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Radio Hamburg

Durchfall, Erbrechen und Schmerzen

Infozentrum warnt vor giftigen Pilzen

Göttingen, 14.09.2014
RHH - Expired Image

Der Grüne Knollenblätterpilz ist besonders gefährlich.

Das Giftinformationszentrum-Nord warnt vor dem Verzehr von Pilzen, die einem nicht bekannt sind. Der Verzehr von giftigen Pilzen kann tödlich sein.

Im Giftinformationszentrum-Nord gibt es dieses Jahr immer mehr Notrufe wegen Pilzvergiftungen. Wer die falschen Pilze isst, geht ein großes Risiko ein – es kann zu Durchfall, Erbrechen, Leibschmerzen oder sogar Leberversagen und schlussendlich zum Tod führen.

Viele Notrufe

Das Giftinformationszentrum-Nord schlägt Alarm: In diesem Sommer tragen mehr Menschen Pilzvergiftungen davon, als in den vorherigen Jahren. Die Anzahl an Notrufen sei in den vergangenen Wochen drastisch angestiegen, sagte der Mediziner Andreas Schaper.

Doppelt so viele Vergiftungen

Normalerweise erhalte das Giftinformationszentrum-Nord, das für Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen verantwortlich ist, knapp 300 Anfragen wegen möglicher Pilzvergiftungen im Jahr. "Wenn es so weitergeht, werden es diesmal doppelt so viele", so Schaper.

Starker Pilzwachstum

Der Grund für die besorgniserregende Entwicklung sei das starke Pilzwachstum seit August, das durch Wärme und Feuchtigkeit begünstigt wurde. Ein Jahr, in dem viele Pilze wachsen, ist meistens auch ein Jahr, in dem viele Menschen eine Pilzvergiftung davon tragen. Viele Pilz bringen auch unerfahrene Menschen dazu, Pilze zu sammel und diese zu essen.

Knollenblätterpilz besonders gefährlich

"Meistens rufen die Leute dann an, wenn sie die Pilze schon gegessen haben und ihnen schlecht ist", sagte Schaper. Momentan bekomme das Giftinformationszentrum-Nord an vielen Tagen ein halbes Dutzend solcher Anrufe, manchmal sogar mehr. Besonders das Verzehren von Knollenblätterpilzen soll sehr gefährlich sein. Das Gift der Pilze führe zu Durchfall, Erbrechen und Leibschmerzen. Im Extremfall kann es sogar die Leber angreifen und diese komplett zerstören.

Warnung an unerfahrene Sammler

Diesen Sommer habe es bereits viele mittelschwere Vergiftungen durch Knollenblätterpilze gegeben, aber glücklicherweise noch keine Todesfälle, wie in früheren Jahren. Bei Verdacht auf Knollenblätterpilzvergiftung müssen die betroffenen Patienten stationär behandelt werden. Der Experte warnt dringend davor, Pilze zu sammeln und zu verzehren, die man nicht zu hundert Prozent kennt. Das Giftinformationszentrum-Nord rechnet damit, dass die Vergiftungssaison noch Wochen anhält.

(dpa/lwe)

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