Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Affäre um WM 2006

Ermittlungen gegen DFB-Präsident Niersbach

Frankfurt/Main , 04.11.2015
Wolfgang Niersbach

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Nach dem erneuten Erdbeben im deutschen Fußball richtet sich der Blick auf Wolfgang Niersbach. Wie reagiert der DFB-Präsident auf die Steuer-Ermittlungen?

In der Affäre um die WM 2006 wird nach dem Großeinsatz von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung mit Spannung eine Reaktion von Wolfgang Niersbach erwartet. Der Druck auf den schwer angeschlagenen DFB-Präsidenten im Sommermärchen-Skandal ist weiter gewachsen. Am Dienstagmorgen waren neben der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes auch die privaten Wohnsitze von Niersbach, seines Vorgängers Theo Zwanziger und des langjährigen DFB-Generalsekretärs Horst R. Schmidt durchsucht worden. Bislang hatte neben Zwanziger lediglich der DFB auf den Verdacht der Staatsanwaltschaft - Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall - reagiert. Der Verband versprach in einer Pressemitteilung, die Ermittlungen "vollumfänglich" zu unterstützen und betonte, selbst "nicht Beschuldigter des Verfahrens" zu sein. Ob und wann Niersbach sich äußern oder reagieren will, stand zunächst nicht fest.

Wohin sind die ominösen 6,7 Mio. geflossen?

Es geht bei der Untersuchung um die Rückzahlung jener ominösen 6,7 Millionen Euro an den damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus, die das deutsche WM-Organisationskomitee 2005 bewusst falsch als Beitrag zu einer FIFA-Gala getarnt hatte. Die Frage, wohin das Geld des Franzosen ursprünglich einmal geflossen ist, steht seit Wochen im Zentrum des gesamten Skandals und ist bis heute nicht geklärt. Zwanziger forderte den DFB in einem Schreiben vom Montagabend sogar dazu auf, zu prüfen, ob man die 6,7 Millionen nicht vom damaligen OK-Chef Franz Beckenbauer zurückfordern müsse.

Freiheitsstrafe möglich

Für sich selbst erwartet der ehemalige Verbandschef hingegen keine negativen Konsequenzen: "Ich weiß, dass ich die Wahrheit sage. Da ist nichts zu befürchten", sagte Zwanziger im rheinland-pfälzischen Diez. Sollte es jedoch zu einer Anklageerhebung kommen, drohen den Beschuldigten empfindliche Sanktionen. "Für eine Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall sieht das Gesetz Freiheitsstrafen vor, die sich bewegen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren", sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

Zudem drohen Niersbach und Zwanziger nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" Schadenersatzforderungen in Millionen-Höhe. Laut "SZ" werden in Verbandskreisen nachträglich fällige Steuern in Höhe von 2,2 Millionen Euro für möglich gehalten, plus Zinsen seit 2006. Dafür könnte der DFB laut "Süddeutscher Zeitung" die damaligen Verantwortlichen in Regress nehmen.

(dpa / ste)

comments powered by Disqus