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Radio Hamburg

Ehemaliger St. Pauli-Spieler

Ex-Spieler Andreas Biermann ist tot

Berlin, 20.07.2014
RHH - Expired Image

Der ehemalige St. Pauli-Spieler Andreas Biermann hat sich am Freitag (18.07.) das Leben genommen. 

Der frühere Fußball-Profi Andreas Biermann ist im Alter von 33 Jahren gestorben. Er nahm sich am Freitag (18.07.) das Leben.

Nach Angaben seines Vereins FSV Spandauer Kickers 1975 e.V. hat sich der ehemalige Spieler des FC St. Pauli und von Union Berlin am Freitag das Leben genommen.

Biermann litt an Depressionen

Biermann litt an Depressionen und hatte nach dem Suizid des früheren Nationaltorwarts Robert Enke seine Krankheit im November 2009 öffentlich gemacht. "Er ist am Freitag gestorben. Wir sind tief geschockt", sagte Kickers-Geschäftsführer Günter Hagedorn am Sonntag (20.07.) der Nachrichtenagentur dpa.

"Rote Karte Depression"

Bei Auftritten im ZDF-Sportstudio oder in der ARD-Talkshow "Beckmann" hatte Biermann über seine Krankheit gesprochen. 2011 erschien sein Buch "Rote Karte Depression". 2012 machte Biermann einen Suizidversuch öffentlich und begab sich anschließend in stationäre Behandlung. Zuletzt spielte Biermann in Berlin in der Senioren-Mannschaft der Spandauer Kickers.

"Kein Patentrezept, um besser zu helfen"

In Fußballer-Kreisen hat der Tod Biermanns Trauer und Entsetzen ausgelöst. "Das ist schrecklich. Mir fehlen die Worte", bekannte Bernd Schultz, der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes. "Mir fällt kein Patentrezept ein, wie solchen Menschen besser zu helfen ist. Man muss ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken, aber reinschauen kann man nicht in ihr Innerstes", fügte der BFV-Chef hinzu.

Trauer bei Union Berlin 

Auch Biermanns Ex-Vereine Union und St. Pauli reagierten umgehend. "Er hat sich lange und mutig gegen seine Krankheit gestemmt, aber er konnte den Kampf nicht gewinnen. Wir sind geschockt und traurig. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen von Andreas Biermann", teilte Union-Präsident Dirk Zingler am Sonntag mit. Für die "Eisernen» hatte Biermann 2006/2007 in der Regionalliga 29 Punktspiele bestritten. 

"Ruhe in Frieden, meine Biere"

"Ruhe in Frieden, mein Biere", schrieb St. Pauli-Urgestein Fabian Boll auf seiner Facebook-Seite. "Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, der wir in dieser schweren Zeit viel Kraft wünschen", hieß es vom Hamburger Verein. Biermann war 2008 von Tennis Borussia zum Kiezclub gekommen und absolvierte dort zehn Zweitliga-Spiele.

Biermann: Schon drei Suizidversuche

Für Schlagzeilen hatte Biermann gesorgt, als er im November 2009 nach dem tragischen Tod von Enke und im Februar 2012 insgesamt drei Suizidversuche öffentlich gemacht hatte. "Die Suizidgedanken habe ich nach wie vor, ich fühle mich sehr schlecht...", hatte Biermann vor zweieinhalb Jahren via Facebook der Öffentlichkeit mitgeteilt und sich in eine Therapie begeben.

Neben den bekannten Depressionen gebe es auch andere Gründe, die er aber zum Selbstschutz nicht erläutern wolle, bekannte er damals. Mehr als 1.000 Fans und Mitspieler hatten ihm über soziale Netzwerke daraufhin Unterstützung zugesprochen. 

"Wir konnten nie hinter die Kulissen schauen"

Für seine Teamkollegen bei seinem früherem Club FC Spandau 06, die täglich mit ihm auf dem Trainingsplatz standen, waren diese Einblicke in Biermanns Leben vor allem deshalb so überraschend gekommen, weil er sich auf dem Sportplatz vorbildlich verhalten habe. Rüdiger Bienert, der 1. Vorsitzende des Vereins, hatte aber schon damals eingeräumt: "Wir konnten nie hinter die Kulissen schauen. Er war keiner, der eingestanden hätte: Jetzt bin ich am Ende meiner Kräfte."

(dpa/mgä)

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