Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Sprossen-Proben EHEC-frei

Suche nach Quelle erfolglos

Die EU-Kommission schlägt vor, die von EHEC-bedingten Kaufboykotten betroffenen Bauern zu entschädigen.

Hamburg - Frischer Salat bleibt vorerst tabu. Rohe Tomaten, Gurken, Blattsalate und Sprossen sollen dennoch auch weiterhin nicht auf Speiseplänen auftauchen - das empfehlen Hamburgs Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks und der niedersächsische Landwirtschaftsminister Lindemann. Dabei ist genau wie bei Tomaten, Gurken und Salat auch an Sprossen bislang kein EHEC-Keim nachgewiesen worden. Selbst die im Kühlschrank eines ehemaligen EHEC-Patienten entdeckte alte Packung Sprossen vom Biohof in Bienenbüttel ist keimfrei.

Das heißt nicht, dass nicht vielleicht in einer älteren Teilproduktion Keime enthalten gewesen sind. Aber die Forscher müssen im Prinzip von vorne anfangen, die Suche nach der Quelle für die schweren Darmerkrankungen hat vorerst noch kein Ende. Das ist für alle Beteiligten "absolut unbefriedigend und auch beängstigend", sagte Prüfer-Storcks. Zumindest der Anstieg der Infektionszahlen bei uns in der Stadt ist deutlich abgefallen.

EU-Komission schlägt Entschädigung vor

Im Laufe des Tages treffen sich Bund und Länder in Berlin zu einem Krisentreffen. Es geht vor allem um bessere Abstimmung zwischen den Behörden.
Die EU-Kommission schlägt derweil vor, die Bauern zu entschädigen, die von EHEC-bedingten Kaufboykotten betroffen sind. Spanien hatte nach eigenen Angaben durch vorschnelle Warnung vor angeblich kontaminiertem Gemüse 200 Millionen Euro Verlust erlitten. Gezahlt werden sollen rund 30 Prozent des Vorjahrespreises für alle Gemüse-Produkte, die wegen EHEC in der Zeit von Mai bis Juni nicht verkäuflich waren. Die 27 EU-Agrarminister müssen dem Vorschlag zustimmen.

Dramatische Einbrüche durch die EHEc-Seuche meldet unterdessen der deutsche Lebensmittelhandel. Die Umsätze von Obst und Gemüse seien um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen, sagte der Sprecher des Handelsverbandes Deutschland der "Bild"-Zeitung.

 

Gefährliches Darmbakterium EHEC

Alles Wissenswerte rund um die Krankheit

  •  Wo kann ich mich anstecken?
    Die Erreger leben im Darm von Säugetieren, folglich werden sie über den Kot der Tiere übertragen. Rohe Fleischprodukte oder andere Lebensmittel, die mit dem Keim verunreinigt sind, können ein Ansteckungsherd sein.

  • Wie kann ich Gemüse, Fleisch und Rohmilchprodukte nun sorgenfrei genießen?
    Das A und O ist, dass Verbraucher auf die richtige Küchenhygiene achten: Es gilt, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen, Fleisch gut durchzugaren und Rohmilchprodukte vorerst zu meiden. Außerdem ist es ratsam, Küchengeräte, mit denen zum Beispiel Gemüse oder Fleisch zerkleinert wurde, sorgfältig zu reinigen – am besten in der Spülmaschine. Auch die Küchenarbeitsfläche sollte regelmäßig gesäubert werden. Denn Bakterien vermehren sich gerade bei Wärme sehr schnell.

  •  Wie kann ich mich im Alltag schützen?
    Da auch der Mensch die Bakterien überträgt, ist eine intensive Händehygiene unabdingbar: Waschen Sie sich regelmäßig ihre Hände, insbesondere nach der Toilettennutzung, am besten mindestens 30 Sekunden lang mit Seife und warmem Wasser – ein handelsübliches Händedesinfektionsmittel ist eine sehr gute Ergänzung. Achten Sie darauf, dass sich auch Ihre Kinder regelmäßig die Hände waschen und dass die Kleinen den Kontakt beispielsweise mit Streichelzoo-Tieren derzeit meiden.

  • Was tun, wenn ich jetzt plötzlich Bauchschmerzen und/oder Durchfall bekomme?
    Geraten Sie nicht in Panik, denn dies muss nicht zwangsläufig eine Infektion mit dem EHEC-Erreger sein. Suchen Sie jedoch unverzüglich einen Arzt auf oder fahren Sie in ein Krankenhaus. Eine Stuhlprobe gibt Klarheit über die Art der Erkrankung.

  • Welche Beschwerden sind kennzeichnend?
    Starke Bauchschmerzen einhergehend mit Übelkeit, fleischwasserfarbigem oder blutigem Durchfall sind die Symptome einer Ansteckung mit dem EHEC-Erreger.

  • Wie verläuft eine Therapie?
    Betroffene werden symptomatisch behandelt, zum Beispiel mit Infusionen, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Eine Therapie mit einem Antibiotikum könnte die Bakterienausscheidung verlängern und die Toxinbildung vermehren, deshalb wird auf ein Antibiotikum verzichtet. Besonders gefährdet, das HUS zu erleiden, sind vor allem Kleinkinder und ältere Personen, deren Immunsystem schwach ist. Sie erhalten eine besondere Beobachtung während der Erkrankung. Im schlimmsten Fall muss ein HUS mit Blutwäsche und Bluttransfusionen behandelt werden. (Quelle: Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg)