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Radio Hamburg

Rotes, tränendes Auge

Was tun bei Bindehautentzündung?

Hamburg, 19.09.2017
Bindehautentzündung

Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung werden meist Augentropfen mit Antibiotikum verschrieben.

Mit dem Herbst tritt auch wieder vermehrt die Bindehautentzündung auf. Aber welche Formen gibt es und was könnt ihr dagegen tun?

Herbstzeit ist Bindehautentzündung-Zeit. Jedenfalls verteilt sich die Krankheit dann gefühlt öfter, weil vermehrter geschnupft und genießt wird, man mit dem Händewaschen nicht hinterherkommt und sich gern zwischendurch die Augen reibt.

Vor allem Babys und Kleinkinder leiden oft darunter (besonders effektiv wir das im Kindergarten verteilt) - meist handelt es sich dann um eine Virusinfektion (gern zusammen mit einem nervigen Gerstenkorn) oder um eine Infektion, die durch Bakterien hervorgerufen wird.

Symptome der Bindehautentzündung

Die Bindehaut ist eine schützende Schleimhautschicht, die sich über den Innenrand der Augenlider und über den nach außen sichtbaren Augapfel zieht. Sie spielt eine Rolle bei der Verteilung des Tränenfilms und bei der Abwehr von Krankheitserregern. Und meist ist die Bindehautentzündung harmlos, klingt nach spätestens 14 Tagen ab und ist nicht ansteckend, weil das Auge nur gereizt ist. Wenn ihr solch eine Entzündung habt (z.B. durch eine Allergie, trockene Luft oder starke Luft-/Wind-Beeinträchtigung des Auges), dann ist euer Auge rot, es juckt und tränt. Vor allem morgens oder nach dem Schlafen sind die Augen verklebt, eitriges, schleimiges oder wässriges Sekret tritt auf. Jetzt ist äußerste Hygiene gefragt. Am besten hat derjenige, der eine Bindehautentzündung in der Familie hat, getrennte Handtücher etc, damit sich andere nicht anstecken können.

Häufiges Händewaschen ist Pflicht, desinfizieren muss aber nicht sein.

Diese Arte gibt es 

Allergisch bedingte Bindehautentzündungen treten vor allem im Frühjahr auf, z.B. zusammen mit einer Pollenallergie. Das ist nicht ansteckend und das muss leider ohne Medikamente auskuriert werden. Manchmal hilft es, das Auge etwas zu kühlen, aber ansonten so wenig wie möglich ans Auge fassen.

Bakterielle und virale Bindehautentzündungen allerdings sind hoch ansteckend. Durch das Jucken im Auge, greift man unwillkürlich ins Auge, steckt damit schnell auch seine Umwelt an. Im Auge bildet sich gelblich-grüner Eiter. Höchste Zeit den Arzt aufzusuchen.

Das hilft gegen Bindehautentzündung

- Sind Bakterien die Ursache, verordnet der Arzt meist eine Augensalbe oder Augentropfen, die ein Antibiotikum beinhalten.

- Gegen Chlamydien hilft ein spezielles Antibiotikum. Ebenso besonders ist die Behandlung der Gonokokken. Diese beiden Formen der Bindehautentzündung sollten stationär erfolgen, da die Therapie im gesamten Körper wirken muss.

- Eine virale Bindehautentzündung ist für gewöhnlich langwieriger, heilt jedoch in der Regel ohne Medikamente wieder ab. Bei Herpes-Viren sollte die Behandlung jedoch medikamentös erfolgen. (Quelle: gesundheit.de)

 

(aba)