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Radio Hamburg

Relegationsspiel wird nicht wiederholt

Hertha BSC Berlin legt Berufung ein

Frankfurt/Main , 21.05.2012
Randale Fortuna Düsseldorf vs. Hertha BSC

Beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin kam es zu Ausschreitungen.

Nach der Absage eines Wiederholungsspiels legt Hertha BSC Berlin Berufung beim DFB-Sportgericht ein.

Der juristische Streit um das Chaosspiel zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf geht in die nächste Runde. Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch der Berliner gegen die Wertung der Bundesliga-Relegationspartie abgewiesen, die Hertha kämpft aber weiter um eine Wiederholung. Die Verantwortlichen haben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das erklärte Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt am Montag in Frankfurt/Main.

Hertha zieht vor das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes

"Das ist kein Urteil, das wir akzeptieren können, was die sportinteressierte Öffentlichkeit zu akzeptieren hat. Wir gehen davon aus, dass das Verfahren diese Woche abgeschlossen wird", sagte er. Nächsthöhere Instanz ist nun das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Damit ist die Aufstiegsfrage weiter nicht endgültig geklärt. Sportlich hatten sich die Rheinländer am vergangenen Dienstag erstmals seit 15 Jahren wieder den Sprung in die Bundesliga gesichert. Das Spiel (2:2) war nach Fan-Tumulten unter chaotischen Umständen zu Ende gegangen.

Das DFB-Sportgericht bezeichnete den Hertha-Einspruch allerdings als unbegründet. "Das war hier und heute und am Freitag eine schwierige Entscheidung für uns", sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz und betonte: "Auch wenn der Einspruch keinen Erfolg hatte, sagen wir ausdrücklich, dass wir Verständnis haben, dass der Verein nach diesem Strohhalm gegriffen hat." Fortuna reagierte mit großer Zufriedenheit auf das Urteil. "Ich bin erleichtert und froh, dass die Spielwertung, so wie ausgetragen, bestehen bleibt", sagte der Düsseldorfer Vorstandsvorsitzende Peter Frymuth, "für mich war für das Urteil die Klarheit der Schiedsrichteraussagen entscheidend. Aus unserer Sicht ist dieses Urteil gerecht."

Tausende Fans stürmten den Rasen

Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte die Nachspielzeit für 21 Minuten unterbrechen müssen, weil Tausende Fortuna-Fans den Platz gestürmt hatten. Hertha-Anwalt Schickhardt und die als Zeugen geladenen Berliner Profis versuchten zu beweisen, dass die restlichen 1:33 Minuten unter irregulären Bedingungen stattfanden und die Spieler Angst hatten. Dazu erklärte Lorenz in seiner Urteilsverkündung: "Der Nachweis der psychischen Beeinträchtigung wurde nicht erbracht - es ging eher in die andere Richtung."

Auf beide Vereine warten noch Strafen

So muss Hertha mit einer Geldstrafe rechnen, weil Fans Bengalos gezündet und auch aufs Spielfeld geworfen hatten. Düsseldorf droht wegen des Platzsturms sogar ein Geisterspiel oder eine Platzsperre. "Wir hatten es mit drei Unterbrechungen zu tun gehabt, von denen zwei von Hertha BSC zu verantworten sind. Die Rhythmusstörung hat beide Mannschaften gleichzeitig beeinträchtigt", sagte Lorenz. Zu einer möglichen Geldstrafe sagte Fortuna-Finanzvorstand Paul Jäger der Zeitung "Express": "Wir werden das unter denen aufteilen, die wir ausfindig machen können. Alle anderen können anonym in einen Pool einzahlen. Dann ist es für den Rest nicht ganz so teuer."

Hetzjagd auf den Schiedsrichter?

Nach Angaben von Schiedsrichter Wolfgang Stark hätten einzelne Berliner Spieler nach dem Schlusspfiff eine "Hetzjagd" auf ihn veranstaltet. Hertha-Profis hätten ihn in massiver Weise bedrängt und beleidigt, Lewan Kobiaschwili habe ihn sogar geschlagen. Nach der Strafanzeige von Stark droht dem 34-jährigen Georgier nun das Karriereende. Bei Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter sind Sperren von sechs Monaten bis zwei Jahren vorgesehen. Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz muss mit einer Strafe rechnen, weil er im Innenraum ein Bengalisches Feuer in der Hand hielt. Hertha hatte sich für das Verhalten seiner Spieler am Wochenende öffentlich entschuldigt. "Nach den Angaben des Schiedsrichters soll es innerhalb einer verständlicherweise allseits emotionalisierten Atmosphäre auch zu Beleidigungen und anderen, zum Teil schwerwiegenden Unsportlichkeiten gekommen sein. Wir entschuldigen uns deshalb bei allen Beteiligten, insbesondere auch bei den Schiedsrichtern", hatte der Verein erklärt. (dpa / ste)