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Radio Hamburg

Mineralwasser

Infos & Fakten rund um den beliebten Durstlöscher

Wasser, Trinken

Beliebter und gesunder Durstlöscher: Mineralwasser.

Es prickelt und erfrischt. Die meisten Deutschen kaufen gerne Mineral­wasser mit mitt­lerem Kohlensäu­regehalt – auch Medium genannt.

Wasser ist der beste Durst­löscher. Anders als Limonade, klassische Cola oder Frucht­saft hat es weder Zucker noch Kalorien. Es greift auch die Zähne nicht an. Mineral­wasser mit Kohlensäure erfrischt besonders gut, stilles Mineral­wasser bekommt manchem besser.

Unsere Tipps verraten, was Ihr beim Trinken, Einkaufen und Lagern beachten solltet.

Richtig trinken

Tägliche Mindest­menge: Man sollte mindestens 1,5 Liter Flüssig­keit pro Tag zu sich nehmen. Bei großer Hitze oder Anstrengung darf es mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssen darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bei vielen lässt das Durst­gefühl nach. Erste Warn­signale für Flüssig­keits­defizite sind: Kopf­schmerzen, Müdig­keit, trockene Schleimhäute, wenig und dunkler Urin.

Beste Trink­zeit: Trinken sollte man nach Bedarf, aber möglichst über den Tag verteilt. Es bringt nicht viel, große Mengen auf einmal in sich hinein zu schütten. Der Körper kann die Flüssig­keit nicht speichern. Damit man das Trinken nicht vergisst: Positioniert Euch die empfohlene Tages­menge an einem gut sicht­baren Ort. Auch ein Trink­plan kann helfen.

Richtiges Trinkgefäß: Trinken aus der Flasche sollte man möglichst vermeiden, denn Keime aus dem Mund könnten sonst ins Wasser gelangen und sich dort vermehren.

Einkaufen und lagern

Stand­ort der Flaschen: Achtet beim Einkauf darauf, dass die Mineral­wasser­flaschen nicht dicht neben stark riechenden Wasch­mitteln oder im grellen Sonnenlicht stehen. Gerade bei Flaschen aus PET könnte dann vermehrt Acetaldeyhd aus dem Flaschenmaterial ins Wasser übergehen. Das Wasser würde dabei den typischen fruchtig-süßen Acetaldehyd-Geschmack annehmen.

Angebrochene Flaschen: Stellt angebrochene Wasser­flaschen kalt und trinkt das Wasser möglichst bald aus.

Unge­öffnete Flaschen: Unge­öffnete Mineral­wasser­flaschen sollten geschützt vor Sonnenlicht, kühl, trocken und geruchs­neutral lagern. Mineral­wasser in PET-Einweg-Flaschen hält sich unge­öffnet mindestens sechs Monate. Der Kohlensäu­regehalt lässt aber mit der Zeit nach. Bei PET-Flaschen – vor allem solchen, die ohne Acetaldehyd­blocker hergestellt wurden – kann vermehrt Acetaldehyd ins Wasser übergehen. Wärme und Licht beschleunigen den Prozess. Das PET-Flaschenmaterial lässt auch starke Gerüche, etwa von Zwiebeln oder muffigen Kellern durch. Lagert das Wasser also in einer geruchs­neutralen Umge­bung, damit es keine störenden Fremdnoten aufnimmt. In unge­öffneten Glasflaschen bleibt das Wasser bis zu zwei Jahre ohne Beein­trächtigung.

Nicht draußen lagern: Lagert Euer Mineral­wasser nicht im Freien – das Licht schadet den Flaschen. Egal, ob aus Glas oder PET – bei Frost können sie platzen.

Magnesium, Kalzium und Co.

Mineralstoffe müssen wir unserem Organismus zuführen, um die Körperfunk­tionen aufrecht zu erhalten. Im Wasser liegen sie in gelöster Form als geladene Teilchen vor. Die wichtigsten positiv geladenen Teilchen (Kat­ionen) sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, die wichtigsten negativ geladenen Teilchen (Anionen) Chlorid, Hydrogenkarbonat und Sulfat.

Doch welche Aufgaben haben diese Mineralstoffe?

Wichtige Nährstoffe

  • Hydrogenkarbonat (Bikarbonat)

    Hydrogenkarbonat kann der Körper selbst bilden, etwa aus Lebens­mitteln wie Obst und Gemüse, oder mit Mineral­wasser aufnehmen. Der Mineralstoff reguliert den Säure-Basen-Haushalt im Körper und soll bei Sodbrennen und gereiztem Magen hilf­reich sein. Für Hydrogenkarbonat gibt es keine Empfehlung zur Tages­aufnahme.

  • Kalium

    Kalium hält den Wasser­haushalt im Gleichgewicht, reguliert die Reizleitung in Nerven- und Muskel­zellen. Die empfohlene Tages­zufuhr eines Erwachsenen liegt bei 4.000 Milligramm.

  • Kalzium

    Kalzium stärkt die Knochen, ist wichtig für die Erreg­barkeit von Nerven und Zellen. Der Tages­bedarf für einen Erwachsenen liegt bei 1.000 Milligramm, Teen­ager brauchen sogar 1.200 Milligramm am Tag. Haupt­quellen für Kalzium sind Milch­produkte oder grünes Blatt­gemüse. Wer Milch­produkte nicht verträgt oder mag, kann sich viel Kalzium mit einem kalziumreichen Mineral­wasser zuführen.

  • Magnesium

    Magnesium ist beteiligt am Aufbau von Knochen und stärkt die Erreg­barkeit der Nerven. Die Tages­bedarf einer erwachsenen Frau ist 300 Milligramm, der eines Mannes liegt bei 350 Milligramm. Wer viel Sport treibt oder bei Sonne intensiv im Garten arbeitet, verliert mit dem Schweiß auch Magnesium. Einige Mineralwässer können dazu beitragen, den Bedarf zu decken.

  • Natrium und Chlorid

    Die Kochsalz­bestand­teile Natrium und Chlorid kommen in jedem Wasser vor. Beide regulieren im Körper den Wasser­haushalt. Natrium ist wichtig für die Reizleitung in Nerven- und Muskel­zellen, Chlorid außerdem Bestand­teil der Magensäure. Wer stark schwitzt, verliert mit dem Schweiß vor allem Natrium. Der Tages­bedarf an Natrium für Erwachsene und Heran­wachsende liegt bei 1.500 Milligramm, der Tages­bedarf an Chlorid bei 2.300 Milligramm. 

  • Sulfat

    Der Körper produziert Sulfat selbst durch die Umwandlung schwefelhaltiger Aminosäuren aus eiweiß­haltiger Nahrung wie Fleisch, Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte. Es ist wichtig für den Protein­stoff­wechsel, aber auch für die Festig­keit von Haut und Haaren. Viel Sulfat kann verdauungs­fördernd wirken – bei Verstopfung ist das nützlich. Wer aber zu Durch­fall neigt, sollte eher vorsichtig sein. Empfehlungen für die Tages­zufuhr von Sulfat liegen nicht vor.