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Radio Hamburg

Bargeld, EC-Karte oder Reisescheck?

Tipps zur Urlaubskasse

RHH - Expired Image

Erkunden Sie sich vor dem Urlaub bei ihrer Bank nach Möglichkeiten zum Geld abheben.

Im Ausland an Geld zu kommen geht nicht immer problemlos. Doch nur Bares dabeizuhaben, ist noch gefährlicher.

Hamburg – Die Reiselust der Deutschen treibt die Menschen an immer exotischere und ausgefallenere Orte. Besonders beliebt in diesem Jahr sind die Türkei, die Malediven und Las Vegas. Vor allem bei Reisen in Länder, die nicht zum Euro-Raum gehören, stellt sich die Frage: wie soll die Urlaubskasse aussehen?

Die Deutsche Bank gibt den Hinweis, dass man sich "grundsätzlich nie auf nur ein Zahlungsmittel verlassen sollte." Auf den richtigen Mix komme es an, je nach Ziel, Dauer und Art der Reise. Als Faustregel gilt dabei: Nicht mehr als ein Drittel des Budgets in bar mitnehmen. Für den Ankunftstag ist es gut, bereits eine kleine Summe in Landeswährung bei sich zu haben. Je weniger Bargeld man bei sich tragen würde, desto besser. Denn Bares ist im Fall eines Diebstahls endgültig verloren.

Variante EC-Karte

Andererseits steht der Geldbeschaffung über den Automaten seit einiger Zeit ein kleines Hindernis im Weg. So setzten zu Beginn des Jahres einige Bankinstitute den Verfügungsrahmen, also die Summe, die pro Tag im Ausland abgehoben werden kann, auf null Euro. Damit reagierten die Banken auf zunehmende Missbrauchsfälle von EC-Karten außerhalb des sogenannten SEPA-Raums durch Skimming (illegales Auslesen des Magnetstreifens). Dazu gehören alle 27 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco.

Jeder, der seine Karte außerhalb der erwähnten Regionen einsetzen will, sollte sich bei seiner Bank vor Reiseantritt darüber informieren, wie hoch der Verfügungsrahmen für Auslandsabhebungen ist. Normalerweise liegt die Grenze bei 1.000 Euro pro Tag und 3.500 Euro in der Woche. Die Deutsche Bank beispielsweise bietet diesen Schritt auch telefonisch an, damit die Kunden auch noch während des Urlaubs auf den Rahmen zugreifen können.

Die Hamburger Volksbank setzt derweil ab Oktober auf Karten, mit denen nur im Sepa-Raum Geld abgehoben werden kann. Die Sparda-Bank hat den Verfügungsrahmen auf 100 Euro pro Tag gesetzt, auch hier müssen die Kunden das Limit eigenständig erhöhen. Die Hamburger Sparkasse hat beim Verfügungsrahmen für Auslandsabhebungen nichts geändert. Hier können Sie 1.000 Euro pro Tag und 3.500 Euro in der Woche abholen.

Variante Reiseschecks

Zu Jahresbeginn hat die Postbank wiederum damit begonnen, Bankkarten mit dem Aufdruck „V-Pay“ auszugeben, mit denen im nicht-europäischen Ausland grundsätzlich kein Geld mehr abgehoben werden kann. Als erste Bank überlegt die Commerzbank, komplett auf den Magnetstreifen zu verzichten und damit Geld abheben mit der EC-Karte im Sepa-Ausland vorerst endgültig unmöglich zu machen.

Wichtig für alle: Vor einer Reise unbedingt rechtzeitig bei der Bank des Vertrauens informieren, wo die eigene Karte noch akzeptiert wird. Notfalls eine Kreditkarte anfordern!

Die ehemals klassische Touristenwährung der Travellerchecks ist eher für Reisen in exotische Länder zu empfehlen, wo sie wie normales Bargeld akzeptiert werden. Die Schecks sollten in der Währung des Reiselandes ausgestellt werden. Sie werden beim Erhalt in der Hausbank unterzeichnet und gegen eine zweite Unterschrift vor Ort eingelöst. Reiseschecks sind damit gegen Betrug gesichert; gehen sie verloren, werden sie kurzfristig ersetzt. Der Nachteil: Sie müssen vor der Reise extra erworben werden und decken nur eine begrenzte Geldsumme ab. Nicht verwendete Schecks können nach dem Urlaub zurückgetauscht oder für die nächste Reise aufgehoben werden.

Mit diesen Problemen muss sich ein Viertel der Deutschen aber sowieso nicht herumschlagen. 23,7 Prozent aller reisewilligen Deutschen wollen einer Umfrage zufolge in diesem Sommer innerhalb der Landesgrenzen ihren Urlaub verbringen.

Noch mehr Informationen zum Thema Urlaubskasse gibt es beim Bundesverband deutscher Banken.