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Radio Hamburg

Terroristischer Hintergrund

Erste Festnahme nach Explosionen am BVB-Bus

Karlsruhe , 12.04.2017
BVB Bus Explosion

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die BVB Mannschaft sollen die Profis am Mittwoch (12.04.) gegen den AS Monaco im Championsleague Viertelfinale antreten. Die Vorbereitungen der Mannschaft auf das Spiel laufen.

Nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Insgesamt gebe es zwei Verdächtige.

Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den BVB-Mannschaftsbus einen Islamisten als Tatverdächtigen festgenommen. Bei dem Mann und einem ebenfalls aus dem islamistischen Spektrum stammenden weiteren Verdächtigen seien die Wohnungen durchsucht worden, sagte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke Köhler, am Mittwoch (12.04.) in Karlsruhe.

Kriminaltechnische Untersuchung läuft

Es werde geprüft, ob gegen den Festgenommenen Haftbefehl beantragt werde. Köhler sprach von einem terroristischen Hintergrund der Tat. Eine abschließende Bewertung sei aber noch nicht möglich. Nach Angaben von Köhler waren die drei Sprengsätze mit Metallstiften bestückt. Ein Metallstift habe sich in die Kopfstütze eines Bussitzes gebohrt. Die Sprengsätze hätten eine Sprengwirkung von mehr als 100 Metern gehabt. Die Frage nach dem Zündmechanismus und der Art des Sprengstoffes sei Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchungen. Die genaue Motivlage des Anschlags sei derzeit noch unklar.

Islamistischer Hintergrund der Tat möglich

Köhler sagte, am Anschlagsort seien drei Bekennerschreiben mit gleichem Text gefunden worden. Demnach scheine ein islamistischer Hintergrund der Tat möglich. Unter anderem werde in den Schreiben der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien und die Schließung des US-Luftwaffenstützpunktes Ramstein gefordert, bestätigte sie. Experten würden das Schreiben besonders auch unter islamwissenschaftlichen Gesichtspunkten untersuchen.

Bei einem in der Nacht im Internet auf der Seite " linksunten.indymedia.org" veröffentlichten weiteren Bekennerschreiben bestünden nach einer ersten Bewertung erhebliche Zweifel an der Echtheit. In dem Schreiben wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet.

Bartra geht es besser

Unterdessen ist der beim Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verletzte Marc Bartra iauf dem Wege der Besserung. "Er hat die Operation gut überstanden", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball am Mittwoch. Der Dortmunder Abwehrspieler hatte sich am Dienstagabend einen Bruch der Speiche sowie Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk zugezogen. Der Spanier wurde unmittelbar nach dem Vorfall operiert. In der laufenden Saison dürfte der 26-Jährigen aber voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen. (dpa)

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