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Radio Hamburg

Hamburger Hausordnung

Waschmaschine, Musik, Party - So viel Lärm darf sein

Hamburg, 30.07.2016
Lärm, Schlaf, Bett

Jeder Mieter hat das Recht auf Nachtruhe.

In einem Mehrfamilienhaus funktioniert das Zusammenleben nur mit Rücksicht und Verständnis. Doch was tun, wenn der Nachbar zu laut ist?

Der Nachbar schmeißt mal wieder eine Party, die sich aufgrund des guten Wetters auf den Balkon verlagert und ein Ende der Musik ist auch nicht in Sicht. Was nun? Welche Rechte hat man als Mieter und welche Reaktion ist wann angebracht?

Wir haben für Euch die wichtigsten Fälle und die Antworten dazu zusammengestellt. Manches mag sogar überraschen und das Thema Grillen darf natürlich auch nicht fehlen. Weitere Informationen, Unterlagen und Urteile findet Ihr auch auf der Seite des Mietervereins zu Hamburg.

Lärm in der Wohnung - Was tun?

Lärm - das ist zu beachten:

  • Lärmende Arbeiten nur bis 20 Uhr

    Das Hamburgische Lärmschutzgesetz besagt, dass Arbeiten mit Geräten und Werkzeugen, die Lärm verursachen, zwischen 20 und 7 Uhr verboten sind. In Ausnahmefällen - zum Beispiel nach einem Umzug - sind die Nachbarn zu informieren.

  • Laute Musik

    Zwischen 21 und 7 Uhr darf man Musik nur in Zimmerlautstärke hören. Steht eine Party an und könnte die Musik lauter werden, sollte man auf jeden Fall rechtzeitig die Nachbarn informieren. Wird in der Wohnung ein Musikinstrument gespielt, sollte auch hier die Nachbarschaft informiert werden. Eine gegenseitige Rücksichtnahme und rechtzeitige Information kann Ärger und Probleme verhindern.

  • Staubsauger, Waschmaschine und Co.

    Haushaltsgeräte können ordentlich Krach machen, daher sollte man die Benutzung zwischen 20 und 7 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr unterlassen.

  • Die Hamburger Mittagsruhe

    Auch wenn Arbeitszeiten flexibler werden und das Leben der Großstädter unterschiedlicher nicht sein könnte - der Standard Hamburger Mietvertrag sieht noch immer die Mittagsruhe vor. Dort heißt es: "Unbedingte Ruhe ist im Interesse aller Mieter und Nachbarn von 13 bis 15 Uhr und von 21 bis 7 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr einzuhalten."

  • Baulärm

    Ihr habt mal unter der Woche frei, doch dann lärmen in der Früh schon die Bauarbeiter? Das dürfen sie - und zwar von 7 bis 21 Uhr. An die Mittagsruhe sind die Arbeiter ebenfalls nicht gebunden.

  • Gaststätten-Lärm

    Grundsätzlich gilt: Hamburger Gaststätten und Restaurants müssen unbedingt darauf achten, dass Bewohner ihre Nachtruhe haben und so sind die Außenbereiche um 22 Uhr zu schließen. Ausnahmen müssen gesondert beantragt und genehmigt werden. So dürfen Gäste in der Susannenstraße in der Schanze am Wochenende bis 23 Uhr draußen sitzen.

  • Ständig Lärm und Ärger

    Wenn der Nachbar immer laut ist, heißt die erste Devise ansprechen und miteinander reden. Das kann schon Abhilfe schaffen. Zorn, Wut und Anonymität machen das Problem noch schlimmer. Verbessert sich die Lärmsituation nicht, sollte man den Dauerlärm mit Datum, Uhrzeit und möglichen Zeugen dokumentieren und die Situation dem Vermieter melden. Der kann bei wiederholter Lärmstörung abmahnen und im Verlauf auch die Kündigung aussprechen.                                                

    Bei einmaligen Lärmverstößen und Uneinsichtigkeit des Nachbarn kann man die Polizei informieren und direkt bei der nächsten Wache anrufen. Die Präsenz der Beamten zeigt schon meistens Wirkung. Lärmverstöße sind aber keine Kavaliersdelikte sondern Ordnungswidrigkeiten, die mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden können.

  • Kein Lärm, aber Geruch

    Darf ich auf dem Balkon oder der Terrasse grillen? Grundsätzlich erst mal ja - außer im Mietvertrag ist das Grillen ausdrücklich verboten. Und auch bei Erlaubnis sollten einige Regeln beachtet werden! So sollte man einen geplanten Grillabend bei den Nachbarn ankündigen und auch nur zwischen 17 und 22 Uhr grillen. Des Weiteren muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Nachbarn nicht vom Rauch belästigt werden. Denn bei wesentlichen Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder dichten Qualm liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Gegenseitige Rücksichtnahme ist bei diesem Thema also das A und O und auch das Verständnis der Nachbarn sollte nicht überstrapaziert werden.

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