Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Becher-Wurf bei St. Pauli Spiel

Zeugen gesucht

Spielabbruch am Millerntor

Linienrichter Thorsten Schiffner wurde in der 88. Minute von einem Bierbecher getroffen.

Die Partie ist abgebrochen worden, weil ein Linienrichter von einem Bierbecher getroffen wurde.

Hamburg - Die Polizei sucht Zeugen, die den Bierbecher-Wurf auf einen Linienrichter beim Spiel Sankt Pauli gegen Schalke beobachtet haben. Nach dem Spielabbruch in der 88. Minute muss der Verein jetzt mit einer Geldstrafe und einem Straf-Spiel ohne Zuschauer rechnen.Unschöne Szenen haben am Millerntor Freitag (01.04.2011) für den siebten Spielabbruch in der Geschichte der Bundesliga gesorgt. In der 88. Minute flog beim Spiel gegen Schalke ein voller Bierbecher auf den Platz und traf den Linienrichter Thorsten Schiffner am Nacken. Dieser brach daraufhin zusammen.

Schiedsrichter Deniz Aytekin musste beim Stand von 0:2 auf Spielabbruch entscheiden. Der Vorfall wird weitere Konsequenzen für St. Pauli haben.

Dramatische Szenen am Millerntor: Die Fotos

Was war genau passiert?

Vor den dramatischen Szenen wurde am Millerntor erst mal Fußball gespielt. Die Gäste aus Schalke konnten bereits in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Stürmer Raul in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Erst wurde ein Tor der Kiezkicker wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt, dann erzielte Schalke im direkten Gegenzug das 0:2. Nur kurze Zeit später sah Verteidiger Kalla dann auch noch Gelb-Rot (68. Minute). Die Emotionen kochten aber letztendlich hoch, als Bartels nach einem bösen Foul gegen Farfan wegen einer roten Karte vom Platz musste.

In der 88. Minute dann die unschönste Szene des Abends: Ein voller Bierbecher, der aus dem Block der St. Pauli-Fans geworfen wurde, traf Linienrichter Thorsten Schiffner am Nacken. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied zurecht auf Spielabbruch. Das Schiedsrichtergespann musste daraufhin abgeschirmt vom Platz geleitet werden, weil immer wieder Gegenstände aus dem Publikum flogen.

Ein Verdächtiger, bei dem es sich um den Werfer von der Haupttribüne handeln soll, wurde bereits gefasst.

"So etwas geht gar nicht, da gibt es null Toleranz. Ich kann mich nur bei dem Linienrichter entschuldigen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski am Freitagabend nach der Begegnung.