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Radio Hamburg

Champions League Halbfinale II

Dortmund demütigt Real Madrid mit 4:1

Dortmund, 25.04.2013
Champions League Dortmund vs. Real Madrid 2013

Robert Lewandowski schoss alle vier Tore für Borussia Dortmund.

Robert Lewandowski hat das Tor zum deutschen Traumfinale in der Champions League weit aufgestoßen.

Welch Triumph: Wie schon der FC Bayern tags zuvor beim famosen 4:0 über den FC Barcelona demütigt auch Borussia Dortmund ein spanisches Spitzenteam. Nach dem 4:1 des BVB über Real Madrid spricht viel für ein deutsches Champions-League-Finale in Wembley. Robert Lewandowski traf vier Mal gegen Real Madrid. In Spanien schwankt die Stimmung heute Morgen zwischen Wut und Enttäuschung.

Robert Lewandowski: One-Man-Show für Borussia Dortmund

Borussia Dortmund wandelte auf den Spuren des FC Bayern, Robert Lewandowski auf denen von Lionel Messi.  Der Stolz über seine One-Man-Show mit vier Treffern (8./50./55./67. Foulelfmeter) stand Lewandowski ins Gesicht geschrieben: "Das ist mir in meiner Profikarriere noch nie gelungen. Und nun ausgerechnet im Halbfinale der Champions League. Wahnsinn." Der polnische Nationalspieler gehört damit dem erlesenen Kreis weniger Spieler an, denen dieses Kunststück in der Geschichte der Königsklasse ebenfalls gelang. Nur einer war bisher besser: Barca-Star Messi, der im März 2012 beim 7:1 über Bayer Leverkusen fünfmal getroffen hatte.

Perfekte Ausgangslage für ein deutsch-deutsches Champions League Finale

Die Gala des Dortmunder Angreifers versetzte nicht nur das Publikum im brodelnden Dortmunder Stadion, sondern auch Jürgen Klopp in Euphorie. "Allein das 3:1 von Lewi war jeden Cent wert, den Sky und das ZDF für die Übertragungsrechte zahlen",
schwärmte der BVB-Coach. Dank einer famosen zweiten Halbzeit schuf sich der Bundesliga-Zweite eine fast perfekte Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag in Madrid und darf mehr denn je von einem deutschen Finale am 25.05. im Londoner Wembley Stadion gegen die Bayern träumen. Einzig der Gegentreffer von Cristiano Ronaldo kurz vor der Halbzeit zum zwischenzeitlichen 1:1 konnte die Freude ein wenig trüben. Bei aller Begeisterung warnten jedoch alle Beteiligten vor zu viel Euphorie. Allen voran Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Noch ist nichts entschieden. Wir haben die Tür zum Finale zwar weit aufgestoßen, müssen aber noch durchrutschen."

Überirdischer Lewandowski

Das 1:0 war verdienter Lohn für einen couragierten Start, und auch durch den Ausgleich kurz vor der Pause ließ sich der BVB nicht aus der Bahn werfen. Nach Wiederanpfiff gab es dann vor allem für Lewandowski überhaupt kein Halten mehr. Der polnische Ausnahmestürmer machte mit seinen Gegnern, was er wollte, und traf praktisch mit jedem seiner Schüsse.

Götze nimmt Pfiffe cool

Einen Tag nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern stand aber auch Mario Götze im Blickpunkt. Der Jungstar zeigte sich von den Diskussionen um seine Person fast unbeeindruckt. Beim Verlesen der Aufstellungen gab es vereinzelte Pfiffe, beim ersten Ballkontakt nach dem Anpfiff der Partie blieb es im Stadion noch still. Doch spätestens mit seiner Vorarbeit zum Führungstor durch Lewandowski hatte Götze alle Anhänger wieder auf seiner Seite.

BVB-Geschäftsführer dementiert Gerüchte zum Lewandowski-Wechsel nach Bayern

Nach dem Spiel trat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Gerüchten über einen angeblich bereits feststehenden Wechsel Lewandowskis zu den Bayern entgegen. "Ich wundere mich nur. Ich weiß nicht, was Jupp Heynckes für einen Agenten in Spanien hat. Die Störfeuer interessieren mich nicht. Es ist mein expliziter Wunsch, dass Robert auch in der kommenden Saison bei uns spielt. Dafür verzichten wir auch auf eine Ablösesumme. Bis jetzt sind eine ganze Menge Wünsche in meinem Leben wahr geworden", sagte Watzke. In Spanien war zuvor berichtet worden, Lewandowskis Wechsel nach München sei perfekt. Dabei beriefen sich die Medien auf einen angeblichen spanischen Agenten von Heynckes.

1. Treffer verleiht Borussen Sicherheit

Mit der von Klopp propagierten Jetzt-erst-Recht-Einstellung gingen die Westfalen in das dritte Königsklassen-Duell mit den "Königlichen" in dieser Saison und setzten den Gegner gleich unter Druck. Ein Solo von Marco Reus (7.), der entschlossen an zwei Spaniern vorbeizog, bescherte dem BVB die erste Chance des Spiels. Real-Keeper Diego Lopez parierte den nicht allzu scharfen Schuss des Nationalspielers, für den nachsetzenden Lewandowski war der Winkel zu spitz. Dafür stand Borussias Toptorjäger 60 Sekunden später genau richtig, als er Götzes scharfe Hereingabe zum Führungstor über die Linie drückte. Der Treffer verlieh den Borussen weitere Sicherheit, machte aber auch den vermeintlichen Favoriten munter. 

 

Freistoß von Cristiano Ronaldo erste Gefahr

Real wurde aktiver, zu klaren Chancen kamen die Gäste gegen eine sehr aufmerksame BVB-Abwehr allerdings nicht. Erst bei einem Freistoß von Cristiano Ronaldo (24.) drohte dem Dortmunder Gehäuse erstmals Gefahr, Keeper Roman
Weidenfeller parierte den Schuss des Superstars mit beiden Fäusten. Die Schwarz-Gelben verlegten sich ganz auf Konter und versuchten sich immer wieder mit Einzelaktionen. In der 42. Minute forderten sie vergeblich einen Elfmeter, als Raphael Varane im Strafraum Reus unsanft gebremst hatte.

Cristiano Ronaldo trifft zum einzigen Gegentor

Praktisch im Gegenzug leitete eine Unachtsamkeit van Mats Hummels den Ausgleich ein. Der Nationalverteidiger vertändelte den Ball gegen Gonzalo Higuain, dessen flache Hereingabe der mitgelaufene Ronaldo zum nicht unverdienten 1:1 nutzte. Der Portugiese hatte schon beim Dortmunder 2:1-Sieg in der Gruppenphase den einzigen Real-Treffer erzielt. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war erneut Lewandowski zur Stelle, als die Real-Abwehrspieler nach einem Zuspiel von Reus auf Abseits spekulierten und schob den Ball zur erneuten Führung an Lopez vorbei. Als der 24-Jährige fünf Minuten später den Ball aus der Drehung in den Winkel jagte, kannte der Jubel im voll besetzten Stadion keine Grenzen mehr. Doch Lewandowski legte sogar noch einen drauf: Nach Foul von Xabi Alonso an Reus jagte er den fälligen Strafstoß trocken zum 4:1 in die Maschen.

 

(dpa/mgä)