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Radio Hamburg

Bier im Pestizid-Test

Die 14 meistgetrunkenen Biere enthalten Glyphosat

München, 25.02.2016
Bier, Alkohol, Biergarten, Feiern, Anstoßen

Nach Tschechien hat Deutschland in Europa den zweithöchsten Bierkonsum - aber die populärsten Sorten weisen Unkrautvernichter auf.

Besonders für uns als Biernation sind die erheblichen Grenzwertüberschreitungen bei Rückständen des Pestizids Glyphosat im Bier erschreckend.

Eine Nachricht, die uns Deutsche besonders trifft: Unser Bier, welches dem deutschen Reinheitsgebot und damit dem ältesten Lebensmittelgesetz der Welt unterliegt, ist einem Test des Münchner Umweltinstituts zufolge alles andere als "rein".

Was wurde getestet?

Die 14 absatzstärksten Biersorten aus Deutschland wurden auf Rückstände des in der deutschen Landwirtschaft am meisten verbreiteten Pestizids Glyphosat untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Sie ALLE enthalten messbare Konzentrationen des Unkrautvernichters, die den Grenzwert für Trinkwasser zum Teil sogar weit überschreiten: Zwar gibt es keinen eigenen, offiziellen Glyphosat-Grenzwert für Bier, aber die am stärksten belastete Sorte brachte es im Test auf beinahe das 300-fache des Belastungs-Grenzwertes für Trinkwasser.

Wie gefährlich ist Glyphosat?

Bei dieser Frage gehen die Ansichten und Studien schon seit Markteinführung der Chemikalie in den 70er Jahren weit auseinander: Die Aussagen reichen von "kein gesundheitliches Risiko" und "unbedenklich" bis hin zu "krebserzeugend" und "fruchtbarkeitshemmend" sowie (wiederum angezweifelten) Nachweisen, dass Glyphosat in die Muttermilch überginge. Die Position der Weltgesundheitsorganisation WHO lautet, dass Glyphosat "wahrscheinlich krebserregend" sei und mindestens hormonell Einfluss auf den menschlichen Körper nehme.

Brauereien in die Pflicht genommen

Das untersuchende Umweltinstitut München fordert vor dem Hintergrund der erschreckenden Testwerte die Brauereien auf, trotz des nicht völlig eindeutig bewiesenen Schadenpotenzials von Glyphosat für den Menschen darauf hinzuarbeiten, dass das Pestizid vollständig aus dem Bier verschwindet, damit den Konsumenten selbst eine theoretische Schadstoffbelastung erspart werden könne. Das Argument: Es müsse einfach nicht sein, beim Anbau von Weizen, Gerste und Hopfen glyphosathaltige Mittel zu verwenden und das ungewisse gesundheitliche Risiko müsse einfach nicht eingegangen werden.

TOP 3 und FLOP 3

Wirklich TOP ist in diesem Test keine untersuchte Biersorte davon gekommen, da alle Glyphosat enthielten. Diese drei Produkte wiesen jedoch die geringste Belastung auf:

TOP 3: Beck's Pils (0,50µg/l)

TOP 2: Franziskaner Weißbier (0,49µg/l)

TOP 1: Augustiner Helles (0,46µg/l)

Und bei diesen drei Sorten war der Pestizidgehalt am höchsten:

FLOP 3: Warsteiner Pils (20,73µg/l)

FLOP 2: Jever Pils (23,04µg/l)

FLOP 1: Hasseröder Pils (29,74µg/l)

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