Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Torkamera und Chip im Ball kommen

Revolution im Fußball

Zürich, 06.07.2012
Torlinienkamera, Torlinie, Kamera, Chip im Ball, Torkamera, Getty Images

Die Torkamera und der Chip im Ball werden künftig auch im Fußball eingesetzt.

Tor oder kein Tor? Die wohl meistdiskutierte Frage im Fußball soll künftig durch technische Hilfsmittel beantwortet werden.

Drin oder nicht drin? An der Tor-Frage sind schon viele Fußball-Schiedsrichter gescheitert. Und auch die Titelträume so mancher Mannschaft sind an einer Torentscheidung geplatzt. Jetzt erlaubt auch die FIFA technische Hilfsmittel: Eine Torkamera und einen Chip im Ball. Bei der Club-WM im Dezember in Japan soll die Technik zum ersten Mal eingesetzt werden. Danach beim Confederations Cup 2013 und bei der WM 2014 in Brasilien.

Zwei Systeme kommen zum Einsatz

Dabei sollen sowohl das bereits beim Tennis erprobte Hawk-Eye zur Überwachung der Torlinie (Torkamera) als auch das GoalRef-System (Chip im Ball) zum Einsatz kommen. Mit der Entscheidung findet eine jahrelange Diskussion über den Technik-Einsatz im Fußball aber wohl nur ein vorläufiges Ende. Denn Verbände wie der DFB und ihre Profiligen müssen den Zeitpunkt für die Einführung der Systeme selbst bestimmen und die Kosten in erwarteter Millionenhöhe tragen. "Zu den deutschen Verbänden kann ich nichts sagen. Der Ball liegt bei ihnen", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke. Nach Angaben englischer Verbandsvertreter könnte die Technik noch in der kommenden Premier League-Saison eingeführt werden.

So funktionieren die Tor-Kameras und der Chip im Ball

Genehmigt wurde auch der weitere Einsatz von Torrichtern. Jeder Veranstalter soll künftig selbst entscheiden können, ob Torrichter eingesetzt werden. Die infrage kommenden technischen Systeme müssen noch vom Weltverband zertifiziert werden. Die aus dem Tennis bekannte Hawk-Eye-Technologie stammt aus England. Bis zu sechs Kameras nehmen das Spielgeschehen auf und funken Bilder an einen zentralen Computer. Dieser berechnet aus der Bildersumme die Position des Balles und sendet bei einem Tor ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters. Das System hat allerdings auch einen Schwachpunkt: Liegt ein Spieler auf dem Ball, können keine Bilder aufgenommen werden.

Bei dem GoalRef-Systems (Chip im Ball) wird im Torrahmen ein Magnetfeld erzeugt. Der Ball enthält drei Magnetspulen. Überschreitet der Ball die Torlinie, wird durch das Magnetfeld im Tor ein Magnetfeld im Ball aktiviert und ein zugeschalteter Computer sendet ein Signal auf die Armbanduhr des Schiedsrichters.

Immer wieder strittige Entscheidungen

FIFA-Chef Joseph Blatter hatte sich erst nach den Fehlentscheidungen bei der WM 2010 in Südafrika aufgeschlossen gegenüber Technologien gezeigt. Damals war unter anderem England ein Tor von Frank Lampard gegen Deutschland nicht gegeben worden. Bei der EM 2012 zeigte sich das System mit Torlinienrichtern als anfällig, da der Ungar Istvan Vad seinem Schiedsrichter Viktor Kassai einen klaren Treffer der Ukraine gegen England nicht signalisierte. Der Bezug zum legendären Wembley-Tor der Engländer im WM-Finale 1966 hatte die Debatte immer eine historisch unumstößliche Relevanz gegeben.

(dpa / ste)