Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Und so spielt ein Absteiger!

HSV lässt sich von Hoffenheim abschießen

Sinsheim, 12.04.2012
HSV verliert 0:4 gegen Hoffenheim - Apirl 2012

Hängende Köpfe beim HSV: Die Hamburger kassierten vier Tore gegen Hoffenheim und stecken noch tiefer im Abstiegsstrudel.

Der HSV muss im Abstiegskampf erneut eine bittere Niederlage einstecken. Wobei von "Kampf" gegen Hoffenheim nichts zu sehen war.

Der HSV befindet sich im Abstiegskampf - und das nicht erst seit gestern. Scheinbar ist diese prekäre Situation aber noch immer nicht in den Köpfen der Spieler angekommen. Denn von "Kampf" war gegen Hoffenheim am Mittwoch (11.04.12) mal wieder nichts zu sehen, nicht mal ansatzweise. Der HSV ging mit 0:4 unter, zeigte nur in den ersten zehn Minuten des Spiels fußballerische Ansätze. Den Rest des Spiels schaute man dem Gastgeber beim Fußballspielen zu und lud die Offensive von Hoffenheim zum Tore schießen ein - und zwar vier Mal. Und ganz Hamburg stellt sich die Frage: Wann steht endlich eine Mannschaft auf dem Platz, die sich mit der Abstiegssituation auseinandersetzt und sich für einen Verbleib in der ersten Liga buchstäblich den Allerwertesten aufreißt?

Denn eines ist klar: Sollte beim HSV in den verbleibenden vier Spielen der Saison nicht wenigsten Kampf im Abstieg zu erkennen sein, dann wird der letzte Dino der Bundesliga aussterben. Alle anderen Mannschaften, die neben dem HSV in der abstiegsgefährdeten Zone stehen, haben den Ernst der Lage schon lange erkannt und fahren wichtige Punkte auf den letzten Metern der Saison ein. Punkte, die der HSV scheinbar gar nicht haben möchte. Anders ist ein solches Auftreten, wie das gegen Hoffenheim, einfach nicht zu erklären.

Am Samstag (14.04.12) steht gegen Hannover das nächste Endspiel auf dem Programm. Sollte der HSV sich dort erneut abschießen lassen, zieht sich die Zweitliga-Schlinge, die sich über die letzten Monate langsam um den Hals der Hamburger gelegt hat, immer weiter zu - bis dem Dino letztendlich die Luft ausgeht.

HSV begann gut, ließ dann stark nach

In der Anfangsphase deutete am Mittwoch noch wenig auf den ersten Heimerfolg der Kraichgauer seit dem 22. Oktober des vergangenen Jahres (1:0 gegen Borussia Mönchengladbach) hin. Der HSV begann derart dominant, dass die TSG kaum einmal an den Ball kam. Bereits nach 33 Sekunden musste Tom Starke einen 25-Meter-Schuss von Ivo Ilicevic und den anschließenden Nachschuss von Jacopo Sala parieren. Hoffenheim war vor 27.000 Zuschauern zielstrebiger in der Offensive, bereits die erste Chance wurde genutzt. Nach einem Eckball zog Vestergaard aus der Drehung von der Strafraumgrenze aus ab, der Ball wurde noch unhaltbar von Verteidiger Jeffrey Bruma abgefälscht. Die Hamburger wurden dadurch sichtlich verschreckt. Umgekehrt bekam das Hoffenheimer Mittelfeld, das dem Gegner bis zu diesem Tor wie aus dem Nichts nur hinterhergelaufen war, das Spiel besser in den Griff.

Hamburg verteilte Geschenke

Für den zweiten Treffer benötigte die TSG dennoch ein Geschenk der Gäste. Verteidiger Heiko Westermann leistete sich im Strafraum einen Stockfehler und traf den dadurch an den Ball gekommenen Sven Schipplock anschließend am Knöchel. Das brachte die gesamte Verunsicherung beim Bundesliga-Dino zum Ausdruck. Und der starke Salihovic erzielte per Strafstoß sein viertes Tor in fünf Spielen. Zur Pause korrigierte HSV-Trainer Thorsten Fink seine überraschende Aufstellung. Der 44-Jährige hatte Mladen Petric trotz seines Tores gegen Leverkusen auf die Bank gesetzt. Nach 45 Minuten brachte er aber den Kroaten und auch Gökhan Töre für die zunächst bevorzugten Tolgay Arslan und Sala. Auch diesmal kamen die Hamburger deutlich besser aus der Kabine und hatten durch einen Lattenkopfball von Gojko Kacar gleich wieder eine große Chance (47.). Doch die Tore fielen erneut auf der anderen Seite. Mitten in die Druckphase des HSV hinein startete Johnson ein schönes Solo, das er zum 3:0 abschloss.

Schipplock machte alles klar

Nur sieben Minuten später machte Schipplock alles klar. Der Neuzugang vom VfB Stuttgart ist auf einmal Stürmer Nummer eins im Kader, weil Vedad Ibisevic an den VfB verkauft wurde, Srdjan Lakic nur auf der Bank saß und in Ryan Babel der prominenteste Name am Mittwochabend nicht einmal im 18-Mann-Kader stand. Vermisst wurde der Niederländer nicht. Die Hoffenheimer nutzten ihre Chancen diesmal eiskalt. Der HSV, der noch nie in der Rhein-Neckar-Arena gewinnen konnte, wurde allerdings auch ein wenig unter Wert geschlagen.

Hamburgs Kapitän Heiko Westermann sprach von einer "Katastrophe". Sein Sportdirektor Frank Arnesen meinte: "Wir müssen dieses Spiel schnell vergessen. Am Samstag gegen Hannover haben wir das nächste Endspiel. Da müssen wir eine ganz andere Mannschaft sehen."