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Radio Hamburg

Kreuzfahrt-Knigge

Mit diesen Regeln geht Ihr nicht über Bord

Hamburg Cruise Center

Hamburg ist ein beliebter Startort für Kreuzfahrten.

Captain's Dinner, Koffer vor der Tür und der berühmte Landgang: Bei einer Kreuzfahrt gibt es so einiges zu beachten. Dieser Kreuzfahrt-Knigge hilft.

Damit Kreuzfahrt-Neulinge neben den alten Hasen nicht wie unbeholfene Landratten wirken und von einem ins nächste Fettnäpfchen tappen, hat kreuzfahrten.de die wichtigsten Regeln an Bord zusammengestellt.

Keine Angst, so viele sind es nicht – und sie sind schnell gelernt. Wer diese paar Regeln beherzigt, bewegt sich sicher über die Planken. Captain's Dinner, Dresscode oder Trinkgeld-Entscheidung – alles kein Problem mehr.

Und das Gute ist: Eine Kreuzfahrt ist heutzutage viel entspannter als früher. Viele Reedereien motten alte Benimmregeln ein und schaffen an Bord eine locker-entspannte Atmosphäre.

Einige Spielregeln sind dennoch wichtig:

Kreuzfahrt-Knigge

  • Schummeln ist gefährlich

    Kein Kreuzfahrer sollte versuchen, sich vor der  Seenot-Rettungsübung zu Beginn der Reise zu drücken. Die Übung ist international vorgeschrieben und für jeden an Bord Pflicht. Gäste, die sich drücken und erwischt werden outen sich als Anfänger an Bord. Einfach den Anweisungen der Crew folgen, ernst nehmen und mit Humor (er)tragen.

  • Zündeln ist streng verboten

    Sicherheit wird an Bord großgeschrieben. Mit Feuer auf einem Schiff ist nicht zu spaßen, deshalb sind die Regeln streng. Rauchen in den Kabinen, Kerzen oder Räucherstäbchen sind bei allen Reedereien verboten. Auch Bügeleisen, Lockenwickler und Tauschsieder können ein Feuer verursachen und dürfen nicht an Bord. Wer diese Geräte schmuggelt, riskiert die Beschlagnahme. Einen Föhn gibt es in der Kabine, und der Bügelservice macht zerknitterte Kleidung schnell wieder fit.

  • Knausern lohnt sich nicht 

    Wie viel, wem und wann? Auf Kreuzfahrtschiffen ist es üblich, Trinkgeld zu geben. Es wird automatisch vom Bordkonto abgebucht, oder die Reederei gibt klare Empfehlungen in den Reiseunterlagen. Wer versucht zu tricksen, knausert bei der Honorierung der Crew an der falschen Stelle. Gäste, die sich über den Service geärgert haben sprechen das Thema an und geben der Crew die Chance zur Besserung.

  • T-Shirt ist kein Anzug

    Selbst bei den Club-Schiffen ist es verpönt, in Badehose oder Bikini im Restaurant aufzutauchen. Tagsüber liegen die Gäste auf allen Schiffen mit Freizeitkleidung richtig. Abends empfiehlt sich der Blick in das Programmheft: Casual steht für Freizeitkleidung mit langen Hosen, semi-formal bedeutet leger mit Jackett und formal meint Anzug oder Smoking für den Herrn und Cocktail- oder Abendkleid für die Damen. Im Zweifel hilft der Concierge gern mit Tipps.

  • Essen mit dem Chef

    Das Captain's Dinner ist ein festlicher Abend, zu dem der Kapitän als Gastgeber bittet. Neulinge folgen am besten den Empfehlungen der Crew zum Dresscode und freuen sich auf einen außergewöhnlichen Abend. Der Kapitän bittet in der Regel Stammgäste an seinen Tisch, oder Prominente. Falls Gäste an dem Abend Geburtstag haben, kann sie auch eine Einladung an den Tisch des Chefs ereilen. Aber keine Sorge, der Kapitän testet Gäste nicht auf maritimes Wissen.

  • Pünktlichkeit ist Pflicht

    Landausflüge der Reedereien sind in der Regel gut organisiert – aber teuer. Landgänge auf eigene Faust sind meist preiswerter. Der Vorteil von Ausflügen über die Reederei: Teilnehmer müssen sich keine Sorgen machen, rechtzeitig zurück an Bord zu kommen. Das Schiff wartet bei Verspätungen der Gruppe. Gäste, die auf eigene Faust das Ziel erkunden haben diese Garantie nicht. Kommen sie zu spät, müssen sie auf eigene Kosten versuchen, das Schiff im nächsten Hafen zu erreichen. Auch wichtig: Die Abfahrtszeit des Schiffes nennt den Zeitpunkt des Ablegens. Vorher müssen noch Gangways eingeholt werden. Mindestens eine halbe Stunde vor der Zeit sollten Gäste wieder an Bord sein.

  • Ohne die Bordkarte geht gar nichts

    Nach dem Einchecken auf einem Schiff erhalten alle Gäste eine Bordkarte. Ohne sie geht auf einem Schiff nichts. Die Bordkarte ist Ausweis, Kabinenschlüssel und Zahlungsmittel. Gäste, die einen Überblick über Ihre laufenden Ausgaben wünschen können diesen per Karte abrufen. Zudem dient die Bordkarte bei Landgängen als Pass beim Verlassen des Schiffes und bei der Rückkehr. Damit kontrolliert die Reederei, ob alle Passagiere nach einem Ausflug wieder an Bord sind und verhindert, dass Fremde aufs Schiff kommen können. Kinder erhalten auch eine Bordkarte, meist aber ohne damit bezahlen zu können.

  • Ich packe meinen Koffer...

    Auf Kreuzfahrtschiffen werden die Koffer am Abend vor der Abreise vor die Kabinentür gestellt, und die Crew sammelt sie ein. Deshalb müssen Gäste ihre Kleidung für den nächsten Tag planen, wenn sie nicht im Schlafanzug von Bord gehen wollen. Praktisch ist eine kleine Reisetasche für Kleidung und Utensilien der letzten Nacht. Profis packen auch bei der Anreise ein kleines Extragepäck mit Badezeug, Sonnencreme und Lesestoff.

  • Das ABC der Meere

    Steuerbord, Tender und Gangway: Mit zwei Dutzend Vokabeln wird jede Landratte zum Seebären. Zum Grundwortschatz gehören Steuerbord (in Fahrtrichtung rechts) und Backbord (in Fahrtrichtung links). Der Bug ist vorne, das Heck hinten und der mittlere Teil nennt sich mittschiffs. Von Bedeutung sind auch die Tenderboote, die bordeigenen Beiboote, die zwischen Land und dem Schiff pendeln. Wie beim Fliegen  gibt es auch eine Gangway, um bequem aufs und vom Schiff zu gelangen.

  • Der Profi surft an Land

    Internet, Telefon und SMS gehören für viele heute zum Alltag, doch an Bord ist Vorsicht geboten. Die Verbindung nach Hause ist oft langsam und teuer. Profis warten auf den nächsten Landgang und surfen dort im Restaurant oder Café mit kostenlosem WLAN.