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Radio Hamburg

Mobbing-Vorwürfe

Spielergewerkschaften warnen Fußballer vor HSV

Hamburg , 29.08.2013
HSV, Training, August 2013

Angeblich warnen Spielergewerkschaften ausländische Spieler vor dem HSV.

Ausländische Spielergesellschaften sollen aktuell Fußballer vor einem Wechsel zum HSV oder zu Hoffenheim warnen.

In einem Interview mit "Die Zeit" sagte der Geschäftsführer der Spielergesellschaft VDV, Ulf Baranowsky, dass ausländische Profis vor Wechseln zum HSV oder zu 1899 Hoffenheim gewarnt werden.

Mobbing-Vorwürfe gegen den HSV

Es geht um den Umgang der Vereine mit Profis, die z.B. aus sportlichen Gründen oder auch wegen eines Streits aussortiert werden. Bei den beiden Vereinen sollen mehrere Spieler vom Trainingsbetrieb der Profimannschaften ausgeschlossen worden sein. Angeblich beginnt sehr schnelle ien Zermürbungstaktik. Ziel soll es sein, dass sich die vom Training ausgeschlossenen Spieler unwohl fühlen und von sich aus den Verein wechseln wollen. So soll erreicht werden, dass sie von der Gehaltsliste verschwinden, so Baranowsky weiter. Für den HSV und Hoffenheim könnte diese Praxis möglicherweise zum Bumerang werden. Gelten die Vereine erst als Arbeitgeber zweiter Klasse, würden sich die Profis den Wechsel zu ihnen in Zukunft vielleicht teuer bezahlen lassen.

Fink auch bei Niederlage gegen Braunschweig auf sicherem Posten

Unterdessen hat Vereinschef Jarchow HSV-Trainer Fink sein Vertrauen ausgesprochen. Auch bei einer Niederlage gegen den Aufsteiger Braunschweig hat Fink nichts zu befürchten. "Wir wollen Kontinuität auf dieser Position. Thorsten Fink hat unser Vertrauen, wir werden nicht überreagieren", sagte der Vorstandsvorsitzende im Interview des Fachmagazins "Kicker". Fink würde folglich auch bei der dritten Niederlage in Serie weiterarbeiten. "Ja, das sehe ich so. Er weiß, dass er in seinem dritten Jahr auch kritisch beäugt wird und geht gut damit um. Wir unterstützen ihn und fordern ihn natürlich auch", sagte Jarchow.

Trainingswoche mit "trotzigen Spielern"

Fink forderte von seinem Team drei Punkte gegen den Aufsteiger. "Ich erwarte, dass wir das Spiel gewinnen. Egal wie, aber mit fairen Mitteln. Wir dürfen Braunschweig keine Luft zum Atmen lassen", sagte der Coach am Donnerstag (29.8.) bei einer Pressekonferenz. Er habe in der Trainingswoche "trotzige Spieler" erlebt. "Aufgeben ist nicht unsere Stärke", meinte Fink. Im vergangenen Jahr habe man mit null Punkten aus den ersten drei Partien noch schlechter als jetzt mit einem Zähler dagestanden. Mit dabei gegen die Niedersachsen wird höchstwahrscheinlich Rafael van Vaart sein, der wegen Oberschenkelproblemen im Training vorsorglich ausgesetzt hatte. Fink will zudem den routinierten Petr Jiracek im Mittelfeld aufbieten. Marcell Jansen (Zehenbruch) wird den Hanseaten weiter fehlen.

Jarchow schließt Notverkäufe aus

Vier Tage vor Transferschluss schloss Jarchow trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Notverkäufe von René Adler oder van der Vaart aus. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Kader weiter zu verringern und müssen gegebenenfalls im Winter diese Arbeit fortsetzen", sagte er. Wenn nach Dennis Aogo bis Montag noch Slobodan Rajkovic, Robert Tesche, Michael Mancienne und Gojko Kacar veräußert werden sollten, würden die Norddeutschen bis zu neun Millionen Euro Gehalt einsparen. Allerdings soll bis zum Wochenanfang noch ein Stürmer kommen. "Ich konzentriere mich ganz auf das Spiel gegen Braunschweig, alles andere soll Sportchef Oliver Kreuzer machen", betonte Fink.

Jarchow: Kritik von Kühne in der Öffentlichkeit unsachlich

Die Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne in der Öffentlichkeit bezeichnete Jarchow als unsachlich: "Ich setze mich mit konstruktiver Kritik grundsätzlich auseinander, aber: Was Herr Kühne sagt, tangiert mich nicht. Ich ärgere mich aber darüber, weil die Äußerungen dem HSV schaden." Der Milliardär hatte dem HSV 2012 ein Darlehen über acht Millionen Euro für den Transfer van der Vaarts gewährt. In der Vorwoche hatte er Fink kritisiert und die Inthronisierung von Felix Magath als Präsident gefordert.
 

 

 

(ros/mgä/dpa)

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