Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Ex-Vorstandschef spricht

Hoffmann vom HSV enttäuscht

Bernd Hoffmann und Katja Kraus

Bernd Hoffmann leitete zwischen 2003 und 2011 die Geschicke des HSV.

Der 46-Jährige hätte sich laut eigener Aussage vom HSV "eine Verabschiedung gewünscht". 

Hamburg - Nach acht Jahren als Präsident des Hamburger SV sieht sich Bernd Hoffmann zum Abschied nicht ausreichend gewürdigt. "Ich hatte die zweitlängste Amtszeit aller HSV- Präsidenten. Ich denke, das hätte eine angemessene Verabschiedung verdient", sagte der 46-Jährige dem "Hamburger Abendblatt" (Donnerstag-Ausgabe). Während Spieler wie Zé Roberto und Ruud van Nistelrooy beim letzten Ligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach offiziell verabschiedet wurden, erwähnte niemand den ebenfalls scheidenden Hoffmann.

Dass seine Nachfolger im Vorstand jetzt die Gehaltskosten von 47 auf voraussichtlich 35 bis 37 Millionen Euro reduzieren, überrascht Hoffmann nicht: "Klar war immer, dass wir für unseren Kurs mittelfristig internationale Einnahmen brauchen. Ohne den Europacup hätten auch wir die Kaderkosten reduziert. Das haben wir schon frühzeitig gesagt." Offen sprach Hoffmann auch über eigene Fehler: "Die größten Fehler in einem Unternehmen macht man nach meiner Erfahrung immer dann, wenn es einem gut geht. Das galt für meine Zeit beim HSV für das Jahr 2006. Ich habe damals die sportlich Verantwortlichen gefragt, was wir aus der WM lernen und für uns umsetzen können. Mir wurde die Antwort gegeben: ‚Daraus kann man nichts lernen.‘ Stattdessen haben wir drei Tage vor Transferschluss die Spieler Sorin, Sanogo und Ljuboja für viel Geld verpflichtet."

Guerrero-Verlängerung ein Fehler?

Auch die Vertragsverlängerung von Paolo Guerrero sieht Hoffmann im Nachhinein kritisch: "Von Paolos Fähigkeiten waren wir alle überzeugt, aber natürlich kann man rückblickend darüber diskutieren, ob es besser gewesen wäre, hier ein Zeichen zu setzen." Rückblickend gibt Hoffmann zu, seinen Trainerfavoriten Jürgen Klopp zu früh aufgegeben zu haben. Klopp wechselte bekanntlich zu Dortmund und holte in diesem Jahr den Meistertitel.

Desweiteren wäre es besser gewesen, konsequenter auf eine Nachfolge-Regelung nach dem Abgang von Sportchef Dietmar Beiersdorfer zu drängen. Hoffmann, der häufig im Machtkampf mit den Mitgliedern beschäftigt war, empfiehlt dem HSV, sein Wahlsystem umzustellen: "Allen Mitgliedern von Flensburg bis Memmingen sollte erlaubt sein, über Brief oder auf elektronischem Weg bei wichtigen Entscheidungen mitzubestimmen."