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Radio Hamburg

HSV Jahreshauptversammlung

Ex-Boss Bernd Hoffmann entlastet

Bernd Hoffmann und Katja Kraus

Bernd Hoffmann und Katja Kraus. (Archivbild)

Bei der überraschend friedlichen Jahreshauptversammlung des HSV ist das ehemalige Präsidium um Bernd Hoffmann entlastet worden.

Hamburg - Zwar wurden von den 1.200 anwesenden Mitgliedern kritische Fragen gestellt, die Aussprache blieb am Sonntag (15.01.2012) im Hamburger Congress-Centrum (CCH) aber relativ sachlich. Besonders gefeiert wurden die Auftritte der Mannschaft um Trainer Thorsten Fink und Sportdirektor Frank Arnesen.

Streitpunkt der Aufarbeitung der fast achtjährigen Ära Hoffmann sind ungeklärte Verträge im Volumen von 1,7 Millionen Euro und die Roten Zahlen im Geschäftsjahr 2010/2011 von 4,87 Millionen Euro. "Das Verhalten der ehemaligen Vorstände Katja Kraus und Bernd Hoffmann erscheint nicht in allen Aspekten angemessen und dem Vereinsinteresse zuträglich", sagte Ernst-Otto Rieckhoff, Vorsitzender des Aufsichtsrates, in seiner Rede. Dennoch empfahl er die Entlastung Hoffmanns.

"Ernsthafte Sorgen um Liquidität" des Klubs

 

Das zwölfköpfige Gremium hatte hauptsächlich wegen nicht eindeutig geklärter Beraterverträge erwogen, gegen den 48 Jahre alten Hoffmann rechtliche Schritte einzuleiten. Das Risiko einer öffentlichen Schlammschlacht und monatelanger Prozesse wurde aber als zu hoch angesehen. Nachfolger Carl-Edgar Jarchow, der im vergangenen März das Ruder von Hoffmann übernommen hatte, führte die schwierige finanzielle Lage des Traditionsclubs aus: "Wir hatten ernsthaft
Sorgen um die Liquidität." Auch im laufenden Geschäftsjahr sei ohne das europäische Geschäft die Schwarze Null in Gefahr. Konkret kritisierte Jarchow, dass in der vergangenen Saison mit einem viel zu hohen Altersdurchschnitt in der Bundesliga gespielt wurde. "Wir können in Hamburg nicht auf Dauer um Platz zehn und zwölf spielen", forderte Jarchow.

Den umstrittenen Deal mit dem Investor Klaus-Michael Kühne, den Hoffmann abgeschlossen hatte, würde er so nicht wiederholen. Ähnliche Modelle bedürften der Einbeziehung derMitglieder. Den meisten Applaus erhielt Arnesen, der den Schnitt des Liga-13. von 30 auf 24 Jahre gesenkt hat. "Wir hatten die älteste Bundesliga-Mannschaft und sie war sehr teuer", sagte der Däne. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation habe man ein junges Team aufgebaut: "Wir arbeiten hart und haben einen langen Weg zu gehen", sagte Arnesen.

Er versicherte, alles dafür tun zu wollen, in Zukunft jede Saison ins europäische Geschäft zu kommen. (dpa)