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Radio Hamburg

Mehr gemeldete Infektionen

Heftige Grippewelle in Hamburg

Hamburg, 02.02.2017
Grippe, Grippevirus, Virus, Influenza

Erneut hat eine schwere Grippewelle Hamburg und den Rest des Nordens erfasst.

Die Grippewelle erreicht Hamburg dieses Jahr nach Angaben der Gesundheitsbehörde früher und heftiger als sonst. Seit Oktober 2016 seien insgesamt 594 Grippefälle registriert worden und damit deutlich mehr als im vergangenen Jahr, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde.

In den ersten beiden Januarwochen 2017 erkrankten 102 Menschen an der Grippe. Besonders ältere Menschen sind laut Gesundheitsbehörde davon betroffen. Grund dafür sei das altersbedingt schwache Immunsystem. Der Erregertyp Influenza A H3N2 trete dabei besonders häufig auf.

Hohe Grippe-Dunkelziffer

Auch in Schleswig-Holstein gab es in den letzten drei Tagen 159 Grippe-Fälle, so Helmut Fickenscher  vom Kieler Institut für Infektionsmedizin. Seit Dezember 2016 habe es 590 Meldungen von Grippeerkrankten gegeben
und damit deutlich mehr als vergangenes Jahr. Die tatsächliche Zahl sei jedoch mindestens zehnmal so hoch, sagte Fickenscher. Die meisten Menschen blieben bei einer Grippe zuhause und gingen nicht zum Arzt.

Risikogruppen

Grundsätzlich sind alle Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet, vom Grippe-Virus befallen zu werden. 

Der Grippe-Erreger hat leichtes Spiel bei:

- Säuglingen und Kleinkindern, weil das Immunsystem noch nicht ausgereift ist, eine Impfung aber auch noch nicht möglich ist

- bei alten Menschen, wel sie oft durch andere Erkrankungen geschwächt sind

- bei älteren Menschen in Seniorenheimen, Krankenhäusern etc., weil der Erreger sich dort gut ausbreiten kann

- Menschen mit chronischen Erkranken, die schon vorher geschwächt sind

Eine Grippeimpfung sollte zwar meist im Oktober/November erfolgen, sprecht aber bitte mit Eurem Arzt - meist ist eine Impfung jetzt auch noch empfehlenswert.

So schützt Ihr Euch gegen Grippe

Sauberkeit und Hygiene sind die einzigen Möglichkeiten, um der Grippe aus dem Weg zu gehen. Die meisten Grippewellen entstehen, weil sich Menschen ohne Wegzudrehen oder ohne Hand vor dem Mund (am besten aber in die Armbeuge) anniesen, sich die Hände nicht waschen. Vor allem nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch im Büro ist ein vermehrtes Händewaschen extrem wichtig. Sind viele Menschen in Eurem Zuhause von Influenza betroffen, lohnt es sich, eine dünne Atemmaske aufzusetzen (bekommt Ihr in jeder Apotheke). Vermeidet Händeschütteln, seid also eher unfreundlich und unterlasst Umarmungen.

 

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Für Grippe-Erkrankte gilt: Dem Körper wirklich die Ruhe und viel Flüssigkeit geben. Nichts ist schlimmer als nur drei Tage zu Hause zu bleiben und die Kollegen dann anzustecken. Eine ernsthafte Grippe kann bis zu zwei oder drei Wochen Bettruhe nach sich ziehen. Nicht auskurierte Verläufe können auf Dauer den ganzen Körper schädigen und sich z.B. auf das Herz oder den Herzmuskel legen. Der Körper muss die Zeit bekommen, die er braucht, um den Virus zu bekämpfen.

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Wer sich eine Grippe eingefangen hat, gehört ins Bett - das ist klar. Doch kann man auch mit ...

Anti-Erkältungs-Tipps

  • Tipp 1: 

    Damit Ihr einen Virenbefall auch verhindert, verzichtet fürs Erste auf Kuscheleinheiten und dem zu Nahekommen mit dem ein oder anderen, so dass Ihr Euch nicht ansteckt. Auch unterschätzt man die Bazillenschleuder schlechthin: Öffentliche Verkehrsmitteln. Hier wird genießt und gehustet was das Zeug hält und dem aus dem Weg zu gehen ist fast unmöglich. Also vielleicht einfach ein paar Haltestellen zu Fuß zurück legen….Die Bewegung und frische Luft wirken wahre Wunder. Wer nicht auf das Fahren verzichten will, sollte immer eine kleine Flasche Desinfektionsmittel mitnehmen und sich bei der Arbeit oder Zuhause sofort die Hände waschen. 

  • Tipp 2:

    In Wärme fühlen sich die Bakterien am wohlsten. Deshalb immer wieder gern das Fenster aufreißen und frische Luft rein lassen. Natürlich müsst Ihr darauf achten, dass es Euch nicht zu kalt wird, aber meist reichen bereits nur fünf Minuten. So werden die Viren regelrecht weggepustet und eliminiert - und Ihr habt wieder genug Sauerstoff im Gehirn, um wieder voller Konzentration weiter zu arbeiten. 

  • Tipp 3:

    Leider helfen Zink und Vitamin C nicht mehr großartig, wenn Ihr schon erkältet seid. Grundsätzlich spielt die Ernährung aber im Kampf gegen die Viren eine große Rolle. Eure Mahlzeiten sollten deshalb immer vitaminreich und ausgewogen sein, damit der Körper gestärkt ist, um sich gegen Erkrankungen zu wehren. Probiert auch mal einen Green Smoothie mit Spinat, Orange, Banane und Zimt. Danach fühlt Ihr Euch sofort fitter. Zum Start in den Tag könnt Ihr zum Beispiel mit einem Glas Heißer Zitrone angereichert mit Ingwer Eurem Abwehrsystem einen Gefallen tun. Wahre Vitamin-C Bomben sind außerdem Paprika, Brokkoli, Rosenkohl und natürlich Orangen.

  • Tipp 4:  

    Viel trinken! Ob Wasser, Kräutertee oder Zuckerfreie Säfte. Immer den Körper mit viel Feuchtigkeit versorgen und vor allem nicht die Vitamine vergessen. Und das Wichtigste: hört auf Euren Körper und macht das, was Euch gut tut! Wer sich schlapp fühlt, sollte auch auf seinen Körper hören, der einem gerade sagt, dass er auf Sparflamme arbeitet. Wer es mit der Arbeit trotzdem übertreibt könnte sogar Herzschäden davontragen. Das kommt jedoch (zum Glück) in den wenigsten Fällen vor.