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Radio Hamburg

Welt-Meningitis-Tag am 24. April

Das müsst Ihr über Hirnhautentzündung wissen

Hamburg, 24.04.2017
Gehirn, Meningitis

Aller acht Minuten stirbt ein Mensch an Meningitis. Am weltweiten Aktionstag klären wir auf, wie man erkranken kann und was dagegen hilft.

Wie lebensbedrohlich die Erkrankung verlaufen kann und welche Schutzmöglichkeiten es gibt, ist Thema des Welt-Meningitis-Tages am 24. April.

Potenziell kann jeder an einer Meningokokken-Infektion erkranken. Insbesondere Säuglinge im ersten Lebensjahr und Kleinkinder, aber auch Jugendliche, sind am häufigsten betroffen. Die Bakterien siedeln sich im Nasen-Rachenraum an und werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Infektion kann innerhalb von 24 Stunden tödlich verlaufen, was bei jedem zehnten Erkrankten - trotz intensivmedizinischer Behandlung - auch der Fall ist. (Quelle: www.impfen.de)

Das sind die Symptome einer Hirnhautentzündung

Bei einer Meningokokken-Meningitis treten zunächst unspezifische, grippeähnliche Symptome auf, weshalb eine Erkrankung oft zu spät erkannt wird. Bei 10 bis 20 Prozent aller Betroffenen kommt es zu Komplikationen wie Kreislaufversagen, Krampfanfällen, Taubheit oder Entwicklungsstörungen (bei Kindern). Neben einer Hirnhautentzündung können Meningokokken bei einem Drittel der Erkrankten auch eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen. Mögliche Folgen sind das Absterben einzelner Körperregionen, die eventuelle Amputationen nach sich ziehen.

Impfen oder Antibiotikum

Gegen die fünf häufigsten Meningokokken-Varianten (Serogruppen) in Deutschland - A, B, C, W135 und Y - stehen Impfstoffe zur Verfügung. Gut zwei Drittel aller Fälle sind auf B zurückzuführen.

Hierzulande werden Kinder im 2. Lebensjahr routinemäßig gegen Meningokokken C geimpft. Seit Dezember 2013 steht auch ein Meningokokken-B-Impfstoff zur Verfügung (Einsatz ab 2 Monaten). Eine frühe Impfung ist wichtig, da Kleinkinder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben, da ihr Immunsystem noch nicht ausreichend ausgebildet ist.

Es ist aber sehr wichtig zu überprüfen, ob es sich um eine bakterielle oder virale Meningitis handelt. Denn Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien und nicht gegen Viren. 

Der erste Schritt ist also der Weg zum Arzt/Kinderarzt - lieber einmal zu viel als zu wenig und wenn nur eine harmlose Erkältung dahinter steckt umso besser. gerade bei Säuglingen und Kleinkindern wird dann sicherheitshalber Blut entnommen oder Urin untersucht, um eine Meningitis vollkommen ausschließen zu können. Das kann auch recht schnell mittels eines Schnelltests geschehen.

 

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