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Radio Hamburg

Welches ist am besten?

Günstigstes Sonnenschutzmittel gewinnt den Test

Hamburg, 23.06.2016
Sonnenbrand, Sonnencreme, UV-Licht, Sonnenschutz

Wer seine Haut schützen will, der kann auf die Cien Sun von Lidl vertrauen. 

Stiftung Warentest hat rechtzeitig zu den heißen Temperaturen einen Sonnenschutzmittel-Test durchgeführt. Das günstigste geht dabei als Testsieger hervor. 

Die Sonne prallt auf unsere Haut und bringt sie schon beinahe zum Glühen. Da ist Schutz angesagt, denn wer nicht vorsorgt, der riskiert nicht nur Sonnenbrand, sondern auch langfristige Schäden, wie Falten oder sogar Hautkrebs. Und da man mit der Gesundheit nicht spielen sollte, hat Stiftung Warentest sich an Sonnenschutzmittel mit mittlerem Schutzfaktor gemacht. Mit erfreulichem Ergebnis, denn von 17 getesteten Lotion, Gelen und Sprays sind 16 Produkte "gut". Sechs davon sind sogar mit einem "sehr gut" ausgezeichnet worden. 

Es kommt auf die Haut an

Sucht man sich ein Sonnenschutzmittel aus, sollte man auf einige Faktoren achten. Reist man in die Berge oder ans Meer? Ist die Haut eher dunkel und vorgebräunt oder hell? Besonders helle Haut sollte einen höheren Schutzfaktor haben, wie SPF 30 oder 50. Diese wurden auch im vergangenen Jahr getestet und die Testsieger nach wie vor erhältlich. Auf die Produkte "Eco" und "Tiroler Nussöl" sollte jedoch verzichtet werden. Diese beiden Produkte sind nicht nur teuer, sondern wurden auch mit der Note "mangelhaft" bewertet. Ist man bereits etwas vorgebräunt oder verbringt den Urlaub in den schattigen Bergen, dann reicht eine Lotion mit SPF 15 oder 20 aus. Übrigens schaden die UVA- und UVB-Strahlen nicht nur der Haut, sondern auch den Haaren. Die freuen sich ebenfalls über eine kleine feuchtigkeitsspendende und vitaminreichen Sonnenschutzmittel-Kur. 

Welche Produkte sind empfehlenswert?

Und was hat der Test ergeben? Das günstigste Produkt ist auch gleichzeitig das beste: Wer sich vor der Sonne schützen will, nimmt die Cien Sun vom Discounter Lidl für günstige 92 Cent . Weitere, "sehr gute" Produkte sind die Sonnenmilch und das Sonnenspray von Nivea Sun für 3,60 Euro und 5,50 Euro und Rossmanns Sun Ozon für 1,75 Euro. Teuer aber dafür weniger Schutz bietet die Lotion von Lancaster für 36 Euro und das Ergebnis "befriedigend". Weitere empfehlenswerte Produkte sind Today Sun Sonnenmlich von Rewe und Penny für 1,99 Euro - Nivea Sun Protect & Refresh für 11 Euro - und das Elkos Sun Sonnenspray von Edeka . Durchgefallen ist hingegen das Sonnen-Fluid von Annemarie Börlind , weil es nicht den versprochenen Schutzfaktor einhält. 

Was bedeutet SPF 15, 20, 30 und 50?

Die Zahlen beziehen sich weniger auf die Schutzkraft, sondern eher auf die Schutzzeit. Die Haut besitzt eine Eigenschutzzeit vor Sonneneinstrahlung. Rötet die Haut nun nach 5 Minuten in der Sonne und benutzt man ein Sonnenschutzmittel mit Faktor 30 bedeutet das, dass die Schutzzeit um das 30-fache erhöht wird, nämlich auf 150 Minuten. Das funktioniert jedoch nur einmal täglich. Geht man jedoch schwimmen oder schwitzt man sehr, so sollte unbedingt nachgecremt werden, um die Haut weiterhin zu schützen. Denkt also daran, die Creme regelmäßig aufzutragen und auch mal in den Schatten zu gehen. 

Der richtige Umgang mit Sonnencreme

Tipps für die erwachsene Haut

  • Hauttyp beachten

    Sonnenanbeter müssen bei der Auswahl der Sonnencreme auf ihren Hauttyp achten, da jede Art von Haut einen anderen Schutz benötigt. Hautärzte unterscheiden sechs Hauttypen, die man bei einem Arztbesuch ganz einfach bestimmen lassen kann:

    • Typ 1 (keltischer Typ) und 2 (nordischer Typ) haben helle bis sehr helle Haut und holen sich ungeschützt innerhalb von Minuten einen Sonnenbrand. Zu erkennen sind sie am blonden/ braun-blonden Haar, hellen Augen und Sommersprossen. Sie sollten nicht länger als 10 bis 20 Minuten ohne Schutz in der Sonne bleiben.
    • Typ 3 (Mischtyp) hat eine mittlere Hautfarbe, dunkelbraunes oder dunkelblondes Haar und braune/ grüne oder graue Augen. Sommersprossen hat dieser Hauttyp nicht. Mehr als 30 Minuten sollte aber auch dieser Typ nicht in der Sonne verbringen
    • Typ 4 (Mediterraner Typ) hat eine bräunliche oder olivfarbene Haut, braune Augen, braunes oder schwarzes Haar und keine Sommersprossen. Der Typ kann etwa 45 Minuten ohne Sonnenschutz draußen bleiben.
    • Typ 5 (Dunkler Typ) hat eine dunkle bis hellbraune Haut, schwarze Augen und schwarzes Haar und keine Sommersprossen. Seine Eigenschutzzeit liegt bei etwa 90 Minuten. 
    • Typ 6 (Schwarzer Typ) hat eine dunkelbraune bis schwarze Haut, schwarze Augen und schwarzes Haar und ebenfalls keine Sommersprossen. Die Schutzzeit ohne Sonnencreme liegt ebenfalls bei etwa 90 Minuten.
  • Das müsst Ihr beim Auftragen beachten

    • Unbedingt die Creme, Milch, Lotion oder das Spray großflächig und vor allem großzügig auftragen.
    • Den Schutz während des Sonnenbades regelmäßig erneuern. Gerade nach dem Baden oder nach starkem Schwitzen wird diese Regel gerne vergessen. Es gilt: Je öfter, desto besser!
    • Bei einer Größe von 1,80 Metern sollte man grob 40 Milliliter für den gesamten Körper verwenden. Das entspricht in etwa drei Esslöffeln Sonnenmilch. Bei Sonnensprays lässt sich die Menge selbstverständlich deutlich schlechter einschätzen, deshalb empfehlen Experten, sich doppelt am ganzen Körper einzusprühen um auf Nummer sicher zu gehen. 
    • Trotz der Aufschrift "Wasserfest" sollte der Sonnenschutz nach dem Gang ins Wasser erneuert werden
  • Was bedeutet eigentlich dieser Lichtschutzfaktor?

    Ganz allgemein gesprochen, gibt der Lichtschutzfaktor (LSF) an, um wie  viel Mal sich die Eigenschutzzeit der Haut durch die Creme verlängert. Diese Zeit variiert je nach Hauttyp, weshalb die Auswahl der richtigen Sonnencreme umso wichtiger ist. Rötet sich ein bestimmter Typ von Haut zum Beispiel bereits nach 5 Minuten, kann das Sonnenbad mit einem Sonnenschutz mit LSF 30 um das 30-Fache, also 150 Minuten ausgedehnt werden. Mit LSF dann natürlich um den Faktor 50, auf 250 Minuten.

    Verwendet man die falsche Creme für den eigenen Hauttyp oder trägt man zu wenig Schutz auf, kann die errechnete Zeitspanne leider schnell in den Keller sinken, sodass man sich nicht unbedingt auf die Angaben verlassen sollte.

  • Schatten tut gut

    Trotz hohem Lichtschutzfaktor und passender Creme tut es der Haut während des Sonnenbades gut, zwischendurch kurz in den Schatten zu wandern, um der Haut einen kurze Verschnaufpause zu gönnen. Als Richtwerte sollte man nach etwa zwei Dritteln der Zeit, die der LSF schützt für einige Zeit in den Schatten wechseln.

  • Wo man besonders Acht geben muss

    Es gibt einige Gruppen von Menschen, die beim Bad in der Sonne noch etwas besser aufpassen müssen als andere:

    • Wassersportler, Taucher und Schimmer bekommen durch Reflexion und viel Zeit in der direkten Sonne besonders viel der schädlichen Strahlen ab. Ein besonders hoher Lichtschutzfaktor ist deshalb Pflicht.
    • Wen es an den Äquator zieht, der sollte noch ein paar Stufen höheren LSF einpacken. Je näher man dem Äquator kommt, desto höher wird die Sonneneinstrahlung und damit auch die UV-Belastung.
    • Kranke, Immungeschwächte und Menschen, die ein Organ transplantiert bekommen haben und deshalb immundämpfende Mittel nehmen, brauchen allesamt einen sehr hohen LSF.
    • Auch Personen, die bereits Hautkrebs hatten/ haben oder unter einen Vorstufe leiden/ litten müssen besonders aufpassen
  • UVB- und UVA-Schutz?

    Die UVB-Strahlen der Sonne sorgen für den Sonnenbrand auf der Haut. Gefährlicher sind die UVA-Strahlen, die die Haut altern lassen und Hautkrebs auslösen können. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Sonnencreme vor beiden Strahlungstypen ausreichend schützt. Die Lichtschutzfaktor bezieht sich im Übrigen immer auf die UVB-Strahlen. Der zusätzliche UVA-Faktor, der angegeben sein sollte, muss für einen ausreichenden Schutz mindestens ein Drittel so hoch sein, wie der Sonnenschutzfaktor.

  • Kein unendliches Sonnenbaden!

    Ganz wichtig! Durch das Nachcremen nach dem Ende der verlängerten Eigenschutzzeit durch den Lichtschutzfaktor lässt sich das Sonnenbad nicht bis ins Unendliche ausdehnen. Das Eincremen mit einem bestimmten Lichtschutzfaktor kann die Schutzzeit insgesamt nur einmal verlängern! Trotzdem sollte man nach dem Schwimmen und Schwitzen nachcremen, um den Schutz aufrechtzuerhalten. 

  • Braungebrannt - keine Sonnencreme mehr?

    Wer glaubt, man könne auf den Sonnenschutz verzichten, wenn er bereits eine gewisse Bräune aufgebaut hat, der irrt gewaltig. Die Bräune der Haut ist eine Schutzreaktion auf die Sonnenstrahlen und verlängert den Eigenschutz tatsächlich um den Faktor 6. Doch auch gebräunte Haut kann schlimme Schäden in Form von Hautkrebs davontragen, ohne durch einen Sonnenbrand sichtbar zu werden. Sonnenschutz ist also auch bei gebräunter Haut Pflicht!

  • Haltbarkeit beachten

    Wie genau die einzelnen Sonnenschutzprodukte am Ende haltbar sind, entscheidet sich von Typ zu Typ stark. Im Prinzip können die Produkte meist auch noch im Jahr nach dem Kauf verwendet werden und wenn die Mittel der Prüfung mit Augen und Nase standhalten. Der LSF ist dann noch vorhanden. Wegwerfen sollte man die Cremes aber, wenn sich die einzelnen Bestandteile bereits voneinander absetzen, ausflocken oder ungewöhnlich riechen.

  • Vor dem Sonnen eincremen

    Die optimale Wirkung kann Sonnencreme entfalten, wenn sie etwa 30 Minuten vor dem Bad in der Sonne aufgetragen wird. Die meisten Schutzsubstanzen brauchen nämlich einige Zeit, bis sie ihre volle Wirkung entfalten können.

Erwachsene mit heller Haut, Kinder und Jugendliche sollten sich beim Sonnen zurückhalten und auf stärkere Schutzfaktoren beim Sonnenschutzmittel achten. Insbesondere Eltern sollten den Sonnenschutz ihres Nachwuchses ernst nehmen, da die junge Haut schneller verbrennt und die langfristigen Schäden größer sind. 

Der richtige Umgang mit Sonnencreme

Tipps für Kinderhaut

  • Bekannte Regeln beachten!

    Ganz wichtig! Alle Regeln, die für die erwachsene Haut im Umgang mit Sonnencreme zu beachten sind, gelten natürlich auch für die Kinderhaut und die Haut von Jugendlichen bis etwa 15 Jahren. Erst dann sind die UV-Schutzmechanismen der Haut voll ausgebildet. Vorher kann sich die Haut noch nicht richtig schützen, indem sie Bräune aufbaut.

  • Zusätzlicher Schutz

    Allein der Schutz durch einen hohen Lichtschutzfaktor ist bei Kindern nicht genug. Die Haut der Kids sollte deshalb zusätzlich mit einem Hut, Sonnenbrille und dichter, aber leichter Kleidung geschützt werden. In der prallen Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr haben Kinder in der Sonne nichts zu suchen.

  • Keine Sonne für Säuglinge

    Die Haut von Neugeborenen und Babys bis zum Alter von etwa einem Jahr ist besonders empfindlich. Sie haben in der Sonne nichts verloren und müssen streng von den schädlichen Strahlen abgeschirmt werden.

  • Welcher Lichtschutzfaktor für die Kids?

    Die Sonnenmilch für Kinder sollte mindestens einen LSF von 30 haben. Für besonders helle Hauttypen kann auch ein extrem starkes Sonnenschutzmittel mit LSF von 50+ verwendet werden.

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