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Radio Hamburg

Rechte von Flugreisenden gestärkt

Airline muss bei Verspätung zahlen

Luxemburg, 26.02.2013
RHH - Expired Image

Das Ägern über Verspätungen wird in Zukunft zwar nicht ausbleiben, aber wenigstens müssen die Airlines bei verpassten Anschlussverbindungen nun Entschädigung zahlen.

Passagiere haben auch bei Umsteigeverbindungen Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Flug am Zielort eine Verspätung von drei Stunden oder mehr hat.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat erneut die Rechte von Verbrauchern bei verspäteten Flügen gestärkt. Entschädigungen gelten auch bei Verspätungen durch verpasste Anschlussflüge.

Wann haben Fluggäste Anspruch auf Entschädigung?  

Flugpassagiere mit Umsteigeverbindungen haben grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung, wenn sie am Zielort mit drei Stunden oder mehr Verspätung ankommen. Mit diesem Urteil präzisierte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag (26.02.2013) bestehendes EU-Verbraucherrecht und eigene  Rechtsprechung.

Wie lautet der konkrete Fall?

Das höchste EU-Gericht äußerte sich zu einem Rechtsstreit zwischen einem deutschen Ehepaar und der Fluggesellschaft Air France vor dem Bundesgerichtshof. Die Ehefrau war von Bremen über Paris und São Paulo nach Asunción im südamerikanischen Paraguay geflogen. Weil sich der Abflug in Bremen um fast zweieinhalb Stunden verzögerte, verpasste sie den Anschluss in Paris und auch in Brasilien und kam schließlich mit elf Stunden Verspätung am Zielort an.

Wie hoch ist die Entschädigung?

Flugpassagiere können sich bei Flugstreichungen oder starken Verspätungen auf eine EU-Verordnung berufen. Die Fluggesellschaft muss dem Kunden je nach Flugstrecke von 250 bis zu 600 Euro Entschädigung zahlen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Wann muss die Airline zahlen?

Das EU-Gericht stellte klar, dass bei der Berechnung der Ausgleichszahlung nur die Verspätung am Zielort maßgeblich ist. Die Entschädigung hänge nicht von einer Verspätung beim Abflug ab. Nach EU-Verbraucherrecht halbieren sich Entschädigungen bei Flugverspätungen, wenn ein zeitnaher Ersatzflug möglich ist. Außerdem entfällt der Anspruch auf Ausgleichszahlungen, wenn "außergewöhnliche Umstände" - wie extreme Wetterverhältnisse und in der Regel auch Streik - zu einem Flugausfall führen. Darauf wies auch das Gericht hin.

(dpa/kru)

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