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Radio Hamburg

Sensations-Sieg für FC St. Pauli

HSV verliert zu Hause

Asamoha schießt 1:0 gegen HSV

Da kann HSV-Keeper Rost nur noch sparsam gucken. Pauli-Kicker Asamoha schießt die Kiezkicker zum Derby-Sieg.

Unglaublich! Nach 33 Jahren ist es dem FC St. Pauli gelungen, gegen den HSV zu gewinnen.

Hamburg - Ihren ersten Sieg gegen den HSV seit mehr als 33 Jahren haben die Fußballfans des FC. St. Pauli in der Nacht zum Donnerstag (17.02.2011) ausgelassen gefeiert - und das fast ganz ohne negative Begleiterscheinungen. Nach dem hanseatischen Bundesliga-Derby sei es in der Stadt weitgehend friedlich geblieben, sagt ein Sprecher der Hamburger Polizei. Demnach blieben die von einigen Seiten befürchteten Ausschreitungen aus.

Pauli-Jubel und HSV-Trauer - Fotos vom Sensations-Stadtderby

Hoch her ging es vor allem auf der Reeperbahn, wo Pauli-Fans ausgelassen den durch Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah eingetüteten 1:0 (0:0)-Sieg über den Hamburger SV feierten. Die Partie war im Vorfeld als Risikospiel eingestuft worden. Rund 1.000 Polizisten aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern waren im Einsatz, hinzu kamen etwa 700 Ordnungskräfte. Kurz kritisch wurde es nur im Stadion selbst, als im Fanblock der Paulianer nach Polizeiangaben bengalische Feuer gezündet wurden. Daraufhin griffen die Beamten ein. Sieben Fans und sechs Polizisten wurden leicht verletzt, vier Pauli-Anhänger vorübergehend festgenommen.

Fassungslosigkeit nach dem Spiel beim HSV

Dagegen grenzenloser Jubel beim besten Team der Rückrunde: Mit dem ersten Sieg seit mehr als 33 Jahren gegen den HSV hat der FC St. Pauli die Fußballwelt in Hamburg auf den Kopf gestellt. Gerald Asamoah bescherte dem Aufsteiger in der 59. Minute per Kopf den völlig unerwarteten Siegtreffer zum 1:0 (0:0) im brisanten Nord-Derby. "Wenn ich sehe, wie die Paulianer hier in unserem Stadion feiern, könnte ich kotzen", sagte HSV-Sportchef Bastian Reinhardt unmittelbar nach der Ernüchterung. Eine Stunde lang hatte in der Nachholpartie nur der HSV gespielt, ehe Asamoah den ersten St. Pauli-Sieg gegen den HSV seit dem 3. September 1977 (2:0) perfekt machte. "Die Jungs werden schon das eine oder andere Bierchen auf den Derby-Sieg
trinken. Aber der Erfolg war glücklich und wir bleiben ganz konzentriert", sagt Pauli-Trainer Holger Stanislawski auch mit Blick auf die kommende Aufgabe bei Spitzenreiter Dortmund am Samstag (19.02.2011).

Pliquett und Asamoha - Die Helden des Abends

Schon vor dem Anpfiff gelang dem Underdog die erste Überraschung. Pauli-Trainer Holger Stanislawski schickte Ersatz-Torwart Benedikt Pliquett zwischen die Pfosten und verhalf dem 1,99 Meter großen Keeper ausgerechnet im brisanten Stadt-Derby zu seinem Bundesliga-Debüt. "Er hat es sich verdient. Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Leute", erläutert der Coach seine unerwartete Maßnahme - die Pliquett schon seit fünf Wochen wusste. "Er hat es mir verraten. Mal sehen, ob ich mich empfehlen konnte", sagte der Torwart nach der Partie im braunen Shirt mit "Derby-Sieg!!!"-Aufdruck. Der frühere HSV-Profi Pliquett war vor allem in der ersten Hälfte stärkster Mann einer anfangs schwachen "Gäste"-Elf. Nach einer Viertelstunde rettete der Hamburger Jung reaktionsschnell gegen Heiko Westermann. Auf dem perfekten Rasen, der beim ursprünglichen Termin am 6. Februar nach Dauerregen unter Wasser stand, ging es vom Anpfiff weg munter zur Sache. Der HSV bestimmte das Tempo und kreierte die Torchancen. Änis Ben-Hatira verzog freistehend aus 16 Metern (42.), bei einem Kopfball von Ruud van Nistelrooy (40.) und einem Distanzschuss von Mladen Petric (44.) war Pliquett zur Stelle.

Ein Torschuss ist kein Tor

Der 2011 noch ungeschlagene Aufsteiger enttäuschte zunächst. Kein Torschuss, keine spielerische Linie - HSV-Torwart Frank Rost erlebte in Hälfte eins einen geruhsamen Abend. Sein Trainer Armin Veh konnte erstmals seit November wieder die gleiche Startelf aufbieten wie im Spiel zuvor (1:0 in Wolfsburg). Und auch nach dem Wechsel erst einmal das gleiche Bild: Im Minutentakt vergaben Zé Roberto (49./Außennetz), van Nistelrooy (55./drüber) und Joris Mathijsen (56./Pliquett). Nach knapp einer Stunde dann das Tor aus dem Nichts: Beim ersten gefährlichen Angriffszug musste Rost zunächst eine verunglückte Flanke von Moritz Volz ins Toraus lenken. Den Eckball von Max Kruse verlängerte Fabian Boll mit der Fußspitze, Asamoah vollendete aus etwa einem Meter Entfernung völlig unerwartet per Kopf zum 0:1. Der eingewechselte Marius Ebbers hätte sogar auf 2:0 erhöhen können (77.), scheiterte aber an Rost. Mit Kampf und Moral rettete der Underdog den Vorsprung über die Zeit.

Lotto King Karl ist niedergeschlagen

Natürlich war auch Kult-Sänger, Radio Hamburg Moderator und HSV-Stadion-Sprecher Lotto King Karl beim Derby dabei. Radio Hamburg Moderatorin Birgit Hahn erzählt er, wie er die Niederlage des HSV einschätzt.

Lotto King Karl zum Stadtderby

Spiel-Analyse mit einem Augenzwinkern - So regaiert der HSV Boss in unserer Comedy "Bernd Hoffmanns Tagebuch" auf die HSV-Niederlage: