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Radio Hamburg

Medikamentenkonsum

Wenn Antibiotika die Gesundheit gefährden

Berlin, 28.10.2014
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Da die meisten Erkältungen auf Viren zurückgehen, ist ein Einsatz von Antibiotika nicht ratsam.

Bei Erkältungen ist der Griff zum Antibiotikum meist vorprogrammiert. Dass das nicht die beste Medizin ist, fand die "DAK-Gesundheit" nun heraus.

Die am Dienstag (28.10.) in Berlin vorgestellte Studie der gesetzlichen Krankenkasse DAK-Gesundheit befasst sich eingehend mit dem Antibiotika-Konsum der Deutschen und warnt nun vor einem übermäßigen Verbrauch des Arzneimittels. Demnach beruht der Ursprung einer Erkältung häufig auf Viren und nicht auf Bakterien. Die Folge der Einnahme: Immer mehr Bakterien entwickelten Resistenzen und bedrohten zunehmend die Gesundheit von Patienten - insbesondere in Krankenhäusern.

Doch warum werden Antibiotika verschrieben?

Laut Studie sei zum einen die schlechte Aufklärung über die Wirkstoffe für den hohen Konsum verantwortlich: Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei einer Erkältung oder Bronchitis von ihrem Arzt Antibiotika verlangten. Zum anderen übe die problematische Haltung der Patienten einen großen Einfluss auf das Verschreibungsverhalten der Ärzte aus. So verschrieben die Mediziner Antibiotika, um die Patienten zu beruhigen. Das Problem: Die Antibiotika würden nicht helfen, da es sich in 90 Prozent der Fälle um Viruserkrankungen handle.

Zahl der resistenten Keime steigt

Die Folgen des häufigen Antibiotika-Einsatzes werden insbesondere in Krankenhäusern sichtbar: Eine Analyse der Krankenhausdaten belegte, dass sich bei immer mehr Patienten Krankenhauskeime nachweisen ließen. Von einer Million Versicherten, die 2013 in Krankenhäusern behandelt wurden, trugen knapp 20 000 einen resistenten Keim in sich. 2010 waren es noch rund 15 000 Versicherte gewesen. 

Das sagt das Bundesgesundheitsministerium

Der Vorsitzende der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, forderte Ärzte und Patienten zu verantwortungsvollerem Umgang mit Antibiotika auf. Bundesweit und kassenübergreifend sterben jährlich 7500 bis 15 000 Patienten an Infektionen, die im Zuge einer Krankenhausbehandlung entstehen, so die Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums. Wenn Patienten Antibiotika richtig einnähmen, Ärzte die Medikamente zielgerichteter verordneten, Kliniken notwendige Hygienekonzepte umsetzten und in der Nutztierhaltung weniger Antibiotika eingesetzt würden, käme man der Problemlösung einen großen Schritt näher.

(dpa/lsc)

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