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Radio Hamburg

Blei im Trinkwasser

Ab sofort gelten neue Grenzwerte

Hamburg, 01.12.2013
RHH - Expired Image

Ab sofort gibt es neue Richtwerte über den Bleianteil im Trinkwasser. Eigentümer müssen Mieter über mögliche Bleirohre aufklären.

Gebäude-Eigentümer und Verbraucher aufgepasst: Ab sofort gelten niedrigere Grenzwerte für Blei in Trinkwasser.

Ab Sonntag (01.12.2013) tritt  in Deutschland der verschärfte Grenzwert von 0,010 mg/l für Blei im Trinkwasser in Kraft. Sind in einem Gebäude noch Bleiinstallationen vorhanden, dann muss der Eigentümer die betroffenen Verbraucher hierüber informieren. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) weist ausdrücklich auf die gesundheitlichen Risiken von Blei im Trinkwasser hin und betont, dass der Grenzwert letztlich nur durch einen Austausch alter Bleiinstallationen einzuhalten ist. Zur Information hat die BGV ihre Informationsflyer zum Thema Blei und Legionellen im Trinkwasser neu aufgelegt.

Schädigung an Nerven, Blut, Leber und Nieren

Ungefähr 50.000 Hamburger haben zu viel Blei in ihrem Trinkwasser. Schon geringe Mengen Blei können u.a. den Nieren und der Leber schaden. Von zu viel Blei im Trinkwasser können auch dauerhafte Schädigungen des Nerven- und Blutbildungssystem ausgehen. Deshalb wurde bereits 2001 der Grenzwert von 0,01 mg/l (10 μg/l) für Blei im Trinkwasser in der Trinkwasserverordnung festgelegt. Er tritt nach einer Übergangsfrist am 1. Dezember 2013 in Kraft. Die Frist hat den Unternehmern und sonstigen Inhabern der Anlagen Zeit gegeben, ihre Trinkwasser-Installationen an den aktuellen technischen Stand anzupassen.  

Wasserprobe für Schwangere kostenlos

Besonders gefährdet sind Wohnhäuser, die in der Vorkriegszeit oder kurz nach dem Krieg gebaut worden sind, so Siegmund Chychla vom Mietverein zu Hamburg. Potentiell gefährdete Hamburger sollten von den Hamburger Wasserwerken eine Wasserprobe durchführen lassen. Diese ist für Familien mit Kindern, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und für Schwangere kostenlos, für alle anderen kostet die Wasserprobe 20,23 Euro.

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Die Blei-Umweltkarte der Stiftung Warentest zeigt eine überdurchschnittliche Blei-Belastung im Hamburger Trinkwas ...

Mieter müssen über Bleirohre aufgeklärt werden

Um den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen von Verbraucherinnen und Verbrauchern, dem Sanitärhandwerk und Wohnungseigentümern gerecht zu werden, hat der BGV zwei Faltblätter aufgelegt. Eines richtet sich an Verbraucherinnen und Verbraucher und informiert insbesondere über die gesundheitliche Bedeutung, Infektionswege und Schutzmöglichkeiten. Das zweite Faltblatt richtet sich vorwiegend an Eigentümer von Gebäuden und gibt Auskunft zu Untersuchungs-, Anzeige- und Handlungspflichten nach der Trinkwasserverordnung. Die Faltblätter "Blei im Trinkwasser" und "Legionellen in Trinkwasser-Installationen" sind in den Bezirksämtern und Hamburger Bücherhallen verfügbar. Zudem sind sie im Internet unter www.hamburg.de/trinkwasser erhältlich oder können unter der Telefonnummer 040/42837–2368 beziehungsweise per Mail an publikationen@bgv.hamburg.de in der BGV angefordert werden.

(bgv/fbu)

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