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Radio Hamburg

Zahl der Einbrüche steigt

Hamburg auf Platz Sieben der Kriminalstatistik

Berlin, 14.05.2012

Im vergangenen Jahr gab es deutschlandweit so viele Einbruchdiebstähle, wie in den letzten zehn Jahren nicht. Auch in Hamburg nimmt die Kriminalität zu.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 2011 steigt zum ersten Mal seit sechs Jahren die Kriminalität auf fast sechs Millionen Fälle in Deutschland an. Insbesondere die Zahl der Einbrüche ist um 9,3 Prozent auf 132.595 gestiegen und nur 16,2 Prozent davon werden aufgeklärt. Am Mittwoch (16. Mai) wird der Bundesinnenminister Hans-Peter-Friedrich die Statistik vorstellen.

18 Mal am Tag wird eingebrochen

Hamburg befindet sich mit 12.812 Straftaten je 100.000 Einwohner auf Platz Sieben der unsichersten Städte. Insgesamt wurde 6.482 Mal eingebrochen, also im Durchschnitt 18 Mal am Tag. Meist sind offene Fenster oder Balkontüren der Grund für den Einbruch, da diese quasi eine Einladung für die Einbrecher darstellen.

Immer mehr Smartphones werden gestohlen

Hinzu kommt, dass immer öfter elektronische Geräte wie Laptops und Smartphones Ziel der Einbrecher sind. Das führt dazu, dass auch die Schadenssummen steigen.  „Insgesamt zahlten die deutschen Hausratversicherer rund 430 Millionen Euro, ein Plus gegenüber 2010 von 23 Prozent und so viel wie zuletzt vor 13 Jahren“, sagte Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft der "Welt am Sonntag".

Polizei nimmt Politik in die Pflicht

Die Polizei fordert nun die Politik zum Handeln auf.  Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, fordert laut "Welt am Sonntag", die Innenministerkonferenz auf, eine "konzertierte Aktion" gegen Wohnungseinbrüche zu beschließen. Um somit zu verhindern, dass Deutschland zu einem Paradies für Einbrecher werde.

Wie schützt man sich richtig?

Damit Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung richtig vor Einbrechern schützen, haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt.

Anti-Einbruch-Tipps

So schützt Ihr Euer Zuhause

  • Türen: Auch wenn Ihr Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlasst: Zieht die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließt sie auch immer zweifach ab. Ansonsten kann auch ein Ungeübter schon mit einer normalen EC- oder Kredit-Karte Zutritt zu Eurem Zuhause bekommen.

  • Versteckt Euren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck.

  • Wenn Euch der Schlüssel abhanden gekommen ist, wechselt umgehend den Schließzylinder aus. Am besten dann ein Schlüssel- und Schlosssystem kaufen, das registrierte Schlüssel hat. So ist ein eventueller Diebstahl der Schlüssel nachzuverfolgen, wenn sie wieder auftauchen.

  • Lasst bitte bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken. Schnell kann die Tür eingeschlagen und der Schlüssel abgezogen werden.

  • Nachrüsten lohnt sich oder wenn Ihr gerade eine neue Haustür kaufen wollt, dann denkt unbedingt an einen Türspion und eine Türkette. Für einen guten Spion zahlt Ihr ca. 20 Euro, einen massive Kette kostet ca. 30 Euro. Somit wisst Ihr immer, was Euch vor Eurer Haustür erwartet.

  • Fenster: Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Ein Einbrecher öffnet ein handelsübliches Fenster in ca. 10 Sekunden. Ein Zusatzschloss mit Verriegelungspunkten lohnt sich auf alle Fälle. Es ist beim Ankippen immer noch mit dem Rahmen verbunden und standhaft gegen Druck- und Aufhebelungsversuche. Kosten: ca.30-50 Euro.

  • Rollläden sollten zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, damit sie nicht sofort Eure Abwesenheit signalisieren. Empfehlenswert sind in jedem Falle geprüfte einbruchhemmende Rollläden der Widerstandsklasse 2. Ansonsten könnt Ihr auch Zusatzsicherungen wie bei einem Fenster nachträglich einbauen, um das Hochschieben zu vereiteln.

  • Wertsachen : Sollte es der Einbrecher dann doch in Euer Zuhause geschafft haben, sichert vorsorglich Eure wertvollen Sachen. Lasst sie nicht offen herumliegen, sondern bewahrt diese in einem Tresor auf. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ist ein guter Anlaufpunkt, um zu erfahren, was man braucht und was einfach Geldschneiderei wäre. In Hamburg findet Ihr diese in der Caffamacherreihe 4.
     

  • Wertsachen : Wichtige Dokumente, die Ihr nur selten in Gebrauch habt (Kaufverträge, Testament) sollten nicht zu Hause aufbewahrt werden. Die gehören z.B in ein Bankschließfach (ca. 80 Euro Jahresmiete, variiert von Bank zu Bank) oder können auch beim Notar oder Anwalt verwahrt werden.

  • Auto, Motorrad, Fahrrad : Für alle gilt, dass Ihr unbedingt immer den Schlüssel abziehen müsst, bei den beiden Erstgenannten auch immer das Lenkradschloss einrasten lassen. Nie Wertsachen im Auto liegen lassen. Euer Fahrrad kennzeichnet Ihr am besten am Rahmen und ladet Euch gleich hier den Fahrradpass runter. Da schreibt Ihr die Rahmennummer und die individuellen Merkmale Eures Fahrrads rein. Im Schadensfall ermöglicht der Fahrradpass so eine rasche und zielgerichtete Fahndung durch die Polizei.

(dpa/pov)