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Radio Hamburg

Trinken bis zum Umfallen

CDU fordert Strafe für Eltern beim Komatrinken der Kinder

Wiesbaden, 13.02.2013
Alkohol, Jugendliche, Sucht

Die Zahl der sich ins Koma trinkenden Jugendlichen steigt weiter an.

Die Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung hat zuletzt weiter zugenommen. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn fordert nun eine finanzielle Strafe für die Eltern.

Die Zahl der Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden, hat weiter zugenommen. Das bestätigte jetzt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.  Allen Kampagnen zum Trotz. Deswegen schlägt der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn nun eine finanzielle Strafe für die Eltern vor. Pauschal hundert Euro.

Alkohol-Exzesse enden bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland wieder häufiger im Krankenhaus. Wegen des sogenannten Komasaufens wurden 2011 genau 26.349 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren stationär in einer Klinik behandelt. Das waren 354 mehr als 2010 - aber 79 weniger als 2009, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Allerdings: Bezogen auf 100 000 Einwohner nimmt die Zahl seit Beginn der Statistik im Jahr 2000 ständig zu. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Patienten sind Jungen und junge Männer.

100 Euro Strafe für die Eltern

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens  Spahn, forderte im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden  "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe) eine stärkere finanzielle  Beteiligung der Eltern: "Die stark steigende Zahl jugendlicher Komatrinker, die in deutschen Krankenhäusern eingeliefert werden, ist nicht hinnehmbar." Dadurch werde unnötig Personal und Geld im Gesundheitswesen gebunden, zitierte die "Rheinische Post" den CDU-Politiker. "Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern." Nach Spahns Vorstellungen könnte dieser Betrag direkt an die Krankenkassen gezahlt werden.

Alkohol spielt aber auch bei den stationären Klinikaufenthalten von Männern und Frauen ab 20 Jahren eine große Rolle. Zwar kamen die meisten der rund 18,8 Millionen Patienten aufgrund von Herzversagen in ein Krankenhaus (380.100). Psychische und Verhaltensstörungen in Folge von Alkohol waren aber der zweithäufigste Grund (338.400 Fälle). Auf Platz drei folgen die Herzerkrankungen Vorhofflattern und Vorhofflimmern mit 262.900 Fällen.

(dpa/aba)

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