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Radio Hamburg

Nationaler Krebsplan

Wie effektiv sind Vorsorgeuntersuchungen?

Berlin/Hamburg, 27.08.2012
Krebszelle

Der nationale Krebsplan sieht Vorsorgeeingriffe bei Verdacht auf Darm- und Gebärmutterhalskrebs vor. Im Bild sehen Sie eine Krebszelle.

Der nationale Krebsplan sieht Vorsorgeeingriffe bei Verdacht auf Darm- und Gebärmutterhalskrebs vor. Wie effektiv ist das?

Wenn sich Bundesgesundheitsminister Bahr und Vertreter der Länder am Montag (27.08.) in Berlin mit Transplantationsmedizinern treffen, geht es ums Überleben. Um die Zukunft von der Organspende und Organweitergabe hier in Deutschland. Auslöser sind die Berichte über kriminelle Machenschaften im Zusammenhang mit Transplantationen an den Unikliniken in Göttingen und Regensburg. Dort haben Mediziner Akten gefälscht, damit ihre Patienten schneller an Spenderorgane gelangen. Abgesehen vom Stopfen von Schlupflöchern für Betrüger geht es um ein Wieder-Gewinnen des Vertrauens potentieller Spender.

 Wie effektiv sind Krebs-Vorsorgeuntersuchungen?

Für Diskussionen sorgt seit einigen Tagen auch der so genannte Nationale Krebsplan des Bundesgesundheitsministers. Daniel Bahr will künftig regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gegen Darm- und Gebärmutterhalskrebs einladen lassen.
 
 Der Hausarzt Klaus Schäfer ist Vizepräsident der Hamburger Ärztekammer und er erklärt im Interview, warum er für diese Vorsorgeuntersuchungen ist:

"Die Vorsorge bei Gebärmutterhalskrebs und Darmkrebs betreffen eine Untersuchung, bei der man Frühstadien entdecken kann - das heißt, eher der Krebs zum richtig aggressiven Krebs geworden ist - kann man ihn finden und entfernen."

Gegner sagen, dass Früherkennungs-Untersuchungen nur wenigen Menschen nutzen. Klaus Schäfer zu Erfolgszahlen:

"Ich hab dazu keine statistischen Zahlen, aber ich denke, dass die Diskussion immer wieder geführt wird, z.B. beim Prostatakarzinom. Aber dort sind wir ja recht spät dran in der Erkennung. Dort führen wir dann dem Patienten eine teilweise aggressive Chemotherapie zu, Operation zu. Und sind aber deutlich zu spät. Aber beim Gebärmutterhalskrebs oder beim Darmkrebs können wir so schon mit einem kleinen Eingriff frühzeitig eingreifen und das Risiko schon frühzeitig entfernen."

Kritiker sprechen ja auch von einer Überdiagnose durch Vorsorgeuntersuchungen, sprich: "Hätte ich nicht vom Brustkrebs erfahren, hätte er mich nie gestört...". Schäfer dazu:

"Das kann man hinterher natürlich gut behaupten. Auf der anderen Seite muss man sagen, mit der Verlängerung der Lebenserwartung haben die Frauen auch mehr Gelegenheit aus einem noch relativ harmlosen Stadium durch Wachstum des Krebses eine massive Erkrankung heranwachsen zu lassen."

(rhi)