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Radio Hamburg

Manipulationsvorwürfe im Fußball

FC St. Pauli wehrt sich

Holger Stanislawski ernst

Pauli-Trainer Holger Stanislawski ist empört und verteidigt die beschulsigten Spieler vehement.

Der Hauptverdächtige im Wettskandal beschuldigt Kiez-Kicker der Manipulation.

Hamburg - St. Pauli wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe: Der Verein hat prompt auf den Vorwurf des Hauptverdächtigen im Fußball-Wettskandal reagiert. Der soll laut ARD-Magazin "Fakt" behauptet haben, daß angeblich auch Profis aus dem aktuellen Bundesliga-Kader der Hamburger Zweitliga-Partien manipuliert haben.
Die drei namentlich genannten Spieler sind als Zeugen und nicht als Beschuldigte vernommen worden, betont in diesem Zusammenhang St. Pauli-Coach Holger Stanislawski und Sportchef Helmut Schulte erklärt auf der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz: "Wir werden mit der gesamten juristischen Schlagkraft, die dem Verein zur Verfügung steht, gegen Unwahrheiten vorgehen."

Stanislawski ergreift Partei für seine Spieler

Zuvor hat Vizepräsident Gernot Stenger erklärt, dass die seit Jahren für die Norddeutschen spielenden Profis Florian Bruns, Ralph Gunesch und Carsten Rothenbach Mitte Januar als Zeugen im Prozess vor der zuständigen Staatsanwaltschaft Bochum ausgesagt hätten. "Wir wollen ganz deutlich sagen, dass es kein Ermittlungsverfahren gegen diese drei Spieler gibt", so der Jurist Stenger. Holger Stanislawski betont außerdem, er würde für dieses Spieler-Trio "die Hand ins Feuer legen".
"In diesem Fall wird kriminellen Wettpaten Gehör geschenkt. Ich als verantwortlicher Trainer und als Person Holger Stanislawski verbürge mich für die drei Spieler und habe hundertprozentiges Vertrauen zu ihnen", so der Coach und echauffiert sich: "Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn halbseidene Berichte verfasst werden."

Am Montagabend (07.02) hat die ARD im Magazin "Fakt" berichtet, einer der Hauptverdächtigen im Wettskandal habe bei seiner Vernehmung Namen genannt. Dabei soll es sich um sechs frühere und aktuelle St.-Pauli-Profis handeln, sieben Spiele mit Beteiligung der Norddeutschen seien verdächtig. "Das TV-Magazin präsentierte keine Beweise für die Verschiebung von Spielen und noch nicht einmal die Namen angeblich Beschuldigter wurden genannt", sagt ein DFL- Sprecher. "Es ist daher fahrlässig und unseriös, im derzeitigen Stadium von einem Bundesliga-Skandal zu sprechen."

Sportchef Schulte hat aber seinen Humor noch nicht verloren: Bezüglich des am Sonntag (06.02.) nach starken Regenfällen ausgefallenen und noch nicht neu terminierten Hamburger Fußball-Derbys merkte er grinsend mit einem Wortspiel an: "Es ist nur ein Spiel verschoben worden: HSV gegen FC St. Spiel."