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Radio Hamburg

Insider-Bericht

Wie sich der Niendorfer TSV auf den HSV vorbereitet

Hamburg, 07.09.2012
TSV Niendorf

Der TSV Niendorf schwört sich auf das Spiel gegen den HSV (Freitag, 18:30) ein.

Am Freitag (07.09.) spielt der HSV mit Rafael van der Vaart gegen den Niendorfer TSV. Wir haben einen Insider im Niendorfer-Team, der verrät, wie sich auf den HSV vorbereitet wird.

Zwei Testspiele absolviert der HSV bevor der Neu-Star Rafael van der Vaart auch in der Bundesliga wieder für den HSV auf dem Rasen steht. Am Dienstag spielte der HSV bereits 12:0 gegen den SC Schwarzenbek, am Freitag (07.09.2012) geht's gegen den Niendorfer TSV. Unser Kollege Daniel Prange (Foto unten) spielt beim TSV Niendorf und er erzählt Ihnen hier, wie er und die Mannschaft sich auf den Super-Kick gegen den HSV vorbereiten.

Daniel Prange

Auch auf seiner Weltreise war Daniel immer sportlich. Jetzt erlebt er mit seinem TSV Niendorf ein Spiel gegen den HSV und berichtet Ihnen als Insider darüber.

+++Freitag, 07.09.2012+++

Daniel Prange schreibt:

Der Countdown läuft…

…aber nicht bevor unser vorgezogenes Punktspiel, das am Wochenende hätte stattfinden sollen, am Mittwoch gewonnen wurde. Nach unserem holprigen Saisonstart wurde von Presseseite natürlich das große Spiel gegen den HSV als Ursache für die drei verlorenen Punktspiele zuletzt angeführt. Würde man Bundesliga-Maßstäben zufolge unsere Spieler dazu interviewen, würden vor der Kamera Statements wie: "Wir bereiten uns auf jedes Spiel gleich vor, ob da nun Vier-und Marschlande zu Gast ist oder der HSV…“ oder "In unseren Köpfen spielt DAS Spiel noch gar keine Rolle“ zu hören sein. Ein Mathias Sammer hat in dieser Situation einst richtig erkannt: "Das nächste Spiel ist immer das nächste!“ und so musste erst ein Sieg um diese wichtigen Punkte her. Schließlich, und das ist Fakt, gibt es gegen den HSV KEINE drei Punkte zu vergeben. Ein Grund warum unser Trainer Frank Hüllmann bis nach dem Abpfiff des Spieles am Mittwochabend kein Wort über den HSV verloren hat. Obwohl er , so gab er dabei zu, früher wie heute ein riesiger HSV-Fan und "richtig geil auf das Spiel“ ist. Mindestens genauso geil wie unser Stürmer Benny Brameier. Eingefleischter HSVer und selbstverständlich Dauerkartenbesitzer. Nach Bekanntwerden der Personalie van der Vaart war er natürlich der Erste, der Ansprüche auf den Trikottausch erhoben hat. Beim Wort Trikottausch geht aber selbst unsere gute Seele Klaus Schneider an die Decke. Klaus ist nämlich für die Trikots zuständig und hat ein striktes Tauschverbot ausgesprochen. Denn unsere Jerseys, hellblau und weiß, längst gestreift, weiße Hosen und weiße Stutzen, sind seine Liebsten und schickt uns deswegen damit auf den Acker. Der einzige Trikotsatz mit unseren Namen hinten drauf – bundesligatauglich eben…

Grund zum Jubeln hatten die Spieler des TSV Niendorf bei ihrem Sieg in der Liga am Mittwoch. Am Freitag kommt mit dem HSV dann ein echter Hochkaräter in die Sportanlage Sachsenweg. (Foto: WOGE)

Wo ich grad von Acker geschrieben habe. Auf einem Acker spielt dergroße HSV doch nicht... Seit Saisonende im Mai ist der Rasenplatz gesperrt und wird gehegt und gepflegt, damit wir die vom HSV gestellten Vertragsauflagen erfüllen können. Neben einer vorgeschriebenen Rasenlänge von 2-2,5 cm und einer Kabinentemperatur von exakt 20 Grad Celsius, muss trockener Kuchen und 40 Liter Wasser, abgefüllt in Flaschen, die nicht mehr als 330 Milliliter fassen, in der Kabine bereitgestellt sein. Da soll noch einer sagen, dass Profis Ansprüche stellen, tztz.

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, würden sich unsere Manager Marcus „Scholle“ Scholz und Carsten Wittiber am liebsten vierteilen, um Ticketverkauf, Tribünen-und VIP-Zeltaufbau, Sicherheitsauflagen, Catering, Personalkoordination und vieles mehr zu organisieren. Scholle, eigentlich Journalist für den Sport beim Hamburger Abendblatt, hat das Spiel natürlich auch eingefädelt. Den beiden und allen Helfern kann ich schon mal vorweg ein ganz großes Lob aussprechen und uns allen ein ganz tolles Event wünschen.

Wie toll das Event werden wird berichte ich natürlich direkt nach dem Spiel. Sollten wir siegen, wäre das eine unfassbare Sensation für uns, eine riesen Schmach für den HSV. Siegt der HSV, haben wir zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins der Spieler nach deren verpatztem Saisonstart beigetragen. Schlimmster aller Fälle, wäre allerdings wenn sich Raffael van der Vaart verletzten würde. Dann kriegt wohl keiner von uns sein Trikot…

+++Mittwoch, 05.09.2012+++

Daniel Prange schreibt:

Toooooooor für den HSV…

…wird es am Freitag nicht durch die Boxen der Imtech Arena im Volkspark schallen, sondern durch das etwas leistungsschwächere Lautsprechersystem der Sportanlage Sachsenweg, meiner sportlichen Heimat. Ich bin Daniel Prange und spiele seit der C-Jugend (seit dem 15. Lebensjahr) mit einigen Unterbrechungen beim Niendorfer TSV Fußball. Die jüngste dieser Unterbrechungen konnten Sie die letzten 14 Monate ebenfalls auf radiohamburg.de in meinem Weltreiseblog miterleben und ich freue mich persönlich Ihnen auch jetzt wieder ein absolutes Highlight erlebbar zu machen.

Eine meiner ersten Touren, nachdem ich vor zwei Wochen wieder deutschen Boden betrat, war die nach Niendorf, um meine alten Mannschaftskollegen wiederzusehen und meine eingerosteten Fußballerbeine wieder zum Laufen zu bringen. Natürlich wusste ich noch zu Reisezeiten, dass die Offiziellen des Vereins ein ganz besonderes Freundschaftsspiel vereinbart hatten, welches ganz zufälligerweise circa drei Wochen nach meiner Ankunft terminiert ist. Der vier Klassen höher spielende HSV tritt gegen meinen NTSV an – was für ein Traum – oder?

Was ändert sich eigentlich, wenn die Gegner nicht Gillich, de la Cuesta oder Jurkschat, sondern Adler, Westermann und – aufgepasst – van der Vaart heißen? Letzterer wertet das Spiel nicht nur für uns Amateurkicker enorm auf. Zweifelsohne wird sich der ein oder andere Hamburger die Chance nicht entgehen lassen den verlorenen Sohn, wie der Vorstandsvorsitzende des HSV Carl-Edgar Jarchow van der Vaart am Freitag auf der Pressekonferenz betitelte, zu sehen.

Aber ganz abgesehen von dieser Personalie ist so ein Spiel doch bei jedem Training ein Thema in unserer jungen Truppe. Bei einigen unserer „Youngsters“ ist es noch nicht so lange her oder vielleicht noch immer der Fall, dass die Bundesligaspieler große Vorbilder sind und eine Profikarriere für sie selber sogar noch möglich ist. Damit bekommt ein solches Spiel automatisch eine große Bedeutung. Was dem Trainer aus aktueller sportlicher Sicht natürlich gar nicht gefällt läßt sich aus eigener Erfahrung gar nicht vermeiden.

Ich weiß das, weil ich als 19 jähriger in meinem ersten Herrenjahr beim NTSV genau das gleiche Glück hatte und wir damals ein Freundschaftsspiel gegen die Profis des VfB Stuttgart auf dem Polizeisportplatz am Sternschanzenpark spielen durften. Trainer war damals kein geringerer als Felix Magath und Spieler wie Horst Heldt, Marcelo Bordon, Cacau und Mario Gomez hießen die Gegenspieler, die uns acht Tore einschenkten. Wie in der Einleitung bereits erwähnt wird der Torschrei „Tor für den HSV“ wohl nicht zu vermeiden sein. Dass wie damals deren acht Tore fallen, hoffe ich jedoch nicht.

Ein paar „Underdog-Insider-Infos“ von der Trainingsfront, ein paar Worte vom Trainer, dem Manager und natürlich den Spielern, gibt's am Freitagmorgen, sowie einige Bilder vom Spielfeldrand sind nach dem Spiel garantiert auch hier zu finden.