Ohne Wissen der Abhängigen

Die Abhängigen in Bochum sind der Meinung, Heroin genommen zu haben, sie erlitten dabei aber „katastrophale Haut- und Weichteilschäden“, die sonst bei Heroin kaum auftreten, sagte der Drogenarzt Elsner. Offenbar ist der Stoff Abhängigen in der Bochumer Szene ohne ihr Wissen als Heroin verkauft worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Drogenhilfe werde alle Betroffenen ansprechen und ihnen eine Methadon-Ersatztherapie anbieten, berichtete die Leiterin der Bochumer Drogenhilfe, Silvia Wilske.

Folgen: Großflächige Gewebeschäden

Das Rauschmittel Krokodil - mit dem Betäubungsmittel Desomorphin - wird illegal aus dem in Russland frei erhältlichen Codein und weiteren Stoffen wie Benzin aufgekocht. Da die Produzenten die Verunreinigungen im Stoff nicht entfernen, kommt es schon nach wenigen Injektionen zu großflächigen Gewebeschäden. Arme oder Beine sterben rund um die Einstichstelle ab und müssen amputiert werden.

Hohes Suchtpotential

Das Suchtpotenzial der Droge soll besonders hoch sein. Die vier Betroffenen in Bochum sind ohne festen Wohnsitz, ihr derzeitiger Aufenthaltsort nicht bekannt, sagte Wilske. In der Bochumer Szene herrscht ein „Riesenaufruhr“, erläuterte die Polizei. Auch das Landeskriminalamt ist eingeschaltet.

(dpa)