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Radio Hamburg

Bundesliga unterzeichnet Verhaltenskodex

Rote Karte für gewaltbereite Fans

Berlin, 17.07.2012
Randale Fortuna Düsseldorf vs. Hertha BSC

Solche Szenen wie beim Relegationsspiel Berlin gegen Düsseldorf soll es im Fußball-Stadion nicht mehr geben.

Rauchbomben, Pyro-Technik & fliegende Flaschen: Die Vereine der Bundesliga gehen mit einem Verhaltenskodex gegen gewaltbereite Fans vor.

Keine Toleranz gegenüber Krawallmachern und zusätzliche Mittel für Präventionsaufgaben: Im Rahmen einer gemeinsamen Sicherheits-Konferenz haben sich die Klubs der 1., 2. und 3. Bundesliga am Dienstag in Berlin auf ein erstes Maßnahmen-Paket für zusätzliche Sicherheit im deutschen Fußball verständigt.

Stehplätze in den deutschen Fußball-Stadien bleiben erhalten

Vor diesem Hintergrund wird der Fußball, der schon jetzt mehr als 25 Millionen Euro jährlich in die Stadion-Sicherheit investiert, seine wirtschaftlichen Zuwendungen für Fan-Projekte ab sofort um 50 Prozent erhöhen. Damit werden Länder und Kommunen, die zuvor im Rahmen einer Drittel-Finanzierung beteiligt waren und nun jeweils nur noch für ein Viertel der Kosten aufkommen müssen, erheblich entlastet. Gleichzeitig sind deutliche Verschärfungen in Bezug auf die Dauer von Stadionverboten vorgesehen - von bislang drei auf fünf Jahre, in besonders extremen Ausnahmefällen sogar zehn Jahre.

Vereine unterzeichnen Verhaltenskodex

In einem gemeinsamen Verhaltenskodex wurden zudem die Regeln für die Gewährleistung eines friedlichen Miteinanders dargelegt. Dieser Kodex sieht neben der Verurteilung und konsequenten Bestrafung von Gewalt eine eindeutige Ablehnung jedweder Art von Pyro-Technik in den Stadien vor. Zuwiderhandlungen sollen, wenn nicht ohnehin von staatlichen Organen oder Sportgerichtsbarkeit zu ahnden, von den Klubs individuell konsequent sanktioniert werden. Bei gewalttätigen Zwischenfällen und Abbrennen von Pyro-Technik sollen künftig dementsprechend Fan-Privilegien, wie beispielsweise der Zugang zu Ticket-Kontingenten, auf den Prüfstand gestellt werden. Was der Verhaltenskodex noch beinhaltet, sehen Sie im PDF am Ende dieser Seite.

 

Weitere Maßnahmen werden geprüft

Um die einzigartige Fan-Kultur zu erhalten, werden zudem weitere technische, infrastrukturelle und organisatorische Maßnahmen geprüft, wie zum Beispiel der flächendeckende Einsatz modernster Video-Systeme, die an einigen Standorten bereits vorhanden sind. Auch eine neutrale Zertifizierung des Sicherheitsmanagements wird diskutiert werden. "Wer für den Fußball ist, ist gegen Gewalt. Der Schulterschluss der Vereine ist ein wichtiger Schritt und die beschlossenen Maßnahmen sind für mich ein dringend notwendiges Zeichen, dass sich alle der Verantwortung stellen und für mehr Sicherheit eintreten wollen. Zusammen mit Politik, Polizei, Justiz und der großen Masse der friedlichen Fans muss es uns im Sinne des gesamten deutschen Fußballs gelingen, die kleine Gruppe der Störer und Gewalttäter noch besser in den Griff zu bekommen. Ein klares Bekenntnis zu präventiven Aufgaben und gleichzeitig keine Toleranz bei jeder Form von Gewalt - das wird auch weiterhin unser Weg sein", sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

"Der Fußball in Deutschland ist ein Erfolgsmodell und soll es auch künftig bleiben. Wir können stolz sein auf eine traditionsreiche Fankultur mit Stehplätzen und moderaten Eintrittspreisen. Diesen Zustand wollen wir schützen. Und deshalb stellen sich die Klubs ihrer Verantwortung im Sinne von Millionen friedlicher Fans. Vor diesem Hintergrund sind die beschlossenen Maßnahmen unverzichtbar. Dialog und Kommunikation bleiben immer die Grundlage unseres Handelns, ebenso unerlässlich ist aber eine konsequente Bestrafung von Fehlverhalten", erklärt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball.

(dpa / ste)