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Radio Hamburg

Möbel aus Kuhmist

Mehr Nachhaltigkeit geht nicht

Hamburg, 25.10.2017
Möbel aus Kuhmist

Ein Blumentopf nur aus Kuhmist hergestellt - da bekommt Ökologie gleich eine ganz neue Bedeutung.

Nachhaltigkeit wird immer mehr zur Trendbewegung und auch beim Möbelkauf kann man der Umwelt jetzt etwas Gutes tun. Diese Möbelstücke sind zwar aus Mist gemacht, sehen aber nicht danach aus. 

Die britische Designstudentin Sanelisiwe Mafa der Birmingham City University hat einen Hocker und einen Blumentopf aus Kuhmist hergestellt. Ihre sogenannte "Erth Collection" ist natürlich, aus ressourcenschonenden Materialien und komplett recyclebar. Auch an einem Design-Contest nahm die junge Studenten mit ihren selbstentwickelten Möbelstücken teil. 

Einsatz zeigen

Bei der Herstellung brauchte Mafa jedoch starke Nerven. Bevor der Kuhmist weiterverarbeitet werden konnte, musste er zuerst sterilisiert werden. Anschließend hat sie ihn in ihrer Wohnung getrocknet. Spaßig klingt das nicht gerade ... 

100% Natur

Auch nach der Weiterverarbeitung kann man den Kuhmist noch identifizieren, weshalb es vielleicht ein bisschen Überwindung kostet, sich das erste Mal auf dem Hocker niederzulassen. Riechen kann man den Kuhmist nicht mehr, was wohl für die potentiellen Käufer eines der wichtigsten Argumente sein wird. Sollten die Möbelstücke eines Tages nicht mehr gefallen, können sie ganz einfach in Dünger verwandelt werden und kehren so auf den Bauernhof zurück. 

Noch mehr Mist

Mit ihrer Idee ist die junge Studentin nicht allein. Im Jahre 2015 gründete der italienische Bauer Gianantonio Locatelli das "Shit Museum" oder auf italienisch "Museo della Merda", wo er Geschirr, Vasen und Blumentöpfe aus Kuhmist herstellt. Da er auf einem Bauernhof gearbeitet hat, stellte Locatelli sich fast täglich die Frage "Wohin mit dem ganzen Mist?". Seine 3.500 Kühe haben jeden Tag bis zu 150.000 Kilo Mist produziert und so kam Locatelli auf die Idee, die Kuhfladen weiterzuverarbeiten und seine Merdacotta-Produkte herzustellen. Bei IKEA würde das wahrscheinlich KAKÖ heißen. ;)

(jpi)

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