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Radio Hamburg

Bestürzung über Dimensionen des Wettskandals

Ist auch die Bundesliga betroffen?

Hamburg, 05.02.2013
Meisterschale, Fußball

Ist auch die Bundesliga vom Wettskandal betroffen?

Fußball-Fans und Funktionäre zeigen sich besorgt über die möglichen Auswirkungen des Wettskandals auf den deutschen Fußball.

Die neue Dimension des Fußball-Wettskandals sorgt auch in der Bundesliga für Bestürzung - und das, wo der deutsche Fußball doch mit der Gewalt-Debatte derzeit genug Probleme hat.

Seit dem Fall Hoyzer ist der HSV ein gebranntes Kind

Der HSV ist seit dem Fall Hoyzer und dem verschobenen Pokalspiel in Paderborn im Jahr 2004 ein gebranntes Kind in Sachen Wettskandal. Die neusten Erkenntnisse will man derzeit nicht kommentieren. Sprecher Jörn Wolf verweist darauf, dass dafür noch zu wenige Fakten bekannt sind. Sowohl der Erstligist als auch St. Pauli lassen ihre Spieler übrigens in ihren Verträgen eine Klausel unterschreiben, wonach sie nicht auf eigene Spiele wetten dürfen. Auf Spiele ohne eigene Beteiligung darf gewettet werden, die möglichen Einsätze werden aber kleingehalten.

Spielergewerkschaft rät Fußballern von Wetten ab

Die Spielergewerkschaft VdV rät allen Fußballern, "die Finger von Wetten zu lassen". Das sagte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky am Dienstag (05.02.) nach den jüngsten Fahndungserfolgen von Europol. "Es muss in den Köpfen der Spieler anfangen. Aber da sind alle gefordert", ergänzte Baranowsky. Er verwies auf die Regeln, die im deutschen Fußball gelten. So gibt es Wettverbote für Spieler, Trainer, Clubverantwortliche und Schiedsrichter. Keine dieser Personen darf Wetten auf die eigene Mannschaft oder die Wettbewerbe, an denen ihr Team teilnimmt, abgeben. Auch auf Spiele oder Wettbewerbe, an denen andere Mannschaften ihrer Vereine teilnehmen, dürfe nicht gewettet werden.

Schwarze Schafe in der Bundesliga?

Für Betroffene sei es schwer, aus der "Falle" des Wettbetrugs wieder herauszukommen, meinte Baranowsky. Ähnlich wie Fredi Bobic, Sportdirektor des Bundesligisten VfB Stuttgart, geht auch er davon aus, dass die 1. und 2. Bundesliga nicht oder nur in Ausnahmefällen betroffen sein könnten. "Schwarze Schafe" seien indes nicht auszuschließen.

Frühwarnsysteme gegen Wettbetrug nicht effektiv

Die zur Vorbeugung gegen Wettbetrug im Fußball eingeführten Frühwarnsysteme sind aus Sicht des Bochumer Staatsanwalts Andreas Bachmann wenig effektiv. "Die Frühwarnsysteme haben sich als völlig unzureichend erwiesen", sagte er am Dienstag (05.02.) in Bezug auf die große Anzahl von Fällen. Die Bochumer Staatsanwaltschaft denkt trotz der alarmierenden neuen Zahlen von verdächtigen Spielen nicht über eine personelle Ausweitung des Ermittlungsteams nach. Wie Bachmann erklärte, soll die dafür zuständige und 2009 ins Leben gerufene Kommission "Flankengott" zunächst nicht aufgestockt werden.

Staatsanwalt: Wettskandal ist organisierte Kriminalität

Nach Einschätzung des Juristen hat sich die intensive Zusammenarbeit mit der Deutschen Fußball Liga, dem Deutschen Fußball-Bund und dem europäischen Dachverband UEFA bewährt. Bei den am Montag in Den Haag von der europäischen Polizeibehörde Europol genannten 300 neuen Verdachtsfällen könne dieser enge Kontakt aber nicht bei der Aufklärung helfen: "Die neuen Fälle kommen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität. Das ist reine Strafverfolgungsarbeit."

Karl-Heinz Rummenigge fordert harte Strafen für die Verantwortlichen im Fußball-Wettskandal. Die Glaubwürdigkeit des Fußballs stehe auf dem Spiel, mahnte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.

(ms/dpa/mgä)

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