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Radio Hamburg

Kohlenmonoxid-Vergiftung

Wie gefährlich sind Shishas wirklich?

Hamburg, 16.08.2015
Kohlenmonoxid-Vergiftung beim Shisha-Rauchen

Die Shisha gilt oftmals als gesundheitsunschädlichere Alternative zur Zigarette, doch dem ist nicht so!

In einer Shishabar in der Grindelallee in Hamburg hat eine junge Frau eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten. Ein Unfall? Wie gefährlich sind die Wasserpfeifen wirklich?

Gegen 23 Uhr in der Nacht auf Sonntag (15.08) rückten die Rettungskräfte aus, weil eine Frau bewusstlos auf der Toilette eine Shishabar in der Grindelallee in Hamburg gefunden worden ist. Die junge Frau erlitt eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und musste, nachdem sie zunächst ins UKE gebracht wurde, noch in der Nacht in einer Druckkammer nach Berlin verlegt werden. Wie genau es zu der Vergiftung kam, ist noch unklar. Ein Unfall? Es wäre auf jeden Fall nicht das erste Mal, dass die süßlichen Wasserpfeifen Schuld daran wären. Bei ähnlichen Fällen wie zum Beispiel in Wiesbaden oder in der Schweiz sind die Kohlenmonoxid-Vergiftungen der betroffenen Gäste auf das Rauchen der Wasserpfeifen zurückgeführt worden.

Wie gefährlich sind Shishas wirklich?

Mit Apfel- oder Erdbeergeschmack gelten die Shishas, die ursprünglich aus dem arabischen Raum stammen, als ungefährliche Alternative zur Zigarette. Doch das vollkommen zu Unrecht! Denn das Rauchen von Tabak ist immer gesundheitsschädlich. Argumentiert wird damit, dass bei den Shishas durch das Wasser Schadstoffe aus dem Rauch herausgefiltert werden und es daher wesentlich unschädlicher als eine Zigarette sei. Doch dem ist nicht so! Zwar kühlt das Wasser in der Shisha den Rauch ab, sodass dieser im Hals nicht so unangenehm kratzt, dennoch nimmt man sogar größere Schadstoffmengen als bei filterlosen Zigaretten auf, da das Wasser keine Giftstoffe filtert.

Kohlenmonoxid und Teer tief in die Lunge

Beim Verschwelen des Tabaks entsteht Teer, wenn auch durch niedrigere Temperaturen weniger als bei einer Zigarette. Durch die Kohle der Shisha kommen ebenfalls größere Mengen Kohlenmonoxid hinzu, die beim Inhalieren des Rauchs tief in die Lunge gelangen und im schlimmsten Fall zu einer Vergiftung führen können. Das Rauchen einer Shisha dauert nach Angaben der Weltgesundheitsorganisationen in der Regel zwischen 20 und 80 Minuten. In derselben Zeit würde ein Raucher den Qualm von rund 100 Zigaretten aufnehmen. Da man aber nicht 20 bis 80 Minuten lang "durchqualmt", kann man den Wert mit fünf bis zehn Zigaretten vergleichen, je nach Konsumart. Dennoch birgt auch das Shisha-Rauchen ein erhöhtes Krebsrisiko vor allem in Mund und Lungen, sowie ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Dadurch, dass man, wenn man in der Runde sitzt, das Mundstück herumgibt und teilt kann man sich außerdem sehr leicht mit Hepatitis C und Herpes anstecken.

Zentrales Risiko bleibt Nikotin

Das Hauptproblem beim Rauchen von Shishas ist aber nach wie vor, wie auch bei der Kollegin Zigarette, das Nikotin, das aufgenommen wird. Nikotin kann einerseits sehr schnell süchtig machen und ist andererseits sehr gesundheitsschädlich. Das Shisha-Rauchen ist eben nicht die gesündere Alternative zum Zigarettenrauchen und kann ebenso süchtig machen und da immerhin, laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 14 Prozent der 12 bis 17-Jährigen regelmäßig Shisha rauchen, sollte man das Thema ernster angehen, als es der Fall ist!

(jmü)

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