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Radio Hamburg

Nach Fußball-Randale bei Relegationsspiel

Hertha BSC legt Einspruch gegen Spielwertung ein

Berlin, 17.05.2012
Randale Fortuna Düsseldorf vs. Hertha BSC

Randale und Ausschreitungen während des Relegationsrückspiels Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC.

Hertha BSC versucht mit einem Gang vor das Sportgericht des DFB den sportlichen Abstieg zu vermeiden.

Hertha BSC hofft nach dem Skandalspiel von Düsseldorf auf eine Neuansetzung der Partie. Der Verein legt beim Deutschen Fußball-Bund Einspruch gegen die Wertung des Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf ein. Dies gab der Berliner Club am Mittwoch bekannt. "Ein regulärer Spielbetrieb war für uns nicht mehr möglich", begründete ein sichtlich angeschlagener Manager Michael Preetz diesen Schritt, "mit einem sportlichen Geschehen hatte dies nichts mehr zu tun."

"Die Spieler hatten Angst"

Es gehe darum, dass die "irregulär zustande gekommene Spielwertung" aufgehoben werde. "Die Spieler hatten Angst. Es ging nicht mehr um das sportliche Geschehen, sondern um die eigene Sicherheit", führte Preetz aus. Über den Einspruch und damit auch den Aufstieg der Düsseldorfer entscheidet nun das DFB-Sportgericht. Die Verhandlung beginnt an diesem Freitag (18.05.2012) um 13:30 Uhr in der Frankfurter Verbandszentrale.

Untersuchung gegen Spieler eingeleitet

Der DFB-Kontrollausschuss leitete derweil Ermittlungen gegen beide Vereine ein. Darüber hinaus ermittelt das Gremium auch gegen die Hertha-Spieler Lewan Kobiaschwili, Thomas Kraft, Christian Lell und Andre Mijatovic sowie Fortuna-Profi Andreas Lambertz. Kobiaschwili wird nach DFB-Angaben vom Mittwochabend vorgeworfen, Schiedsrichter Wolfgang Stark nach Spielschluss in den Nacken geschlagen zu haben. Seine drei Teamkollegen sollen den Referee nach
dem Abpfiff beleidigt haben. Düsseldorfs Kapitän Lambertz soll im Anschluss an die Partie ein "Bengalisches Feuer" gehalten haben. Da die Herthaner nun auf eine Neuansetzung des Relegationsspiels hoffen, nehmen die Profis am Donnerstag wieder das Training auf. "Wir werden weiter trainieren, bis es eine Entscheidung gibt", sagte Preetz. Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt ist zuversichtlich, dass der DFB dem Protest stattgeben wird. "Wir haben eine große Chance. Das Sportgericht wendet einfach die eigene Satzung an. Und da steht klipp und klar drin, dass ein Spiel, das unter solchen Umständen stattfindet, nicht gewertet wird und wiederholt wird", sagte er auf einer Pressekonferenz in Berlin. Er ist auch sicher, dass der DFB nach "gründlicher Abwägung zeitnah entscheiden" werde.

Weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten, musste Schiedsrichter Stark das Spiel für rund 20 Minuten unterbrechen. Sportlich hatte Düsseldorf mit dem 2:2 die Rückkehr in die Bundesliga geschafft. Preetz machte am Mittwoch deutlich, dass er Schiedsrichter Stark gefragt habe, ob er die Sicherheit seiner Spieler gewährleisten könne. "Das hat er verneint", sagte der Manager. "Wir hoffen nun, dass im DFB Antworten auf alle Fragen gefunden werden."

(dpa/aba)