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Radio Hamburg

13 Gesundheitsmythen

Daran haben wir ein Leben lang geglaubt!

Hamburg, 22.08.2016
Fitness, Gesundheit, Abspecken

Alle wollen fit und gesund sein, aber viele befolgte Regeln stellen sich aus wissenschaftlicher Perspektive als Bauernschläue heraus.

Von Kindesbeinen an werden uns vermeintliche Ratschläge zur besseren Gesundheit mitgegeben, die Eltern bereits seit Generationen weitertragen - so falsch sie auch sind.

Jeder von uns wird sich an Gesundheitstipps erinnern, die schon seit der Kindheit fest im Hinterkopf verankert sind. Oft durch unsere Eltern weitergegeben, gab es bei vielen "Fakten" bisher wenig Anlass zum Hinterfragen, das "gefährliche Halbwissen" wird oft als Fakt abgespeichert. Aber wie wir es auch drehen und wenden, sehr viele landläufig bekannte und beherzigte Gesundheitsregeln sind aus wissenschaftlicher Perspektive eindeutig unwahr.

Die größten Mythen zum Thema Gesundheit

Da kommt einiges zusammen! Dass zu viel Fernsehkonsum die Augen nicht viereckig werden lässt, dürfte allgemein als vorstellbar gelten - aber wie war das nochmal mit den Möhren und der Sehkraft? Klickt Euch durch unsere meistgeglaubten und oft ein Leben lang beherzigten Gesundheitstipps, denen wir regelmäßig auf den Leim gehen!

Reingefallen!

Diese jahrelang geglaubten Gesundheitsregeln sind totaler Quatsch

  • "An apple a day keeps the doctor away."

    Klar enthalten Äpfel gesunde Nährstoffe, die für eine langanhaltende Gesundheit auch wichtig sind. Trotzdem sollten wir nicht glauben, dass der Konsum von Äpfeln gegen sehr viele Viren- oder Bakterieninfektionen (z.B. Grippe) überhaupt auch nur ein kleines bisschen helfen könnte...

  • "Kaffee hemmt bei Kindern das Wachstum."

    Bisher konnte noch kein Zusammenhang zwischen Kaffee bzw. Koffein und der Knochenentwicklung bei Kindern nachgewiesen werden. Bei Erwachsenen kann übermäßiger Kaffeekonsum zwar die Kalziumaufnahme verschlechtern, aber das Ausmaß ist so gering, dass bereits ein kleiner Schuss Milch im Kaffee alles wieder in Ordnung bringt.

  • "Herunter gefallenes Essen ist nach 3 Sekunden noch gefahrlos essbar, weil Bakterien das Essen nicht so schnell befallen können."

    Die berühmte 3-Sekunden-Regel, manchmal auch als 5-Sekunden-Regel im Umlauf, ist haltlos. Bakterien benötigen nur wenige Millisekunden, um Nahrung zu befallen. Die "Sicherheit" hängt also nur von der Sauberkeit des Bodens ab. Feuchte Lebensmittel ziehen Bakterien eher an als trockene, aber sich eine Dauer zu merken, ergibt keinen Sinn.

  • "Eis essen verschlimmert die Erkältung." 

    Zum Glück ist eher das Gegenteil der Fall! Eis kühlt einen gereizten Rachen und Hals. Außerdem können mit Eis oft leichter Kalorien aufgenommen werden als durch sonstige Nahrung, weil eine Erkältung oft von Appetitlosigkeit begleitet wird.

  • "Gehirnzellen wachsen nicht nach - einmal abgestorben, sind sie verloren."

    Niemand wird mit all seinen Gehirnzellen geboren. Mindestens in einigen Arealen des Hirns wachsen bis ins Erwachsenenalter Zellen nach, man spricht von Neurogenese.

  • "Haare und Nägel wachsen nach dem Tod weiter."

    Gruselig, aber auch unwahr. Der Eindruck entsteht nur, weil der Körper nach dem Tod in sich zusammensinkt, die Haut austrocknet und dadurch verhältnismäßig mehr von Nägeln und Haaren zu sehen ist, als zu Lebzeiten.

  • "Karotten sind gut für die Augen und verbessern die Fähigkeit, nachts oder bei schlechtem Licht zu sehen."

    Mythos. Karotten enthalten Vitamin A und das ist gesund, auch für die Augen. Aber das Experiment, mit hohem Karottenkonsum seine Sehkraft zu verbessern, schlägt fehl. Eher lässt sich Sehkraft erhalten als steigern.

  • "Mikrowellen sind krebserregend und gefährlich für Menschen mit Herzschrittmachern."

    Bestimmte Strahlungen können Krebs auslösen, sogar die Sonnenstrahlung, die Mikrowellenstrahlung zählt allerdings nicht dazu. Außerdem können viele Einwirkungen von außen einen Herzschrittmacher stören, zum Beispiel starke Magnete, aber auch hierzu zählt die Mikrowelle nicht.

  • "Zu viel Schokolade sorgt für unreine Haut und Pickel"

     Die Angst vor unschöner Akne dürfte viele von uns von größeren Schokoladenmengen ferngehalten haben. Für unsere Gesundheit war das sicher oft nicht verkehrt, aber mit der Hautentwicklung hat der Schokoladenkonsum jedenfalls nichts zu tun. Weder die Schokolade selbst, noch das enthaltene Fett konnten als Pickelauslöser dingfest gemacht werden.

  • "Nach dem Essen sollte man eine Stunde mit dem Schwimmengehen warten."

    Krämpfe könnten begünstigt werden, weil das Blut im Zuge der Verdauung im Bauch unterwegs sei, weniger in den Muskeln - Das alles konnte noch nie jemand beweisen. Zwar entstehen beim Schwimmen häufig Krämpfe, aber der Füllstand des Magens ist hierbei nicht ausschlaggebend.

  • "Der Mensch hat fünf Sinne: Sehen, riechen, schmecken, hören und fühlen."

    Kann man das bei genauerer Betrachtung wirklich behaupten? Darüber hinaus haben wir sehr wohl einen Gleichgewichtssinn, einen Temperatursinn, ein Zeitgefühl, eine Schmerzwahrnehmung und eine Tiefenwahrnehmung - einen Sinn, der uns als körperliches Bewusstsein davor bewahrt, ständig in Dinge hineinzulaufen.

  • "Man verliert 90% der Wärme an kalten Wintertagen über den Kopf."

    Ja, kann stimmen - aber auch nur dann, wenn wieder einmal der Kopf das einzige uneingepackte Körperteil ist. Würden wir anstelle des Kopfes ein Bein freilegen, würde unser Körper darüber im gleichen Ausmaß an Wärme verlieren.

  • "Unverarbeiteter Zucker, wie z.B. aus Honig, ist gesünder als verarbeiteter Raffineriezucker."

    Ob unser Müsliriegel mit Honig oder etwa mit Fruktosesirup gesüßt ist, macht für die Wirkung des Zuckers auf unseren Körper keinen Unterschied. Brauner Zucker ist übrigens auch kein Stück gesünder als weißer. Aber: Viele mit einfachem Zucker gesüßte Lebensmittel enthalten mengenmäßig einfach mehr davon, so dass aus Sicht der Kalorienaufnahme Obacht angebracht ist.

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