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Radio Hamburg

"HSVPlus - Aufstellen für Europa"

Rieckhoff mit neuem Konzept für den HSV

Hamburg, 04.09.2013
Initiative HSV Plus, Ernst-Otto Rieckhoff, Witters

Holger Hieronymus, Initiator Ernst-Otto Rieckhoff, Thomas von Heesen und Ditmar Jakobs (v.l.) präsentieren das neue Konzept für den HSV

Mit einem neuen Konzept will Ex-HSV-Aufsichtsratschef Riekhoff den Verein aus den Schulden und dem Negativ-Image holen.

Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Ernst-Otto Rieckhoff plant beim HSV die Ausgliederung der Profiabteilung nach dem Vorbild von Bayern München. „Wir sehen nicht mehr tatenlos zu, der HSV hat ein Negativ-Image. Wir wollen finanziell wieder handlungsfähig werden und unsere Mannschaft verstärken können“, sagte der 61-Jährige am Dienstag bei der Vorstellung der Initiative „HSVPlus - Aufstellen für Europa“.

Prominente Unterstützung

Dafür hat sich Rieckhoff prominente Unterstützung geholt: Zusammen mit den HSV-Europapokalsiegern Holger Hieronymus, Thomas von Heesen und Ditmar Jakobs präsentierte er ein Konzept, über das im Januar bei der Mitgliederversammlung in einem ersten Schritt abgestimmt werden soll. Die erste Aufgabe soll die Entschuldung des Vereins sein. „Und unser armer Sportchef Oliver Kreuzer kann nicht einmal einen Stürmer kaufen“, meinte Rieckhoff vielsagend über das gegenwärtige Dilemma.

Möglichkeit für externe Geldgeber & Verkleinerung des Aufsichtsrats

 „Ich persönlich habe keinerlei Ambitionen. Hier sucht niemand einen Job oder ein Spielfeld für Eitelkeiten“, sagte Rieckhoff. Wichtigste Veränderung bei der zukünftigen HSV-Fußball-AG wäre die Möglichkeit für externe Geldgeber, mit bis zu 24,9 Prozent Anteile zu erwerben. Auch soll der Aufsichtsrat verkleinert werden. „Ich sehe, dass es so einfach nicht mehr weitergeht. Das finanzielle Risiko für einen Verein ist zu groß. Zudem ist der Aufsichtsrat zu aufgebläht und hat relativ wenig Ahnung“, sagte Jakobs. Das Gremium soll von elf auf sechs Mitglieder verkleinert werden und in Zukunft bei nicht gebilligten Äußerungen juristisch haftbar gemacht werden können.

„Kein Bestreben zur Strukturveränderung sichtbar“

„Wir waren einmal der Marktführer“, erinnerte Hieronymus an erfolgreiche HSV-Zeiten. Der ehemalige DFL-Geschäftsführer gehört zum etwa zehnköpfigen Kernteam, das die Struktur erarbeitet hat. Rieckhoff kritisierte scharf, dass es derzeit kein Bestreben aus den Führungsgremien des HSV zur Strukturveränderung gibt. Sowohl der Vorstand als auch Investor Klaus-Michael Kühne sind informiert über die mutigen Zukunftspläne. „Herr Kühne kennt das Konzept“, wollte Rieckhoff lediglich zu einem möglichen Engagement als Geldgeber sagen. Mit Ex-Präsident Jürgen Hunke hat man nicht zusammengearbeitet, der Aufsichtsrat habe eigene Ideen.

Ausgliederung schon einmal ein Thema

„Die Ausgliederung in eine Aktiengesellschaft soll kein Schreckgespenst sein“, unterstrich Rieckhoff. Vor Jahren war Präsident Bernd Hoffmann schon bei der Planung einer Ausgliederung scharf kritisiert worden und hatte Abstand genommen von der kleinen Revolution. „Unser HSV soll niemals zum Spielball externer Geldgeber werden“, betonte Rieckhoff, die 50+1-Regelung werde festgeschrieben.

Für die Ankündigung seiner Reform hatte er im Juni bei der Mitgliederversammlung großen Applaus geerntet. „Wir haben das Modell mit Interesse zur Kenntnis genommen und werden uns im Vorstand damit befassen“, sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow der dpa. Man werde die „daraus entstehenden Diskussionen innerhalb der Mitgliedschaft sehr genau beobachten und begleiten“.

(dpa / ste)

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