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Radio Hamburg

Bernd Hoffmann zu Gast

Fragen und Antworten

Bernd Hoffmann, John Ment, Christoph Reise

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann (Mitte) beantwortet im Radio Hamburg Studio Ihre Fragen. (Links John Men, rechts HSV-Insider Christoph Reise)

HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann hat Ihre Fragen rund um das Thema HSV beantwortet.

Über den HSV wurde in den letzten Tagen und Wochen viel diskutiert. Erst die enttäuschende Rückrunde in der Bundesliga, wo die Mannschaft auf Platz sechs abgerutscht ist, dann der Flaschenwurf von Paolo Guerrero auf einen Fan. Da besteht bei vielen Fans Redebedarf. Deshalb haben wir HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann zu uns ins Studio eingeladen, damit er Ihre und die Fragen unseres HSV-Insiders Christoph Reise beantwortet.

Herr Hoffmann, bitte vervollständigen Sie folgende Sätze:

Morgens denke ich als erstes an? „Meine Kinder die mich wecken, meine Frau die mir hilft und irgendwann auch an den HSV.“

Meine beste Idee beim HSV war bisher? „Den HSV wieder nach Hamburg zu bringen. HSV findet mehr in Hamburg statt, selbst John Ment schlägt hier morgens im HSV-Dress auf. Und es war auch eine gute Idee, dass wir Paolo Guerrero so behandelt haben, wie wir ihn behandelt haben.“

Meine schlechteste Idee für den HSV war bisher? „Ich hab es einfach noch nicht geschafft, dass wir einen Trainer hier hatten, der länger als ein bis zwei Jahre hier war. Das sollte sich mal ändern.“
Die Schlagzeile ‚Bernd Hoffmann verlässt den HSV‘ lese ich, wenn? „Frühestens dann, wenn ich in Pension gehe. Und das wird noch ein bisschen dauern.“

Auf den Satz von Bayerns-Präsident Uli Hoeneß ‚Der FC Bayern ist nun mal die beste deutsche Mannschaft. Und wenn es darauf ankommt, sind wir immer besser. Das tut mir leid für die anderen‘, antworte ich? „Im Moment hat er damit noch Recht. Ich hoffe aber, dass wir es gemeinsam noch erleben, dass sich das noch einmal dreht.“

Joachim Löw und sein Trainer-Team beraten seit heute über Kevin Kuranyi. In diesem Fall rate ich Jogi Löw… „Gar nichts, weil ich mir schlaue Ratschläge von außen auch nur anhöre und die auch nicht richtigzur Kenntnis nehme.“

Deutscher Meister wird? „Wir können es rechnerisch, glaube ich, auch nicht mehr werden. Ich denke, dass es am Ende der FC Bayern werden wird.“

Es lohnt sich auch weiterhin HSV-Fan zu sein, weil? „Wir hoffentlich dieses Jahr in der Europa League richtig was reißen, im nächsten Jahr zwar wieder eine Berg- und Talfahrt haben werden, aber am Ende schön weit oben stehen.“

Horst wird bald kein St. Pauli-Fan mehr sein, weil? „Irgendwann setzt sich die Erkenntnis durch, dass zwar Minderheitenmeinung ganz hübsch ist, aber man in Wahrheit doch dem HSV nah stehen sollte.“

Platz 6 ist mit ihrem Kader nicht das, was sie als ehrgeiziger Mensch anstreben. Sie sind ja auch einer, der gerne mal einen lockeren Spruch raushaut. Einen der schönsten, den ich von Ihnen kenne, haben Sie im Herbst 2003 gebracht, als Sie Kurt Jara entlassen haben. Damals haben Sie gesagt, „Ich kann besser Zwillinge zeugen, als Trainer entlassen“. Was kommt von beiden kommt denn eher auf Sie zu? „Ich hoffe, dass wir bei der Trainer-Geschichte wirklich eine ganz lange Zeit mit dem Trainer zusammen arbeiten, den wir aktuell haben. Bei dem Thema Zwillinge bin ich auch durch. Von daher sind das beide keine Dinge, die ganz vorne auf meiner Agenda stehen.“

Frage eines Hörers: Ist der Erfolg von Bruno Labbadia in Lüttich der Garant dafür, dass er weiterhin Trainer bleibt? In der Bundesliga ist er ja nicht mehr erfolgreich. “Im Gesamtpaket, was die Ergebnisse angeht, können wir im Moment noch zufrieden sein. Richtig abgerechnet wird natürlich erst am Ende der Saison. Das, was wir gesagt haben als Bruno Labbadia vorgestellt wurde, dass wir lange mit ihm zusammen arbeiten wollen, gilt auch heute noch. Da gibt’s nichts dran zu ändern.“

Aber es gibt immer wieder Unruhen, es gibt immer wieder Gerüchte. So wurde zum Beispiel auch schon Joachim Löw gehandelt. Das kommt ja nicht von ungefähr. „Das kommt nicht ungefähr. Dazu tragen Sie ja auch immer gerne bei. Da ist ja auch nichts gegen zu sagen, wenn Sie das journalistisch aufnehmen. Bei uns intern ist das kein Thema.“

Ich frag noch mal nach. Ich kenne auch eine Menge Fans und man hat schon auf dieser Seite das Gefühl, dass manche Spieler nicht mehr so richtig hinter Bruno Labbadia stehen. In Leverkusen hat er es ja auch geschafft, innerhalb eines Jahres eigentlich die gesamte Mannschaft gegen sich aufzubringen. Viele Fans haben das Gefühl, die Spieler sind mit seinem Führungs-Stil nicht einverstanden, er kann nicht so richtig Vertrauen aufbauen und die Spieler kämpfen und zerreißen sich nicht so für ihn, wie sie es vielleicht für einen Huub Stevens gemacht haben. „Ich glaube, dass sich die Spieler sehr stark für sich selber zerreißen, für ihre Ziele und für den HSV. Im Gesamtpaket gehört dazu natürlich auch der Trainer. Und ich kann nur sagen, dass die beiden letzten Spiele in Lüttich und in Bochum gezeigt habe, dass ein Team auf dem Platz steht, das in dieser Saison noch eine Menge erreichen will.“

Sie können uns also definitiv versichern, dass Bruno Labbadia auch in der kommenden Saison, egal was passiert, auf der Bank sitzen wird. „Dazu hatte ich ja schon gesagt, dass wir möchten, dass er so lange wie möglich dabei ist. In diesem Geschäft, das weiß jeder, gibt es keine Treueschwüre, die auf Ewigkeit gelten. Da können Sie immer nur was Falsches sagen. Wir sind zufrieden mit der Arbeit möchten das gerne das so lange wie möglich machen.“

In der Sportbild stand geschrieben, dass eine Abfindung für Labbadia bereits feststeht. Da war von einer Millionen Euro die Rede. „Was Sie alles wissen. Wir wollten ja keine Minderheitenmedien hier zitieren und Sie glauben ja auch nicht alles was in der Zeitung steht.“

Frage eines Hörers: Warum wird die Rückrunde bei dem HSV immer wieder verkorkst? „Wenn wir da so richtig schlau wären, hätten wir bestimmt schon die richtigen Knöpfe gedrückt, um das dauerhaft zu verhindert. Fakt ist, dass der Kader im Moment noch nicht so aufgestellt ist und der Verlauf der Saison so gewesen ist, dass wir die Anforderungen in der Bundesliga nicht erfüllen können. Das ist die Herausforderung für die Zukunft. Natürlich wollen wir auch die aktuelle Saison ordentlich zu Ende bringen.“

Ihr Verein lag letztes Jahr weltweit in der Liste der umsatzstärksten Clubs auf Platz 11. Sie haben einen unglaublich teuren Kader. Können Sie sich so einen Kader ohne die Champions League und vielleicht dieses Jahr sogar ohne die Europa League dauerhaft leisten? „Dafür haben wir ja eine Clubführung, die das vernünftig aufstellt. Wir werden das auch im nächsten Jahr, unabhängig vom Ausgang der aktuellen Saison, finanzieren können. Unser Anspruch ist es natürlich, europaweit einen guten Fußball zu spielen und deshalb wünschen wir uns natürlich, in die Champions League zu kommen.“

Man hat immer wieder das Gefühl, dass die Profis nicht dauerhaft beim HSV spielen wollen. Warum ist das so? „Einige Spieler wecken natürlich auch Begehrlichkeiten. Wir wünschen uns, dass die Identifikation mit dem Club ein Stück weit höher ist. Wir möchten, dass sich solche Spieler dauerhaft zum HSV bekennen und gemeinsam mit uns den Weg in die Spitze Europas gehen.“

Was viele Hörer und Fans nicht verstehen, ist die Flugangst von Paolo Guerrero. Seit 2006 fliegt er mit dem HSV durch die Welt und plötzlich kommt er im eiskalten Winter aus Peru nicht mehr zurück. Wie kann so was sein? „Das müssten Sie mit Paolo wahrscheinlich selber besprechen. Man muss aber auch sagen, dass in seiner Familie etwas passiert ist, dennoch ist es natürlich überraschend, das so etwas passiert, wenn er ausgerechnet in Peru ist. Fakt ist, dass wir über den Ablauf der Geschichte auch nicht glücklich waren.“

Man hatte aber auch teilweise das Gefühl, dass wir von Paolo Guerrero ein bisschen verarscht wurden. „So eine Vokabel gefällt mir nicht. Paolo ist ein junger Mann, mit dem man auch mal ein sehr ernsthaftes Wort wechseln muss. Dazu gehört natürlich auch der Flaschenwurf nach dem Spiel gegen Hannover. Das geht überhaupt gar nicht. Grundsätzlich ist es so, dass Paolo sich in den knapp vier Jahren gut verhalten hat. Wir hatten bisher noch keine Probleme mit ihm und er ist auch in der Mannschaft hoch anerkannt. Aber er ist ein Spieler, der eine klare Führung braucht.“

Frage eines Hörers: Wie stehen die Chancen, dass Paolo Guerrero beim HSV noch einen neuen Vertrag bekommt? „Wir gucken uns das genau an. Da werden wir nach der Saison das ‚Gesamtpaket‘ Paolo Guerrero betrachten und dann sehen, ob wir mit ihm noch über einen neuen Vertrag übereinkommen.“

Es fällt auf, dass Entscheidungen über wichtige Positionen wie über Trainer oder den Sportchef immer relativ lange dauern. In diesen Phasen kommt dann immer wieder Unruhe auf. Und am Ende sind dann manche Leute, die lange gesucht wurden, auch schnell wieder weg. Wie kommt das? „Wenn wir das wüssten. Wir möchten gerne Kontinuität auf diesen Positionen haben. Aber das ist dem HSV in den letzten Jahren nicht immer so gelungen wie wir uns das vorgestellt hätten. Da arbeiten wir dran.“

Kritiker werfen Ihnen vor, dass Sie den Verein zu stark auf sich zugeschnitten haben. Es gab den Konflikt mit Beiersdorfer, starke Trainer wie Stevens oder Jol sind weggegangen. Kann es sein, dass Sie so ein starker Vorstands-Vorsitzender sind, dass Sie keinen Raum lassen können für andere starke Persönlichkeiten im sportlichen Bereich? „Das ist grober Unfug. Ich habe gerne gute Leute um mich, die exzellent sind. John Ment möchte ja auch keine Pfeife neben sich haben. Das geht nur, wenn man starke Persönlichkeiten neben sich hat.“

Wo wird der HSV am Ende der Saison stehen? „Ich hoffe, dass wir uns fürs nächste Jahr auf jeden Fall für die Europa League qualifiziert und wir am 12. Mai vielleicht noch das Sahnehäubchen drauf setzen können.“

Teilnahme an diesem Gewinnspiel nicht mehr möglich

Eine Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist leider nicht mehr möglich, da es am 12. April, 07:00 Uhr, beendet wurde.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.