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Radio Hamburg

Ex-HSV-Spieler

Calhanoglu: "Kreuzer hat mich im Stich gelassen"

Mainz, 20.10.2014
Hakan Calhanoglu

So offen wie Hakan Calhanoglu sprach schon lange niemand mehr im "Aktuellen Sportstudio".

Hakan Calhanoglu sorgte am Samstag (18.10) im "Aktuellen Sportstudio" für Furore: Offen sprach er über seinen Wechsel und den Waffenvorfall von Gökhan Töre.

Er galt als einer der Helden, die den HSV im letzten Jahr vor dem Abstieg in die zweite Bundesliga retten konnten. Doch mit seinem anschließenden Wechsel zu Bayer Leverkusen löste er einen regelrechten Shitstorm aus, wurde als Verräter beschimpft. Calhanoglu wollte trotz einer Vertragsverlängerung wechseln. Als der HSV einen Transfer verweigerte, meldete sich er sich krank. "Ich verstehe, dass es für den Jungen reizvoll war, erstens mehr Geld zu verdienen und zweitens europaweit zu spielen. Die Umstände des Wechsels finde ich jedoch heute noch nicht akzeptabel", so der ehemalige Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow.

Interview im "Aktuellen Sportstudio"

Bei seinem Besuch im "Aktuellen Sportstudio" im "ZDF" am Samstagabend (18.10) äußerte sich Hakan Calhanoglu nun mehr als offen zu den Vorwürfen von Seiten des HSV und dessen Fans. Das kurriose 3:3 gegen zwischen Leverkusen und dem VfB Stuttgart wurde dadurch zur Nebensache.

"Kreuzer hat mich im Stich gelassen"

Hamburg habe ihm zwar immer sehr gefallen, es habe aber immer große Unruhen im Verein gegeben. In Leverkusen könne man sich besser auf den Sport und das Training konzentrieren. Der Clubwechsel sei eine Befreiung gewesen. "Ich habe für den Verein alles gegeben. Jeder hat gesehen, wie wichtig mir der Verein war. Aber letztendlich habe ich jemandem vertraut, der mich im Stich gelassen hat.", so Calhanoglu. "Kreuzer?", fragt Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein. "Ja genau." Der damalige HSV-Sportchef habe ihm das mündliches Versprechen gegeben, trotz seiner Vertragsverlängerung bei einer gewissen Ablösesumme wechseln zu dürfen. Kreuzer dementierte dieses Versprechen vehement.

"Hakan ist an allem Schuld"

Calhanoglu stellte sich in dem Gespräch selbst als Opfer dar, ohne ein Wort darüber zu verlieren, dass bei der Abwicklung des Wechsels nicht alles rundgelaufen ist. Er verstehe nicht, dass nach all dem, was er für den Verein geleistet habe, es von allen Seiten nur "Hakan ist an allem Schuld" hieß. Zwar dankte ihm Müller-Hohenstein für seine "offenen Worte", doch dürfte sich Hakan Calhanoglu mit seinem Auftritt keinen großen Gefallen getan haben. In zwei Wochen muss er mit Leverkusen nämlich beim HSV antreten.

"Beweg dich nicht sonst schieße ich"

Doch damit nicht genug! Der 20-Jährige äußerte sich außerdem auch zum Waffenvorfall von Nationalmannschaftskollegen Gökhan Töre. Wie eine besorgte Lehrerin hört Katrin Müller-Hohenstein dem Schüler Calhanoglu zu, der, wie es scheint, endlich die ganze Wahrheit sagen kann. Nach einem Spiel im Oktober 2013 sei es in einem Hotel in Istanbul zu der Auseinandersetzung gekommen. Bei dem Streit sei es um einen Freund von Calhanoglus heutigem Bayer-Teamkollegen Ömer Toprak und die Ex-Freundin von Töre gegangen.

Dieser habe, in Begleitung eines weiteren Mannes, in besagter Nacht an die Tür von Topraks Zimmer geklopft, und sie mit einer Waffe bedroht. "Beweg dich nicht sonst schieße ich", drohte Töre. "Ich war sehr nervös und konnte mich kaum bewegen. Wir waren zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort", so der 20-jährige Calhanoglu. Er habe zunächst öffentlich zu den Vorkommnissen geschwiegen, weil er Töre, der derzeit beim türkischen Erstligisten Besiktas Istanbul unter Vertrag steht, nicht habe schaden wollen. "Wie schrecklich", wie Moderatorin Müller-Hohenstein anmerkte. So offen hat wohl lange niemand mehr im deutschen Fußball gesprochen.

Das komplette Interview mit Hakan Calhanoglu im "Aktuellen Sportstudio" findet Ihr hier.

(jmü)

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