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Radio Hamburg

Entscheidung gefallen

Uli Hoeneß bleibt Bayern-Präsident

München, 07.05.2013
Uli Hoeneß Steuerhinterziehung Anklage

Nach der Aufsichtsratssitzung beim FC Bayern ist klar: Uli Hoeneß bleibt Bayern-Chef.

Uli Hoeneß bleibt trotz seiner Steueraffäre Aufsichtsratschef des FC Bayern. Das Führungsgremium lehnt "einvernehmlich" sein Angebot ab, das Amt bis zur Klärung seiner Selbstanzeige ruhen zu lassen.

Uli Hoeneß bleibt trotz seiner Steueraffäre der starke Mann des FC Bayern München. Der Aufsichtsrat des deutschen Fußball-Rekordmeisters mit Vertretern mehrerer Großsponsoren lehnte am Montag das Angebot des 61 Jahre alten Präsidenten ab, sein Amt als Vorsitzender des neunköpfigen Kontrollgremiums ruhen zu lassen, bis die Behörden über seine Selbstanzeige entschieden haben.

Hoeneß: Bedauern über den Vorfall

Hoeneß habe in der Aufsichtsratssitzung "sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und sich entschuldigt", teilte der deutsche Meister in einer Presseerklärung am Montagabend mit. "Im Interesse des FC Bayern", der sich "voll und ganz auf das Erreichen der weiteren sportlichen Ziele" im Champions-League-Finale am 25. Mai in London gegen Borussia Dortmund und im DFB-Pokalfinale am 1. Juni in Berlin gegen den VfB Stuttgart konzentrieren solle, habe der Aufsichtsrat der FC Bayern AG "nach intensiver Diskussion einvernehmlich entschieden", dass Hoeneß sein Amt als Vorsitzender weiter ausüben solle, hieß es weiter.

Kampf ums Spitzenamt gewonnen

Der Vereinspatron hat damit den Kampf um sein Spitzenamt fürs erste gewonnen. Es ist aber zunächst nur eine Atempause, denn die Causa Hoeneß könnte nach den Endspielen schnell wieder auf die Agenda kommen. "Der Aufsichtsrat wird die Angelegenheit weiterhin beobachten und sich bei Vorliegen neuer Erkenntnisse mit dem Thema befassen", lautete der letzte Satz der Vereinsmitteilung.

Unterstützung durch Horst Seehofer

Kurz vor der Sitzung hatte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Hoeneß noch öffentlich den Rücken gestärkt. "Es ist in meinen Augen vertretbar, wenn Uli Hoeneß bis zur vorläufigen Klärung der Angelegenheit durch die Staatsanwaltschaft als Präsident im Amt bleibt. Dafür hätte ich Verständnis", sagte Seehofer der Online-Ausgabe der Münchner "Abendzeitung".

Selbstanzeige nach Steuerbetrug

"Er muss nicht vorher zurücktreten, ehe die Behörden abschließend ermittelt haben. Dafür gibt es die Rechtsstaatlichkeit." Hoeneß droht nach seiner Selbstanzeige im Steuerfall eine strafrechtliche Verfolgung. "Ihn jetzt nicht vor Abschluss der Ermittlungen zum Rücktritt zu drängen, gebietet meiner persönlichen Auffassung nach der Respekt vor seinem Lebenswerk, das einzigartig ist", betonte Seehofer.

Unerwarteter Ausgang

Nicht wenige Beobachter hatten erwartet, dass gerade die Unternehmensführer wie Stadler und Hainer, aber auch Timotheus Höttges vom Hauptsponsor Telekom und VW-Chef Martin Winterkorn den Vorsitzenden Hoeneß dazu drängen könnten, spätestens nach dem Champions-League-Finale persönliche Konsequenzen aus seiner Steueraffäre zu ziehen.

Hoeneß verkörpert wie kein Zweiter den FC Bayern. Der Vereinspatron hatte im Vorfeld der Sitzung auch öffentlich auf seine Verdienste hingewiesen. Der Verein stünde "sportlich und wirtschaftlich" so gut da "wie nie zuvor - und daran habe ich auch einen großen Anteil", sagte er im "Zeit"-Interview. In über 40 Jahren stand der Name Hoeneß für den Aufstieg des Vereins zum Konzern mit fast 400 Millionen Euro Umsatz und vielen Titelgewinnen.

(dpa/pne)