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Loom-Bänder

Experte warnt vor Gift in Trend-Armbändern

Köln, 04.09.2014
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Achtung beim Kauf der Loom-Bänder. Teilweise können diese Giftstoffe enthalten, die für Kinder schädlich sind. 

Seit Wochen sind die Loom-Bänder voll im Trend.Doch die Armbänder sollen Gift enthalten, das vor allem für Kinder sehr schädlich sein kann.

Der neueste Trend der deutschen Kinder heißt "Rainbow Loom Bands". Die Armbänder zum Selber basteln sind der Verkaufshit der Spielzeugläden in den letzten Wochen. Doch die Inhaltsstoffe der Bänder sind angeblich giftig. "RTL" sprach nun mit einem Experten, dem Toxikologen Prof. Martin Wilks, über die Gefahren und worauf man beim Kauf achten sollte.

Das Gefährliche sind Weichmacher

In manchen Versionen der Bänder befinden sich, laut Angaben des Toxikologen, gefährliche Weichmacher. Wenn diese in Kontakt mit Speichel kommen, können sich sogenannte Phthalate aus dem Gummi-Material herauslösen. Diese Giftstoffe werden dann durch den Mund aufgenommen und können so in den Körper gelangen. Eine weitere Gefahr könnte durch den Inhaltsstoff Latex entstehen, auf den manche Kinder allergisch reagieren.

In England bereits Kinder verletzt

Da die Gummibänder in der Regel sehr klein sind, könnten sie von Kindern und Tieren leicht verschluckt werden. In England erlitt ein siebenjähriger Junge zudem eine schwere Augenverletzung, nachdem ihm sein Bruder aus Versehen ein Loom-Gummi ins Auge schoss, wie der Daily Express berichtet. Der ebenfalls aus England stammende, achtjährige Brandon, verlor laut Daily Mail beinahe zwei seiner Finger, nachdem er sich beim zu Bett gehen eines der Bänder zu eng um seine Finger wickelte. Nach den Vorfällen haben die englischen Schulen dort bereits ein Loom-Verbot ausgesprochen.

Worauf man beim Kauf unbedingt achten sollte

Nach Angaben des Experten Wilks, sei zwar nicht zwangsläufig anzunehmen, dass die Mengen an gelösten Giftstoffen zu einer akuten Gefahr werden. Dennoch sollte man beim Kauf der Bänder unbedingt einige Dinge beachten, um eine Gefährdung der Kinder ausschließen zu können:

Auf der Verpackung sollte das "CE"-Siegel zu finden sein, das für ganz Europa gilt und garantieren soll, dass die Bänder den Gesundheitsanforderungen entsprechen. Wenn dazu auch noch das deutsche "TÜV"- und "GS"-Siegel auftaucht, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Von Online-Bestellungen aus dem nicht europäischen Ausland, wie beispielsweise aus China, sollte man lieber die Finger lassen. Sie enthalten laut "RTL"-Angaben ziemlich sicher die genannten Schadstoffe.

(jmü)

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