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Radio Hamburg

Panne in der Bundesliga

Weltmeister Christoph Kramer schießt Eigentor

Dortmund, 10.11.2014
Christoph Kramer Eigentor

Christoph Kramer fassungslos über sein Eigentor: Ich habe "richtige Grütze gespielt."

Aufatmen beim Bundesligisten Borussia Dortmund: Ausgerechnet das Eigentor von Christoph Kramer befreit den BVB aus seiner Pleiteserie.

Mit dem Schlusspfiff löste sich am Sonntagabend die ganze Anspannung der vergangenen Wochen. Dank eines kuriosen Eigentors von Weltmeister Christoph Kramer hat Borussia Dortmund einen ersten Schritt aus der Krise getan und den drohenden Absturz ans Tabellenende der Fußball-Bundesliga abgewendet. Mit seiner Bogenlampe in der 58. Minute aus gut 40 Metern ins eigene Netz sorgte der 23-Jährige für die verdiente 0:1 (0:0)-Niederlage von Borussia Mönchengladbach beim Revierclub.

Sieg für den BVB

Nach fünf Pleiten in Serie verdiente sich die Mannschaft von Trainer Klopp den Sieg dank ihrer drückenden Überlegenheit und des deutlichen Chancen-Plus. Zum ersten Mal in dieser Liga-Saison kassierte sie kein Gegentor. "Die Mannschaft hat ein außergewöhnliches Spiel gemacht und lange überragend gespielt", meinte Klopp im TV-Sender Sky und bilanzierte: "Wir haben hochverdient gewonnen - das ist ein großartiges Gefühl. Wenn das der Dosenöffner gewesen sein soll, nehme
ich das gerne hin und werde das später als Anekdote erzählen."

Enttäuschter Kramer entschuldigt sich bei seiner Mannschaft

Nur etwa zweieinhalb Wochen wird Verteidiger Sokratis fehlen, trotz eines Wadenbeinbruchs, teilte der BVB am Sonntagabend mit. Die enttäuschenden Gladbacher gingen nach 18 Spielen ohne Niederlage erstmals als Verlierer vom Platz. "Die Dortmunder können sich bei mir bedanken, bei den Gladbachern muss sich mich entschuldigen. Mich ärgert, dass ich heute eine richtige Grütze gespielt habe", gestand Pechvogel Kramer.

So war die Partie BVB gegen Moenchengladbach

Vor 80 667 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park setzte Klopp im 85. Borussen-Derby auf Kontinuität und Stabilität: Er schickte die gleiche Startelf auf den Rasen wie beim Sieg gegen Istanbul und in der zweiten Halbzeit beim Meister Bayern München. Torhüter Roman Weidenfeller und Angreifer Marco Reus kehrten nach Magen-Darm-Erkrankungen ins Team zurück. Gladbachs Trainer Lucien Favre sorgte für ein Novum: Der Coach bot zum ersten Mal überhaupt eine Startelf auf, die er in dieser Saison schon einmal ins Rennen geschickt hatte. Doch die Gäste enttäuschten bis auf Keeper Yann Sommer auf der ganzen Linie, das kämpferische Aufbäumen in der Schlussphase brachte nichts ein. Drei Tage nach dem 2:0 in der Europa League bei Apollon Limassol agierten die Gladbacher trotz der komfortablen Tabellensituation völlig verunsichert und setzten nur auf Torsicherung - nach vorn ging gar nichts.

Borussia Dortmund hätte höher gewinnen können

Im Duell der beiden laut Statistik lauffreudigsten Mannschaften der Bundesliga hätte der hochmotivierte BVB schon vor der Pause in Führung gehen müssen und deutlich führen können - Chancen gab es mehr als reichlich. Der stark aufspielende Reus setzte die ersten Achtungszeichen: Der ehemalige Gladbacher zielte in der 2. Minute knapp am Tor vorbei, seinen Direktschuss nach Zuspiel von Henrich Mchitarjan lenkte Sommer an den Pfosten (8.). Der Pole Lukasz Piszczek vergab überhastet eine hochkarätige Chance zur möglichen Führung (29.), Mchitarjan zielte aus zehn Metern knapp über die Latte (37.), einen Freistoß von Pierre-Emerick Aubameyang parierte Sommer Sekunden vor der Pause in Weltklasse-Manier. Beim "Gegentor" seines Kollegen Kramer war der Schweizer aber chancenlos.

Dortmund, in der Champions League schon im Achtelfinale, wirkte trotz der bisherigen Liga-Talfahrt alles andere als verunsichert. Mit kreativem Tempo-Fußball setzte der BVB den Gegner unter Druck. Aus ihrer Überlegenheit schlug die Klopp-Elf zwar insgesamt zu wenig Kapital, agierte im Vergleich zu den Heimpleiten gegen den HSV und Hannover allerdings deutlich formverbessert. Der Lohn war der erste Sieg seit dem 3. Spieltag - nach zuvor sieben erfolglosen Partien.

(dpa/lsc)

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